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Laus, Martin

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Seine ersten politischen Erfahrungen sammelte Laus in der NPD-Tochterorganisation Nationaldemokratischer Hochschulbund. Beim NHB wird er 1991 zum Vorsitzenden ernannt. Unter Laus‘ Regie entsteht das Blatt Vorderste Front – Zeitschrift für politische Theorie & Strategie. In einem dort erschienenen Aufsatz wurde das Konzept der Schaffung „National Befreiter Zonen“ erstmals propagiert.

Im Jahr 2000 übernimmt Laus (neben dem Studium der Informatik in Kaiserslautern) den Vorsitz des NPD-Landesverbands Rheinland-Pfalz, der bis dato als inaktiv galt. Bald stieg Laus in den Bundesvorstand auf, wurde dort Leiter des „Amtes für Politik“. Ausgiebig durfte er als Autor in der Parteizeitung Deutsche Stimme auftreten. Ihm wurde eine steile Karriere vorhergesagt.

Laus arbeitete mit bekennenden Neonazis zusammen. Bei einem Aufmarsch im Januar 2002 in Lüdenscheid, stand er beispielsweise gemeinsam mit Hartmut Wostupatsch, einem Ex-Kader der verbotenen Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationaler Aktivisten, am Mikrofon. Als Neonazis 2003 in Marienfels gegen den Abriss eines Ehrenmals der Waffen-SS demonstrieren, ist Laus mit von der Partie. Die NPD kritisierte er mehrfach als zu milde und realpolitisch angepasst.

Offenbar machte er sich damit unbeliebt in der Parteispitze, nach Konflikten in seinem Landesverband gab er 2004 den Vorsitz in Rheinland-Pfalz ab, zog nach Nordrhein-Westfalen um und sich auf das Amt des NPD-Kreisvorsitzender in Mettmann/Düsseldorf zurück. Dieses beendete er im Mai 2008.

Seitdem konzentriert sich Laus auf ideologische Arbeit in der „Deutschen Akademie“. Die DA gründete sich 2000 als „intellektuelle“ Vorfeldorganisation der NPD. Als ihr Ziel nennt sie die „Heranbildung einer geistigen Gegenelite zum pseudodemokratischen Vasallensystem auf deutschem Boden“. Obwohl sie sich von der NPD mittlerweile entfernt hat, gibt es immer noch Anhänger und Parteimitglieder in der DA.

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Der Protest in Halle gegen das Identitären-Haus scheint zu wirken

Zum „Staatspolitischen Abend“ hatten die „Kontrakultur“, der IB-Ableger in Halle, in ihr Haus geladen. Reden sollten Vertreter der Crowdfunding-Organisation „Ein Prozent“, die auch das Haus an die „Identitären“ vermietet. Auch am Donnerstag gab es Protest gegen die „Identitären“ und offenbar scheint der massive Widerspruch gegen jede ihrer Veranstaltungen Spuren zu hinterlassen.

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