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Mecklenburg-Vorpommern 2011 NPD ist wieder drin im Landtag – und bekommt 23 Kreistagsmandate

Die traurigste Nachricht des Tages kommt aus Mecklenburg-Vorpommern: Da können die Demokraten und Demokratinnen im Land sich noch so sehr anstrengen – sie kommen gegen die Lethargie der NichtwählerInnen nicht an. Und so bekam die NPD erneut knapp sechs Prozent und sitzt wieder im Landtag. Damit kann sie weiterhin staatliche Gelder nutzen, um die rechtsextreme Szene vor Ort zu organisieren und zu alimentieren. Außerdem bekam die NPD bei den Kreistagswahlen 23 Mandate – und in einem Wahlkreis sogar 31,1 Prozent der Stimmen.

 

Die Wahlbeteiligung war auch bei dieser Landtagswahl 2011 deprimierend und lag mit 53,3 Prozent sogar noch niedriger als bei der vorangegangenen Landtagswahl 2006, also sie bei 59 Prozent lag. Einziger Lichtblick: Immer hin bekam die NPD weniger Stimmen als 2006 (damals waren es 7,3 Prozent der Stimmen) und damit auch weniger Sitze im Landtag (diesmal 5 statt 6). Allerdings: Es sind immer noch rund 40.000 Menschen, die die NPD gewählt haben.

Die neuen Abgeordneten werden vermutlich im wesentlichen auch die alten sein: Udo Pastörs, Tino Müller, Michael Andrejewski und Stefan Köster. Neu dabei: Neonazi David Petereit, der auch die Internet-Hetzseite MUP-Info betreibt. Er hat den Listenplatz von NPD-Landesgeschäftsführer Michael Grewe übernommen – ein Zugeständnis der NPD an die lokalen „freien Kameradschaften“, mit denen die rechtsextreme Partei in Mecklenburg-Vorpommern intensiv zusammenarbeitet (taz),
Endstation rechts, Tagesspiegel, Tagesschau).

Wahlkreise mit zweistelligem Ergebnis für die NPD bei der Landtagswahl

Wahlkreis: Uecker-Randow I
Prozent: 15,4% der Zweitstimmen
WählerInnen: 2376

Wahlkreis: Uecker-Randow II
Prozent: 12,0% der Zweitstimmen
WählerInnen: 1689

Wahlkreis: Ostvorpommern I
Prozent: 10,4% der Zweitstimmen
WählerInnen: 1997

Wahlkreis Ostvorpommern II
Prozent: 11,3% der Zweitstimmen
WählerInnen: 2610

Kreistagswahlen: 23 Mandate für die NPD

Zeitgleich fanden in Mecklenburg-Vorpommern Kreistags- und Landratswahlen statt. Hierbei erhielt die NPD 5,4 Prozent der Stimmen und damit 23 Sitze in den Kreistagen. Betrachtet man die Wahlgebiete, erhielt die NPD die meisten Stimmen in Südvorpommern (8,9 Prozent, 6 Mandate), gefolgt von Südwestmecklenburg (5,5 Prozent, 4 Mandate), der Mecklenburgischen Seenplatte (4,8 Prozent, 4 Mandate), Nordvorpommern und Nordwestmecklenburg (je 4,3 Prozent, je 3 Mandate) und dem Mittleren Mecklenburg (4 Prozent, 3 Mandate).

Besonders hohe Zustimmung (über 20 Prozent) fand die NPD bei der Kreistagswahl in:

– Koblentz (31,1 Prozent)
– Postlow (28,6 Prozent)
– Blesewitz (27,3 Prozent)
– Neuenkirchen (23,9 Prozent)
– Kamminke (23,9 Prozent)
– Lassan Stadt (23,5 Prozent)
– Hammer an der Uecker (23,5 Prozent)
– Wilhelmsburg (23,5 Prozent)
– Usedom Stadt (22,7 Prozent)
– Löcknitz (21,5 Prozent)
– Nieden (21,5 Prozent)
– Bargischow (21,2 Prozent)
– Ziethen (21,2 Prozent)
– Klein Büntzow (20,7 Prozent)
– Papendorf (20,6 Prozent)

(Quelle: Landeswahlleiterin Mecklenburg-Vorpommern).

Mehr im Internet:

| Die NPD im zweistelligen Bereich (Analyse auf mut-gegen-rechte-gewalt.de)

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