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Was kann eine „Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ bewirken?

Prominente VertreterInnen evangelischer Kirchen und zivilgesellschaftlicher Vereine rufen zu Gründung der ?Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche für Demokratie ? gegen Rechtsextremismus? auf. Heute abend gibt es dazu eine Informationsveranstaltung in Berlin.

 

Zum Abschluss der diesjährigen ökumenischen Friedensdekade unter dem Motto ?Mauern überwinden? wenden sich prominente KirchenvertreterInnen mit einem Aufruf zur Gründung einer ?Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche für Demokratie ? gegen Rechtsextremismus? an die Öffentlichkeit. Zu den ErstunterzeichnerInnen des Aufrufes gehören u.a. der sächsische Landesbischof Jochen Bohl, die Frankfurter Pröpstin Gabriele Scherle sowie der Hamburger Synodalpräsident Hans-Peter Strenge und der Eisenacher Oberkirchenrat Christhardt Wagner. Mit ihrem Aufruf betonen sie die Notwendigkeit praktischen kirchlichen Engagements gegen Rechtsextremismus und für Demokratie in Ost- und Westdeutschland. Gleichzeitig stellen die ErstunterzeichnerInnen des Aufrufs fest, ?dass menschenverachtende, rassistische, antisemitische und demokratiefeindliche Einstellungen mit dem christlichen Glauben unvereinbar sind?.

Die Gründung der ?Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche gegen Rechtsextremismus ? für Demokratie? findet am 12. Februar 2010 in Dresden statt. Die Initiatoren der Bundesarbeitsgemeinschaft ? Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, das Kulturbüro Sachsen e.V. und Miteinander e.V. aus Sachsen-Anhalt ? haben sich mit diesem Datum und Ort bewusst für ein klares Signal des Engagements der evangelischen Kirchen gegen Rechtsextremismus entschieden. Denn am 13. Februar 2010 planen Neonazis in Dresden den größten europaweiten Aufmarsch von Rechtsextremisten.

?Zunehmend geraten kirchliche Jugendgruppen und engagierte PfarrerInnen ins Visier von Neonazis ? beispielsweise in Sachsen und Brandenburg?, sagt Dr. Christian Staffa, Geschäftsführer der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. „Kirche kann in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus nicht abseits stehen und muss hier stärker als bisher präsent sein.“

Scharf kritisiert Aktion Sühnezeichen Friedensdienste die von der Bundesregierung angekündigte Umwandlung der Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus in ein so genanntes ?Extremismusprogramm? gegen Rechts- und Linksextremismus sowie Islamismus. ?Die Gleichsetzung dieser völlig unterschiedlichen Phänomene verharmlost das Ausmaß rechtsextremer Organisationsdichte sowie rassistischer und politisch rechts motivierter Gewalttaten in Deutschland?, so Staffa. ?Eine Fortführung und ein Ausbau der erfolgreichen Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus ist dringend notwendig.?

ASF-Infoveranstaltung: Kirche und Rechtsextremismus

Wann:
14. Dezember 2009, 19:30 Uhr
Wo:
Französische Friedrichstadt-Kirchengemeinde, Untergeschoss, Georges- Casalis-Saal, Gendarmenmarkt, Berlin-Mitte.

Mit:
Friedemann Bringt, Kulturbüro Sachsen e.V.: Kirche und Rechtsextremismus am Beispiel von Europas größtem Neonaziaufmarsch in Dresden am 13. Februar 2010
Ulli Jentsch, apabiz e.V.: Rechtsextreme Jugendarbeit in Berlin – aktuelle Tendenzen und Gefahren
Bianca Klose, Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin: Was tun, wenn Kirchgemeinden direkt mit Rechtsextremismus konfrontiert sind?!

Moderation: Heike Kleffner, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
Veranstalter: Regionalgruppe Berlin-Brandenburg Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Zum Thema:

| www.asf-ev.de

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