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Böhse Onkelz

Anfang der 80er-Jahre galten die „Böhsen Onkelz“ als Pioniere des Rechtsrocks, nach ihrer Abkehr vom Neonazismus (ab etwa 1988) und Hinwendung zu Deutschrock und Heavy-Metal wurden sie zu einer der erfolgreichsten deutschen Rockgruppen.

 

In manchen Teilen der rechten Szene haben sie nach wie vor den Status einer Kultband. In den Texten der Böhsen Onkelz findet die Konstruktion angeblicher gesellschaftlicher Ausgrenzung statt, als Feindbilder dienen unter anderem Polizei und Presse. Dies geht einher mit der latenten Heroisierung von Straßengewalt, des „Sich-Wehren-Müssens“, und dem rechten Lebensgefühl (dessen identitätsstiftender Faktor stets derartige Selbststilisierungen sind) gefährlich nahe kommt.

Vom harten Kern der Neonazis eher abgelehnt, liefern die „Böhsen Onkelz“ rechtsorientierten Jugendlichen oft ein Identitätsangebot. In der Entwicklung von Jugendlichen zu Neonazis ist häufig eine Frühphase zu beobachten, in der sich diese als „Böhse-Onkelz“-Fans identifizieren. „Böhse-Onkelz“-CDs werden von einigen neonazistischen Versänden vertrieben. Wenig einflussreich ist hingegen der Fan-Kreis „Böhse Onkelz Fans gegen Rechts“. Große Popularität genießt die Band in Rockerkreisen. Ihr kommerzieller Erfolg ist vor allem auf ihr Image als „Underdogs“ und authentische Rockband zurückzuführen.

Mitte Juni 2005 gaben die „Böhsen Onkelz“ am Eurospeedway Lausitz vor mehr als 100.000 Fans ihr Abschiedskonzert.

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