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Edelweißpiraten

Edelweißpiraten, weitgehend unorganisierte Jugendgruppen, die in der Zeit des Nationalsozialismus v. a. im Rhein- und Ruhrgebiet Widerstand gegen das NS-Regime leisteten.

 

Sie setzten teilweise die Bestrebungen der bündischen Jugend (ähnlich den „Kittelbachpiraten“; ursprünglich nach einem Wasserlauf in Düsseldorf benannte Wandergruppen) fort. Neben spezieller Kleidung (v. a. Lederhose, kariertes Hemd, weißer Pullover) trugen die Jungen und Mädchen ein Edelweiß als Kennzeichen. Die meist aus Arbeiterfamilien stammenden Edelweißpiraten bekämpften besonders die Hitlerjugend, deren Militanz und reglementierte Freizeitgestaltung sie ablehnten. Sie wurden von den Behörden und nationalsozialistischen Organisationen kriminalisiert und verfolgt (Hinrichtung von sechs Edelweißpiraten am 10. 11. 1944 in Köln?Ehrenfeld ohne Gerichtsurteil).

Quelle: Meyers Lexikon online

 

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