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Hamburger Sturm

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Der „Hamburger Sturm“ war dem Personenkreis um die einflussreichen Neonazis Christian Worch und Thomas Wulff (heute NPD-Bundesvorstandsmitglied) zuzurechnen, die einst unter der 1995 verbotenen Organisation „Nationale Liste“ firmierten. Die „Nationale Liste“ war Bestandteil der illegalen Gesinnungsgemeinschaft der „Neuen Front“, einem harten Kern von Neonazis um den 1991 verstorbenen Anführer Michael Kühnen.

Die „Kameradschaft“ trat als „Hamburger Sturm“ oder „Hamburger Sturm 18“ (Chiffre für A und H = Adolf Hitler) öffentlich in Erscheinung. Verbindungen bestanden zu den „Kameradschaften“ „Pinneberg“ und „Elmshorn“. Für die Innenbehörde sah sich der „Hamburger Sturm“ in der Tradition des Nationalsozialismus und verherrlichte diesen, vertrat rassistische und ausländerfeindliche Inhalte, äußerte sich verächtlich über die demokratische Staatsform und wies eine aktiv kämpferische aggressive Haltung gegenüber der bestehenden Gesellschaftsordnung auf, die bis zur konkreten Bedrohung des politischen Gegners reichte. So war in mehreren Ausgaben des „Sturm“ eine „Anti-Antifa-Seite“ enthalten, die neben Steckbriefen von für die Neonazis missliebigen Personen und Einrichtungen indirekte Aufforderungen zur Gewalt enthielt.

Dieser Text stammt aus dem Online-Dossier zum Thema Rechtsextremismus der Bundeszentrale für politische Bildung, www.bpb.de/rechtsextremismus

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„Die Rechte“ in NRW Sammelbecken verbotener Kameradschaften

Ende August 2012 verbot das Ministerium für Inneres und Kommunales drei der aktivsten Neonazi-Kameradschaften in NRW. Doch die Neonazi-Szene brauchte nur wenig Zeit, um sich zu reorganisieren: Die Partei „Die Rechte“ hat ihnen eine neue politische Heimat geboten. Die Kameradschafts-Aktivistinnen und Aktivisten dominieren die Partei in NRW vollständig und haben sich auch Einfluss auf den Bundesvorstand gesichert.

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