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Ingrid Brodnig Wichtig ist digitale Zivilcourage, um Opfern zu helfen

Was macht aktuell unsere Debattenkultur kaputt?

 
(Quelle: Ingo Pertramer/Brandstätter Verlag)

Im Netz funktioniert Aggression ungeheuer gut: Schreihälse setzen sich oft mit ihrer Lautstärke durch und es fehlen technische und menschliche Sicherheitsmechanismen.

Was würde helfen, sie wieder zu beleben?

Wichtig ist zum einen digitale Zivilcourage – um sich zum Beispiel hinter das Opfer von Attacken zu stellen. Zum anderen braucht es eine klare rote Linie. Strafdelikte wie Bedrohung oder Volksverhetzung gehören angezeigt, dafür haben wir unsere Gesetze ja.

Was hat das Internet damit zu tun?

Im Netz ist die Enthemmung besonders groß: Zum Beispiel weil Augenkontakt fehlt, ist es leichter, grob zu sein. Hinzu kommt, dass es online Echokammern der Wut gibt, in denen sich aufgebrachte Bürger gegenseitig anheizen. Das Netz ist nicht automatisch ein Tool für eine faire, demokratische Debatte – wir können es aber dazu machen. 

 

Ingrid Brodnig ist Journalistin und Autorin. Ihr Fachgebiet ist Hass im Netz, sie veröffentlichte etwa 2016 das Buch zur Stunde: „Hass im Netz. Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können“ im Brandstätter Verlag.

 

 

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