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Müller, Tino

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In dem von Tino Müller maßgeblich geprägten „Nationalen und Sozialen Bündnisses Pommern“ (SNBP) sind mehrere rechtsextremistischen „Kameradschaften“ zusammengeschlossen. Müller ist in einer ganzen Reihe von ? auf den ersten Blick ? unpolitischen Gruppen aktiv. Mit dem „Heimatbund Pommern“ und dem „Kulturkreis Pommern“, die u.a. Volkstanzaufführungen anbieten, versuchen Neonazis völkische Ideologie zu popularisieren. Eine von Müller mitgegründete „Bürgerinitiative Schöner und Sicherer Wohnen in Ueckermünde“ sammelte 2004 Unterschriften gegen ein Asylbewerberheim, das in seiner Heimatstadt Ueckermünde geplant war. Auch mit Protesten gegen die Sozialreform Hartz IV oder die Privatisierung eines örtlichen Krankenhauses traten seine Gruppen in die Öffentlichkeit. Eine „Initiative für Volksaufklärung e.V.“ gibt rechtsextremistische Informationsblätter für die breite Bevölkerung heraus. Überregional ist er in der Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) aktiv.

Im Jahr 2005 kandidierte Müller für die NPD in Ueckermünde zur Bundestagswahl und errang in seiner direkten Nachbarschaft, dem Plattenbau-Viertel Ueckermünde-Ost, 21,8 Prozent der Stimmen. Im Dezember 2005 trat Müller dann ? wie zahlreiche Mitglieder von Neonazi-„Kameradschaften“ im Nordosten ? in die damals noch mitgliederschwache NPD in Mecklenburg-Vorpommern ein. Seit März 2006 ist er Vorsitzender des Kreisverbandes Uecker-Randow und zog im September 2006 auf Platz 2 der NPD-Liste in den Schweriner Landtag ein. Dort ist er Vize-Fraktionschef, sagte aber in einem Zeitungs-Interview: „Die kommunale Arbeit ist mir persönlich viel wichtiger“; die Arbeit im Landtag sei aber nützlich, um an Informationen und Geld zu gelangen.

Als Wahlkreismitarbeiter hat Müller den vorpommerschen Neonazi-Kader Enrico Harmisch angestellt.

Tino Müller ist Maurer, er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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