Noch während Rauch über der ausgebrannten Ruine des Londoner Greenfell Towers aufstieg und niemand so genau wusste, wieviele Menschen gestorben waren, wurde in deutschen Kommentarspalten schon nach Herzenslust gehetzt.
Es mag vielleicht seltsam klingen, aber der “Identitären Bewegung” geht es bei all ihren Provokationen in erster Linie um Bilder und erst an zweiter Stelle um die Aktion selbst. Leider viel zu oft übernehmen Medien die selbstinszenierten Bilder der “Identitären” und machen sich so unfreiwillig zum aktiven Teilnehmern in einem rechten Schmierentheater.
Seit 2015 hat die “Epoch Times” ihre Zugriffszahlen mehr als verdoppelt. Dahinter steckt Methode: Mit wohlwollenden Berichten über Pegida und kritischen über Geflüchtete hat sich die Website die “besorgten Bürger” als Zielgruppe erschlossen. Stimmt dabei immer alles und welches Publikum hat man sich dabei in die Kommentarspalten geholt?
„Importiert die EU ein neues Volk? Fünf verschwiegene Fakten zur Flüchtlingskrise“, „Facebook-User: Merkel bringt Deutschland an den Rand des Bürgerkriegs“ oder „Rothschild und die Asyl-Industrie: Das lukrative Geschäft mit den Flüchtlingen“: Nur drei Artikel, die bei „Epoch Times“ zur sogenannten „Flüchtlingskrise“ veröffentlicht wurden. 3,6 Millionen Menschen werden jeden Monat damit erreicht. Tendenz steigend. Aber wer steckt dahinter?
Zu den wohl ansteckendsten Übeln dieser Welt gehört die schlechte Laune. Sie braucht eigentlich keine Anlässe, weil es immer Dinge gibt, die einen grummeln lassen oder schlimmeres. Schauen wir uns um: Unsere Welt ist voller Ereignisse, die schlechte Laune provozieren. Terror, Feindseligkeiten, himmelschreiende Ignoranz, Rassismus und allenthalben Leid und Unglück. Wenn es mir schlecht geht und ich in eine Stimmung gerate, in der mir angesichts all dessen die Welt hoffnungslos erscheint, dann schaue ich auf einen Brief, den ich mir selbst geschrieben habe. Darin steht an erster Stelle: "Bitte, mach keine Haufen aus ungelösten Problemen. Schichte sie nicht so hoch auf, dass sie wie ein unerklimmbares Gebirge erscheinen." Nun ist es das Wesen der schlechten Laune, dass sie unbeeindruckt bleibt von solchen Tricks. Also kommt der zweite Punkt: "Schau näher hin. Viel näher. Wenn man sich schwach fühlt und die Straße kehren will, dann ist es besser vor den Füßen zu fegen, als an den Dreck der ganzen Stadt zu denken. Das kannst du machen, wenn du ungefähr weißt, wie es geht."
Von Redaktion Belltower.News
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