Weiter zum Inhalt Skip to table of contents

Breite, bundesweite Beteiligung Die Aktionswochen gegen Antisemitismus 2012

Von|
Plakat der Aktionswochen gegen Antisemitismus 2012 (Quelle: www.aktionswochen-gegen-antisemitismus.de)

265 Veranstaltungen in allen Bundesländern, 90 Städte und 110 teilnehmende Organisationen, Schulen, Jugendzentren und jüdische Gemeinden: Im zehnten Jahr ihres Bestehens zeigen die Aktionswochen gegen Antisemitismus wieder die Kreativität und das Engagement aller beteiligten Partner und sind mittlerweile die bundesweit größte Kampagne gegen Antisemitismus. Dabei begannen die Aktionswochen 2003 relativ beschaulich. Damals wurde mit 20 Partnerorganisationen gestartet. Im vergangenen Jahr gab es dann über 70 Kooperationspartner, die über 170 Veranstaltungen an vielen Ort quer durch die Republik durchführten.

Große Vielfalt an Veranstaltungen

Auch in diesem Jahr reicht das Spektrum der Veranstaltungen von Vorträgen über Workshops, Stadtrundgängen und Ausstellungen bis zu hin zu Theateraufführungen. Von dieser Vielfalt leben die Aktionswochen. Die beteiligten Initiativen erhalten dabei eine umfassende Unterstützung durch die Amadeu Antonio Stiftung, die bei der Ideenfindung, Realisierung und Durchführung der lokalen Veranstaltungen, sowie mit breiter Öffentlichkeitsarbeit hilft.

Dazu erklärte Annetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung: „An Tagen wie dem 9. November ist es wichtig das Gedenken an die Shoa wachzuhalten. Doch dabei dürfen wir nicht stehen bleiben. Antisemitismus wird in Deutschland zu häufig noch als ein nahezu überwundes Relikt der Vergangenheit betrachtet.“ Dabei sei nicht erst seit der „Beschneidungsdebatte“ festzustellen, dass Antisemitismus im öffentlichen Raum immer weniger geächtet werde. Kahane betonte: „Antisemitismus ist Alltag in Deutschland. Deshalb muss die Bekämpfung des Antisemitismus fortwährend auf der Tagesordnung stehen und nicht nur in Gedenkreden am 9. November.“

Antisemitismus im Alltag

Wie aktuell das Problem ist, zeigte sich auch an den antisemitischen Überfällen der jüngsten Zeit in Berlin sowie bei der Debatte des Antisemitismusberichts im Bundestag Mitte Oktober: Dieser Bericht wurde bereits vor über einem Jahr von einer Expertenkommission im Auftrag der Bundesregierung veröffentlicht. Erst jetzt fand das Parlament Zeit, ihn zu diskutieren. Die Ergebnisse der Studie sind erschreckend: Demnach seien 20 Prozent der Deutschen „latent antisemitisch“ eingestellt, judenfeindliche Straftaten zudem ein „kontinuierlich präsentes Alltagsphänomen“.

Umso wichtiger sind Kampagnen wie die Aktionswochen gegen Antisemitismus, die nicht nur auf historische, sondern auch zeitgenössischen Formen des Antisemitismus aufmerksam machen.

| Zum Online-Kalender mit allen Veranstaltungen, sortiert nach Bundesländern

Mehr im Internet:

| www.aktionswochen-gegen-antisemitismus.de

Weiterlesen

berlin-674518_1920-1

Antisemitismus und Rassismus Was wir alles nicht über die DDR wissen

Fast 30 Jahre nach dem Mauerfall gilt die DDR als erforscht. Aber ist sie das wirklich? Gerade über Antisemitismus und Rassismus im angeblich antifaschistischen Deutschland wissen wir bis heute nur wenig. Ein neuer Sammelband will das ändern. Ein Interview.

Von|
2017-11-24-Amadeu-Antonio-Preis-NSU-Tribunal

NSU-Tribunal mit dem Amadeu Antonio Preis ausgezeichnet

In Eberswalde wurde am 28.11.2017  der Amadeu Antonio Preis verliehen. Der Hauptpreis ging an das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“. Außerdem geehrt:  „Add…

Von|
2016-06-14-fb-flyer-alt

Internationale Wochen gegen Rassismus Unser Flyer mit Facebook gegen Nazis im Netz

Zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ (12. bis 25. März) zeigt Facebook gemeinsam mit Netz gegen Nazis, no-nazi.net und Laut gegen Nazis, was es von Nazis in seinem Netzwerk hält – nämlich nichts. Unser gemeinsamer Flyer klärt auf, was User/innen gegen Nazis auf Facebook tun können. Hier gibt es die Online-Version zum Ansehen und Weiterverbreiten!

Von|
Eine Plattform der