Weiter zum Inhalt

In Potsdam haben 80 Neonazis keine Chance gegen 2.500 Gegendemonstrant*innen

Unter dem Motto „Wir arbeiten – Brüssel kassiert“ wollte die NPD am Samstag mit 200 Teilnehmern in Potsdam demonstrieren. Mehrere Bündnisse für Demokratie und Toleranz riefen zur Gegendemonstration auf und erreichten eine vollständige Blockade der möglichen Demonstrationswege. Die NPD-Gegner*innen waren kreativ und friedlich – eine Bilderschau.

 
Nazis nach Hause schicken? Diese Potsdamer Passantin findet das spontan spitze. (Quelle: Danny Frank)

Da von den angemeldeten 200 NPD-lern ohnehin nur 82 kamen, waren die Gegendemonstrationen – wie bei NPD-Kundgebungen üblich – in der klaren Überzahl. Bis 16 Uhr harrten die Rechtsextremen unter ständigen Durchhalteparolen aus und wurden – nach der Weigerung der Polizei, die Demonstrationswege zu räumen – zurück zum Hauptbahnhof begleitet. Der Samstag in Potsdam verlief somit ohne weitere Vorkommnisse – und ohne NPD-Demonstration, berichten etwas Märkische Allgemeine und Taz. Die Stadt Potsdam will diese gelungene Aktion beim Städtetag vorstellen, um als Modellstadt aufzuzeigen, wie sich eine ganze Kommune gegen Rechtsextremismus durchsetzen kann, berichtet (pnn.de).

Hier ein paar Impressionen der Nazi-Demonstration und der Gegenproteste – Dank an den Fotografen Danny Frank!

Noch mehr Fotos gibt es unter:

http://www.flickr.com/photos/77193649@N06/sets/72157631543501849/

Belltower.News macht gemeinnützigen Journalismus, denn wir klären auf und machen das Wissen von Expert*innen zu Antisemitismus, Rassismus und
Rechtsextremismus und allen anderen Themen der Amadeu Antonio Stiftung für alle zugänglich.
Unsere Reportagen, Recherchen und Hintergründe sind immer frei verfügbar und verschwinden nie hinter einer Paywall. Dafür brauchen wir aber auch deine Hilfe.
Bitte unterstütze unseren Journalismus, du hilfst damit der digitalen Zivilgesellschaft!

Weiterlesen

schwarzach-2

Schwarzach Mit kreativen Traktoren gegen den Frankentag

Mit einem bunten Fest protestierten die Bürger*innen Schwarzachs zusammen mit den Anwohner*innen der umliegenden Gemeinden und Städte am Samstag, den…

Von
pk-titel-2

Pressekonferenz Aktionswochen gegen Antisemitismus Die Szene der Corona-Maßnahmen-Gegner radikalisiert sich – mit Antisemitismus

Während sich die Gegner*innen der Corona-Maßnahmen radikalisieren, normalisiert sich der Antisemitismus in der Gesellschaft. Ihn besonders in den Blick zu…

Von
titel_web

Jugend Rettet „Wenn Menschen ertrinken, dann schicken wir eben ein Schiff“

Am Zustand der Welt ließe sich hervorragend verzweifeln. Oder man unternimmt etwas, um sie besser zu machen. „Jugend rettet“ heißt eine Initiative junger Berliner Aktivist_innen. Sie wollen ein Rettungsschiff kaufen und im Mittelmeer die Leben von Geflüchteten retten. Wir haben mit ihnen in Berlin über die Unterstützung gesprochen, die sie erfahren – und über Anfeindungen.

Von

Schlagen Sie Wissenswertes in unserem Lexikon nach.