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Manaf Halbouni Nicht auf der Seite der Gleichdenkenden verrennen

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(Quelle: Screenshot Facebook, 28.03.2017)

Das Nicht-Aufeinander-Eingehen-Wollen. Heutzutage ist jeder der Meinung, Recht zu haben,  und das damit die Meinung der anderen überflüssig sei.

Was würde helfen, sie wieder zu beleben?

Mehr öffentliche Veranstaltungen, bei denen die verschiedensten Menschen aufeinander treffen und diskutieren.

Was hat das Internet damit zu tun?  

Die Suchmaschinen sind leider so optimiert, das sie einem sehr viel oder sogar nur noch das zeigen, was die eigene Meinung bestätigt. Im Internet muss jeder selbst auf die Suche nach den Anderen gehen. Wer dies nicht tut, verrennt sich auf den Seiten der Gleichdenkenden und ist am Ende auch nicht mehr bereit, etwas anderes zu hören oder zu tolerieren.

 

Manaf Halbouni ist Künstler. Er kommt gebürtig aus Damaskus in Syrien und lebt und arbeitet in Dresden. Bundesweit bekannt wurde er im Febraur 2017 durch seine Installation „Monument“ in Dresden (er nennt es „Intervention im öffentlichen Raum“): Drei ausrangierte Buswracks, hochkant aufgestellt am Dresdner Neumarkt, als Mahnmal für das Leid der Zivilbevölkerung im Krieg in Syrien, die hinter solchen Bus-Barrikaden Schutz sucht. Das Kunstwerk wurde vor allem aus Rechtsaußen-Kreisen massiv angefeindet, schon zur Eröffnung gab es Proteste aus dem „Pegida“-Umfeld, später hängte die neurechte „Identitäre Bewegung“ ein gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik gerichtetes Plakat an den Bussen auf. Aktuell arbeitet Halbouni an einem Projekt in Schottland.

 

 

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