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Neonazi-Sticker-Epidemie in Köln

Hunderte von rassistischen und ausländerfeindlichen Neonazi-Sticker sind im Kölner Nordwesten derzeit zu finden.

 

Fremdenfeindliche, rassistische und Nazi-Sticker haben Konjunktur. Im Köln Stadtteil Zollstock agitiert seit Jahren eine kleine, militante Neonazigruppe – sie nennt sich „Köln für deutschen Sozialismus“. Sie führte im Januar sowie im April 2017 in Köln zwei Demonstrationen durch und wurde auch im Verfassungsschutzbericht NRW eigens aufgeführt. In diesem Stadtteil, vor allem am Hönninger Weg, werden seit Jahren Hunderte von Neonaziaufklebern verklebt. Bis auf kleine Reinigungsaktionen, so vor fünf Jahren von Bezirksvertretern der Grünen und der Linken sowie in letzter Zeit von Vertreter*innen von Kein Veedel für Rassismus, wird dies offenkundig geduldet. Auch werden immer wieder gewaltsame Übergriffe dieser kleinen, als gewaltaffin geltenden Neonazi-Gruppe gegen junge Menschen aus Zollstock „intern“ beschrieben. Zu Anzeigen kommen diese bekannt gewordenen körperlichen Angriffe jedoch nicht. Das System der Einschüchterung funktioniert offenkundig gut.

Rassistische Aufkleber in Ehrenfeld, Ossendorf, Bickendorf, Mengenich und Bocklemünd

In Köln, insbesondere im „randständigen“ Kölner Westen – in den Stadtteilen westliches Ehrenfeld, Ossendorf, Bickendorf, Mengenich und Bocklemünd – werden seit Monaten Hunderte von ausländerfeindlichen und rassistischen Aufkleber verklebt. Es ist offenkundig, dass die Straftäter in diesen Stadtteilen wohnen. Einzelne Mitglieder von Kein Veedel für Rassismus Köln Nord haben diese Aufkleber immer wieder entfernt. Insbesondere nach entsprechenden rechtsradikalen und ausländerfeindlichen Demonstrationen, etwa in Kandel, hat die Flut dieser zu Hass und Rassismus aufrufenden Aufkleber immer wieder stark zugenommen. Weiterhin sind in der Kölner Innenstadt immer wieder Sprühparolen entdeckt und dokumentiert worden, die sich unmittelbar gegen die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker richten. Henriette Reker war am Vorabend der Kölner Oberbürgermeisterwahl von einem Mann mit rechtsextremer Geschichte mit einem Messer schwer verletzt worden und überlebte nur mit großem Glück. Trotz dieses schwer traumatischen Erlebnisses übernahm sie das Amt der Kölner Oberbürgermeisterin. Eine Bonner Recherchegruppe hatte wenige Stunden nach der Tat die rechtsextremen Aktivitäten des Täters dokumentiert– u.a. bei der Bonner FAP Anfang der 1990er Jahre sowie danach bei der, als FAP-Nachfolger geltenden, Gruppe „Berserker Bonn“; sein damaliger Spitzname soll „Messerstecher“ gewesen sein. Später legte die Gruppe weiteres dokumentierendes Material vor.

Wir zeigen nachfolgend einen kleinen Teil dieser Aufkleber, die von Mitgliedern von Kein Veedel für Rassismus dokumentiert worden sind.

Die dokumentierten Aufkleber befinden sich in den Straßen:

LongericherstraßeVenloerstraßeWeißdornwegKolkrabenwegBickendorf, Am RosengartenWolfsohnstraßeHaltestelle KVB Linie 3 und 4, BocklemündVogelsangSchiefersburgerwegGeldernstraße, S-BahnhofBahnsteig, Bahnhof EhrenfeldSchulstraße, Pesch

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