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Die angeblich gefälschte Hoßbach-Niederschrift

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Von Armin Pfahl-Traughber

Revisionisten behaupten:
„Die Aufzeichnungen des Obersten Hoßbach über Hitlers Äußerungen zur Kriegsbereitschaft vom November 1937 sind eine Fälschung. Ein entsprechendes Dokument lag denn auch bei den Nürnberger Prozessen auch nur als Abschrift vor.“

Historische Wahrheit:

Bei der Hoßbach-Niederschrift handelt es sich um Aufzeichnungen des Oberst Friedrich Hoßbach, die er über eine am 5. November 1937 von Hitler durchgeführte Konferenz mit hochrangigen Militärs erstellte. Danach erklärte Hitler, die „Raumnot“ des deutschen Volkes müsse in nächster Zeit auch durch den Krieg als Mittel einschließende expansive Schritte überwunden werden. Eine Annexion Österreichs und der Tschechoslowaki plane er bei einer außenpolitisch günstigen Lage schon für das Jahr 1938. Hoßbach erstellte seine Niederschrift nicht offiziell, von daher stellte sie auch kein Protokoll der Konferenz dar. Gegen die inhaltliche Richtigkeit der Ausführungen erhoben später im Nürnberger Prozess Beteiligte wie Göring und zwei weitere seinerzeit Anwesende gleichwohl keine Einwände.

Eine 1943 von einem Oberst Graf Kirchbach erstellte Abschrift verschwand nach 1945 zunächst spurlos, was den Fälschungsvorwürfen der Revisionisten Nahrung gab. 1989 fand man diese Abschrift aber in bislang nicht zugänglichen britischen Akten. Ihr Inhalt stimmte genau mit der während des Nürnberger Prozesses verwendeten Kopie überein, so dass damit auch jeglicher Verdacht einer Fälschung entkräftet werden konnte. Im Übrigen belegten auch nach der erwähnten Konferenz entstandene Dokumente die Richtigkeit des Inhaltes der Hoßbach-Niederschrift. So wurde etwa im Hitler noch im Dezember 1937 vorgelegten „1. Nachtrag zur Weisung für die einheitliche Kriegsvorbereitung der Wehrmacht vom 24.6.1937“ direkt von einem geplanten Angriffskrieg gegen die Tschechoslowakei gesprochen.

Dieser Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von extremismus.com

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