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Fremdenfeindlichkeit? Nein, Rassismus

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Vergleiche: 

Ausländerfeindlichkeit ist ein Begriff, der ausdrücken soll, dass Menschen sich feindlich gegenüber anderen Menschen verhalten, weil sie sie als aus dem Ausland kommend wahrnehmen. Er ist besonders unpräzise, denn Ausländerfeindlichkeit trifft in den sehr vielen Fällen keine Ausländer, sondern Deutsche mit Migrationshintergrund. Ausländerfeindlichkeit trifft auch eher schwarze Flüchtlinge als dänische Tourist_innen. Um das „Ausländer“-Sein geht es also kein bisschen. Der korrekte Begriff für Gewalt gegen Menschen, die sie aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes, ihrer Haut- oder Haarfarbe abgewertet, angefeindet oder angegriffen werden, heißt Rassismus. Werden sie abgewertet, weil sie als einer „anderen Kultur“ zugehörig betrachtet werden, spricht man von Kulturrassismus.

Wer stattdessen ausdrücken möchten, dass Menschen finden: „Wir waren zuerst hier und sollten mehr Rechte haben als die, die erst später hierher gezogen / eingewandert sind“ – das nennt man Etabliertenvorrechte. Auf Etabliertenvorrechte zu pochen ist ebenfalls abwertend und gegen die Gleichwertigkeit von Menschen gerichtet, aber unabhängig vom physiognomischen Erscheinungsbild eines Menschen. 

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Schreiben Sie so über Afrika! Eine Anleitung

Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika steht vor der Tür – Zeit, das eine oder andere Klischee der Afrika-Berichterstattung über Bord zu werfen! Welche Stereotype da in Frage kommen, zeigt der kenianische Schriftsteller Binyavanga Wainaina eindrucksvoll in seinem bösen Essay „Schreiben Sie so über Afrika“.

Von Binyavanga Wainaina

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