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Gemeinschaft deutscher Frauen (GDF)

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Homepage-Screenshot der rechtsextremen Frauenvereinigung GDF (Quelle: Screenshot)

Als Symbol verwendet die GDF das „Dreierschild“, eine Abwandlung der in der rechtsextremen Szene häufig verwendeten Triskele – dem sogenannten „Dreifuß“, der für ein „gesetzmäßiges Leben in Recht und Ordnung“ stehen soll.

Die GDF ist in sechs regionale Gruppen – Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-Brandenburg, Mitteldeutschland, Niedersachsen & NRW sowie Norddeutschland – unterteilt. Nach eigenen Angaben hat die GDF einen „Weiterbildungscharakter“, dem sie sich mit Veranstaltungen und Diskussionen im Bereich Familie, Brauchtum, Gesundheit, Natur und Kultur widmet. Regionale und überregionale Treffen finden regelmäßig statt. Dabei liegt der Fokus auf der Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls der Frauen im Alter von 18 bis 45 Jahren, die – laut Einführungstext der Homepage – „die Liebe zum Vaterland“ verbindet. Durch „Weiterbildungen“ historisch-politischer Art soll überdies das national(istisch)e Identitäts- und Gemeinschaftsgefühl gefördert werden. Eine Auskunft über die genaue Anzahl der Mitglieder erteilt die GDF nicht.

Die GDF distanziert sich auf ihrem Internetauftritt zwar von dem stereotypen Bild der deutschen Ehe- und Hausfrau, versucht aber gleichzeitig, durch Projekte mit und von jungen Familien die Institution Ehe und den Stellenwert der Familie zu stärken. Auf ihrer Internetseite empfiehlt die GDF ein Buch der als homophob und anti-feministisch kritisierten Publizistin Gabriele Kuby.

Trotz vieler thematischer Überschneidungen mit der NPD-Organisation „Ring nationaler Frauen“ (RNF) wirbt die GDF mit Unabhängigkeit von Parteien. Im Gegensatz zum RNF, der gezielt Frauen zum Parteieintritt in die NPD animieren möchte, versteht sich die GDF als Organisation, die „Raum für Austausch unter gleichgesinnten Frauen“ bietet.

Zu prominenten Mitgliedern der Berliner GDF gehören Michaela Zanker und Stella Hähnel, die auch in anderen Organisationen und Initiativen der rechtsextremen Szene, beispielsweise dem RNF aktiv sind.

Die Gefahr besteht in dem vermeintlich harmlos-völkischen Auftritt der GDF, die durch Kontakte zur mittlerweile verbotenen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) und anderen nationalsozialistischen Vereinen eine Inkorporation der rechten Ideologie in alle Bereiche des Alltags erreichen, oder zumindest erleichtern kann.

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MV Die NPD – eine demokratische Partei und wählbar?

Im Rathaus von Ludwigslust trafen sich am Mittwoch interessierte Bürger*innen und Gäste aus der Kommunal- und Lokalpolitik, um über den Wahlkampf der NPD und mögliche Gegenstrategien zu diskutieren. Eingeladen hatte das Projekt „Lola für Lulu“ zum politischen Salon mit dem Titel „Die NPD – eine demokratische Partei und wählbar?“ Dabei ging es vor allem um die Rolle von Frauen in der Nazi-Partei und die Instrumentalisierung der Flüchtlingsdebatte von ganz rechts außen. Vor dem Rathaus übten sich NPD-Kader derweil in Drohgebärden.

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