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Rechtsextreme Musik A3stus

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A3stus zeigen ihre Hassmusik auf YouTube.

Killat kooperierte ab 2010 zunächst mit der Rapperin Dee Ex (Mia Herm), bevor er sich 2014 mit Kameradschaftsaktivst R.a.W. zusammentat. Sie mischen Sprechgesang mit Musik im Liedermacherstil mit Akustikgitarre. Die Texte sind rassistisch und nationalistisch sowie offen antisemitisch. Parteipolitisch steht „A3stus“ der NPD nahe.

Ein erster Szene-Erfolg des Rapduos war 2014 ein Musikvideo, dass die Rechtsextremen vor einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Hellersdorf drehten. Der rassistische Song enthielt unter anderem die Textzeile „Wir gehen auf die Straße, um dieses System zu stürzen. Für unser deutsches Land ziehen wir heute in den Kampf.“ Fortan trat das Duo im Umfeld von NPD-Veranstaltungen, auf Demonstrationen von Pegida-Ablegern sowie bei der Demonstration der „Hooligans gegen Salafisten“ in Köln und bei Demos gegen geplante Flüchtlingswohnheime auf.

Gelegentlich tritt „A3stus“ mit Schlagzeuger „Evil Goat“ als Trio auf.

Wegen des Liedes „Gegen die Pest“ kam es 2015 zu Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung. In diesem Lied ruft die Band zu Hass und Gewalt gegen Juden auf: „Die Weisen von Zion haben sich durchgesetzt. Wir müssen zusammenhalten gegen die Pest.“

Das bisher einzige Album der Gruppe wurde am 12. August 2015 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert. Songs heißen u.a. „Stell mich Anti-Fant“, „Sie schimpfen Dich Nazi“ oder „Heimat in Ketten“.

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“There is no secret handshake” Rap gegen Verschwörungsmythen

Dass im Deutschrap frauenverachtende Texte weit verbreitet sind, wissen wir nicht erst seitdem nicht zu beneidende Spiegel-Redakteure sich 30.000 Liedtexte angeschaut haben. Überhaupt scheint Deutschrap eher selten progressiven politischen Einstellungen anzuhängen. Die Skandale der letzten Monate um Protagonisten der Szene, die Verschwörungsmythen rund um Covid-19 verbreiteten, zeigten das überdeutlich. Trotzdem ist das nur die halbe Wahrheit. Es gibt auch Protagonist*innen, die sich seit Jahren gegen Verschwörungsmythen positionieren und für progressive Politiken einstehen.

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