Weiter zum Inhalt

Rechtsextreme Musik Agitator

„Agitator“ ist eine deutsche Rechtsrock-Band aus Göttingen. Sie wurde 2004 gegründet, verherrlicht in ihren Texten die NS-Ideologie und hat im Fußball-Hooligan-Umfeld viele Fans.

 
Ausschnitt aus einem Albumcover von "Agitator" (Quelle: Screenshot)

„Agitator“ war mit dem Lied „Fußballrandale“ auf dem anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2006 produzierten Tonträger „Zu Gast bei uns – Der Fußballsampler“ vertreten, der Hooligans udn Gewalt verherrlicht. Die Band tritt auch immer wieder bei rechtsextremen Veranstaltungen auf, u. a. beim Landesparteitag der Thüringer NPD im Jahr 2005 und dem Deutsche-Stimme-Pressefest der NPD im Jahr 2006 mit ca. 7.000 Besuchern.

Das Bandmitglied Tino Sch. hatte sich im Februar 2009 den Namen „Hardcore“ beim Patentamt als Wortmarke gesichert, was in der linken Szene für erheblich Aufruhr sorgte. Sch. ist auch Gründungsmitglied der Neonazi-Band „Hauptkampflinie“ (HKL) und Inhaber des Neonaziversands „Der Versand“. Sch. spielte zusammen mit Hannes Ostendorf, einem Gründungsmitglied der Szenengröße „Kategorie C“, in dem Bandprojekt „Kategorie C – Hungrige Wölfe“. Gitarrist und Sänger Oliver K. tritt bei „Balladenabenden“ und Kundgebungen auch solo auf.

Textauszug: „Ich bin mit Leib und Seele Nazi und ich weiß mit Sicherheit: für mich kann’s nix Schöneres geben, ich bleib Nazis für alle Zeit.(…) Da der gute alte Wiesenthal uns leider nicht mehr jagt – und der Pole beim polonisieren ständig gnadenlos versagt – komm ich fast um vor Lachen! Ich find das völlig Geil! – Dann tanze ich durch meine Bude, heb den Arm und schrei Juchhu!

Belltower.News macht gemeinnützigen Journalismus, denn wir klären auf und machen das Wissen von Expert*innen zu Antisemitismus, Rassismus und
Rechtsextremismus und allen anderen Themen der Amadeu Antonio Stiftung für alle zugänglich.
Unsere Reportagen, Recherchen und Hintergründe sind immer frei verfügbar und verschwinden nie hinter einer Paywall. Dafür brauchen wir aber auch deine Hilfe.
Bitte unterstütze unseren Journalismus, du hilfst damit der digitalen Zivilgesellschaft!

Weiterlesen

2015-04-20-17

Neofolk

Musikalisch: Im Allgemeinen ruhige, sonore und melancholisch aufgebaute Musik, in der häufig Marschrhythmen anklingen.

Neofolk (frei übersetzt: Neue Volksmusik) entwickelte sich Anfang der 80er-Jahre aus der Dark-Wave/Gothic-Musikszene heraus. Obwohl mit „Death In June“ aus England eine eindeutig extrem rechte Band zu den Begründern des Neofolk zählt, kann die Szene in ihrer Gesamtheit nicht dem rechten Spektrum zugeordnet werden.

Von
20130514_finowfurt_a

Großevent der ostdeutschen Neonaziszene? Nazi-Konzert in Finowfurt

Am 18. Mai sollen über 1.000 Neonazis auf dem Gelände des Landesvorsitzenden der Partei „Die Rechte“ im brandenburgischen Landkreis Barnim…

Von
ü 2018-04-20 Ostritz Rechtsrock Kira (339) rechtsrock

Rechtsextremer Lifestyle Die wichtigsten Läden, Label und Versände des Rechtsrock in der BRD

Geschäftstüchtige Neonazis verdienen jedes Jahr Millionenbeträge durch den Verkauf von rechtsextremer Musik, Kleidung und Propaganda-Material. Nazi-Läden dienen der örtlichen Szene…

Von

Schlagen Sie Wissenswertes in unserem Lexikon nach.