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Social Media Tipps 3 Tipps, die helfen, ein erfolgreiches demokratisches Narrativ zu entwickeln

"Selbst ein Horst kann Menschenlichkeit nicht schmelzen lassen": Klare Botschaft für Menschlichkeit und die Aufnahme Geflüchteter in Europa: Ben & Jerry's zeigt, wie es geht. (Quelle: Ben & Jerry's )

 

Wie finde ich ein Narrativ?

Narrative sind Erzählformen unserer Gesellschaft. Sie finden permanent in Gesprächen, Texten und Gedanken statt. Wir bauen unsere Emotionen und Wertegefüge auf ihnen und darum sind sie so mächtig. Recherchiere über dein Thema welche unterschiedlichen Erzählpositionen in wissenschaftlichen Artikeln, Zeitungen, Blogs und Kommentarspalten eingenommen werden, vergleiche Sie und denke sie weiter, achte darauf welche Begriffe mit welchen Erzählungen zusammenpassen. Manchmal macht ein kleiner begrifflicher Unterschied eine große Deutungsänderung aus.

Nicht auf oppositionelle Akteur*innen fokussieren

Hast du dich für eine Darstellungsweise deines Themas entschieden, solltest du vermeiden deine Argumente durch wörtliche Abgrenzung zu der oppositionellen Meinung zu definieren. Zeige lieber die humanistischen Grundwerte auf und wie sie auf dein Narrativ einzahlen und somit Werte, die alle Menschen teilen. Achte darauf möglichst positive Botschaften und Beispiele zu geben. Das regt an zu Zivilcourage und ermöglicht Identifikation und Aktion, statt sie mit einem Problem zu verknüpfen. Biete neue Denkmuster an und nicht Meinungen!

Beweise und Lösungsansätze aufzeigen

Wenn du im deutschsprachigen Raum mit einem positiven Narrativ Menschen zum Denken und Handeln auffordern willst, solltest du dir vorher Gedanken machen, wie du Beweise und Lösungsmöglichkeiten anführst. Beweise können beispielsweise Bilder und Grafiken sein allerdings sollte das erste Bild, mit dem deine Idee identifiziert wird Aufmerksamkeit auf sich ziehen und motivieren sich tiefergehend damit zu beschäftigen. Jede gute Erzählung führt zu einer potenziellen Möglichkeit für eine Lösung.

Volker von Witzleben

Volker von Witzleben darf sich seit über zwei Jahren als Ben & Jerry’s Social Mission Aktivist in Deutschland für Themen der Geflüchtetenrechte und -fürsprache, Geschlechtergleichstellung und Klimagerechtigkeit einsetzen. Er betreut in dem Zusammenhang digitale Kampagnen, veranstaltet Events und unterstützt NPOs mit Know-How und Eiscreme. Er hat Kulturwisschenaften in Hamburg studiert und macht derzeit seinen Master in Nonprofit Management.

 

Das Interview ist Teil des Onlineratgebers: Social Media-Tipps für die Zivilgesellschaft

des Projektes „Civic.net – Aktiv gegen Hass im Netz“ der Amadeu Antonio Stiftung. Den gesamten Ratgeber finden Sie hier:

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