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Die Protokolle der Weisen von Zion

Die Protokolle sind ein Standardwerk für Rechtsextreme: Sie beschreiben die angebliche jüdische Weltherrschaft. Dabei sind sie eine plumpe Fälschung.

 

Revisionisten behaupten:
„Die ‚Protokolle der Weisen von Zion‘ sind das Kronzeugendokument einer jüdischen Weltverschwörung und belegen die Absichten und Pläne zur Verderbung der nicht-jüdischen Völker und zur Errichtung einer eigenen Herrschaft über sie.“

Historische Wahrheit:
Bei den „Protokollen der Weisen von Zion“, die auch als „Die Geheimnisse der Weisen von Zion“ oder „Zionistischen Protokolle“ bezeichnet werden, handelt es sich um eine Fälschung. Den Text erstellten gegen Ende des 19. Jahrhunderts Auslandsagenten des damaligen zaristischen Geheimdienstes „Ochrana“, indem sie aus einer älteren französischen Streitschrift aus dem Jahre 1864 wesentliche Teile zu den „Protokollen“ zusammenstellten. In dem Ursprungstext, Maurice Jolys Buch „Dialogue aux enfers entre Machiavel et Montesquieu“, findet sich ein fiktives Streitgespräch der Philosophen Machiavelli und Montesquieu in der Unterwelt. Aus den dort dem machtpolitisch denkenden Theoretiker Machiavelli zugeschriebenen Aussagen konstruierten die Fälscher unter Ergänzung um andere Aussagen eben jenes angebliche Kronzeugendokument einer jüdischen Weltverschwörung. Dass es sich dabei um ein Plagiat handelte, offenbarte bereits die britische Zeitung „Times“ im Jahr 1921. Trotz des Wissens darum wirkten die „Protokolle“ bis in die Gegenwart hinein als die wohl weltweit am weitesten verbreitete antisemitische Hetzschrift.

Dieser Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Extremismus.com

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| Text aus Meyers Lexikon

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