Skip to content

Knape, Andy

Andy Knape (Jhg. 1986) führt die Berufsbezeichnung Ökonom für Personalmanagement. Zurzeit ist er Landesvorsitzender der Jungen Nationaldemokraten (JN) in Sachsen-Anhalt und seit 2010 auch stellvertretender Bundesvorsitzender der JN. Bei der Bundestagswahl 2009 und der Landtagswahl 2011 in Sachsen-Anhalt kandidierte er erfolglos für die NPD. Auf dem Bundesparteitag der NPD im November 2011 in Neuruppin wurde Knape zum Beisitzer des Vorstandes als Unterstützer Holger Apfels gewählt.

 

Andy Knape steht innerhalb der JN und NPD für eine Modernisierung der Organisationen und deren Vernetzung mit parteilosen Rechtsextremisten, etwa den ?Freien Kameradschaften?. Dazu tritt er auf Veranstaltungen und in Mobilisierungsvideos der rechten Szene als Redner für die JN auf, wie etwa in den Videos zu den „Trauermärschen“ vom 16. Januar 2010 in Magdeburg und vom 6. August 2011 in Bad Nenndorf. Auf dem Bad Nenndorfer „Trauermarsch“ vom 14. August 2010 wurde Knapes Rede von der Polizei wegen mutmaßlicher Glorifizierung der Waffen-SS abgebrochen.

Auf Veranstaltungen engagiert er sich auch als offizieller Ordner. In dieser Funktion tritt er auf der Demonstration am 1. Mai 2010 in Berlin hervor. Hier scheint sein besonderer Arbeitsschwerpunkt innerhalb von JN und NPD zu liegen. In einem Interview gegenüber der Webseite der JN warb Knape im Oktober 2011 für seine Idee des Aufbaus eines modernen „Sicherheitsdienstes“, den er mit dem offiziellen „Ordnungsdienst“ (OD) der Partei identisch setzt. Die Bezeichnung „Sicherheitsdienst“ (SD) trug ab 1931 der Geheimdienst der NSDAP, der 1939 der SS unterstellt wurde. Vor diesem Hintergrund müssen auch die Aussagen Knapes gewertet werden, wenn er als herausragendes Element des „Sicherheitsdienstes“ neben einer kostengünstigen Ausbildung von Ordnern auch den „verschworenen Mannschaftsgeist“ benennt.

Nebenbei bedient er sich jedoch auch anderer Formen von „Öffentlichkeitsarbeit“. So gab er sich am 26. Februar 2011 während eines Konzerts des DJ-Teams „Tiefschwarz“ in der „FestungMark“ in Magdeburg als Türsteher aus und verweigerte alternativ aussehenden Jugendlichen den Zutritt. Der Veranstalter erstattete Strafanzeige gegen Knape.

Innerhalb der NPD zählt Andy Knape zum engeren Kreis des Parteivorsitzenden Holger Apfel. Er unterstützt dessen Bemühungen mittels einer modernen Außendarstellung einen größeren Zuspruch der Partei in der Bevölkerung zu erzeugen.

Knape tritt für ein selbständiges Agieren der JN gegenüber der NPD ein. So stellt er im Vorfeld des Neuruppiner Bundesparteitages die Forderung nach einer Ausweitung der Finanzierung der JN, um sich gegenüber anderen Parteien bei Jugendlichen durchsetzen zu können.

Belltower.News macht gemeinnützigen Journalismus, denn wir klären auf und machen das Wissen von Expert*innen zu Antisemitismus, Rassismus und
Rechtsextremismus und allen anderen Themen der Amadeu Antonio Stiftung für alle zugänglich.
Unsere Reportagen, Recherchen und Hintergründe sind immer frei verfügbar und verschwinden nie hinter einer Paywall. Dafür brauchen wir aber auch deine Hilfe.
Bitte unterstütze unseren Journalismus, du hilfst damit der digitalen Zivilgesellschaft!

Read more

20131011_goeppingen_a

„Ein starkes Zeichen setzen“ Zum Naziaufmarsch in Göppingen

Am Samstag soll in Göppingen ein großer Naziaufmarsch stattfinden – gegen den sich breiter Protest regt. Organisiert wird dieser vom Verein „Kreis Göppingen nazifrei“. Dessen Vorsitzender Alex Maier wurde im Vorfeld der Demo Ziel einer anonymen Morddrohung. Doch Maier lässt sich nicht einschüchtern, sondern spricht im Interview mit „netz-gegen-nazis.de“ über seine Erwartungen für das Wochenende.

Von
12273 IMG_6889 National statt global

“National statt global“ – Rechtsextreme Kapitalismuskritik bei den G20-Protesten

Zu den “NO – G20”-Protesten werden unzählige internationale Demonstrant_innen, Protestaktionen und Aktivist_innen erwartet. Scheinbar wollen auch Rechtsextreme die Proteste für…

Von
2020-11-12 14_56_25-(12) Facebook

Parteiwechsel in Berlin Von AfD zu NPD – Wer ist Kay Nerstheimer?

Kay Nerstheimer aus dem Berliner Abgeordnetenhaus war bis Januar 2020 in der AfD. Jetzt ist er zur NPD gewechselt. Damit hat die rechtsextreme Partei wieder einen Sitz auf Länderebene.

Von

Schlagen Sie Wissenswertes in unserem Lexikon nach.