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Chronik Gewalt und Bedrohung durch Neonazis, Rassist_innen, Antisemit_innen – Juli 2015

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Chronik rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalt im Juli 2015. (Quelle: Wordle.net)

Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Fehlende Vorfälle bitte per Mail an netz@amadeu-antonio-stiftung.de.

31.07.2015, Freital (Sachsen)

Flaschenwurf und Hitlergrüße

Am Rande der antirassistischen Demonstration „We didn´t start the fire – Wider dem rassistischen Mob“ in Freital zeigten zwei Männer den Hitlergruß. Außerdem wurde eine Flasche in Richtung der Demo geworfen. Verletzt wurde niemand.RAA Sachsen

31.07.2015, Berlin-Friedrichshain

„Vaterland“ von Günther Schäfer: Künstler entfernt antisemitische Schmierereien an der East Side Gallery in Berlin

Das Bild „Vaterland“ an der Berliner East Side Gallery ist mit antisemitischen Parolen beschmiert worden. Der Maler Günther Schäfer muss zum 51. Mal Schmierereien auf seinem Bild entfernen. „Vaterland“, das die schwarz-rot-goldene Deutschlandfahne mit einem blauem Davidstern zeigt, ist seit Freitag so verhüllt. Nachdem dort antisemitische Parolen entdeckt wurden, veranlasste die Polizei deren sofortige Abdeckung. Der Staatsschutz ermittelt, heißt es. Günther Schäfer, der Maler des Mauerbildes „Vaterland“, ist am Sonntag schon zum zweiten Mal zu seinem Bild gekommen. Ganz schnell solle er die Schmierereien übermalen, habe ihm die Polizei am Freitagabend bedeutet.  „Free Palestine“, geschrieben mit schwarzem Edding, prangt in dem blauen Davidstern. Ein weiterer Schriftzug rechts und links des Sterns ist verblasst, man kann ihn kaum entziffern. Günther Schäfer greift zum Pinsel und übermalt beide Parolen. In fünf Minuten ist alles erledigt. Es ist das 51. Mal in 25 Jahren, dass er sein Bild restauriert. Günther Schäfer hat von seinem Bild schon Hakenkreuze entfernt, auch Sieg-Heil-Schriftzüge und Pro-Hisbollah-Schmierereien. Bei der Arbeit wurde er tätlich angegriffen, bespuckt und als „Juden-Sau“ beschimpft, einmal erhielt er sogar Morddrohungen. Eine Anzeige erstattet hat er nur ein einziges Mal, als er einen Mann beim Beschmieren erwischte. „Es gab aber kein Verfahren“, sagt der Maler. Berliner Zeitung

31.07.2015, Loiz (MV)

Loitz: Rassistische Hetzparolen an Wände gesprüht

In der Nacht zum Sonnabend sprühten unbekannte Täter mit schwarzer Farbe an eine Bushaltestelle und einen Stromverteilerkasten, an Hauswände und einen Werbeaufsteller in Loitz rassistische Parolen. Unter anderem in der Goethestraße, Greifswalder Straße und Am Postberg wurden diverse Sprüche insbesondere gegen Asylbewerber entdeckt. Die Kriminalpolizei ermittelt.Nordkurier

30.07.2015,  Sebnitz (Sachsen)

Hakenkreuz im Gästebuch einer Kirche

Eine Frau hatte in der evangelischen Kirche in Sebnitz zwei Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren bemerkt, die etwas ins Gästebuch der Einrichtung schrieben. Als sie anschließend nachschaute, stellte sie fest, dass die beiden unter anderem ein Hakenkreuz in das Buch geschmiert hatten. Die 58-Jährige informierte die Polizei.RAA Sachsen

30.07.2015, Lunzenau (Sachsen)

Lunzenau: Nach Wasser- ein Brandanschlag auf die künftige Flüchtlingsunterkunft

Auf eine geplante Asylunterkunft im sächsischen Lunzenau bei Chemnitz ist in der Nacht zum Freitag ein schwerer Brandanschlag verübt worden. Unbekannte warfen drei Molotow-Cocktails in Richtung des Mehrfamilienhauses, dabei setzten sie eine Hecke in Flammen, wie das für Extremismus zuständige Operative Abwehrzentrum Sachsen mitteilte. Es war bereits der zweite Angriff auf das noch unbewohnte Gebäude innerhalb weniger Tage. In der Nacht zum Mittwoch war es durch Unbekannte unter Wasser gesetzt worden. Wie die Polizei mitteilte, brannte die Hecke so stark, dass durch die enorme Hitze sechs Fensterscheiben rissen. Medienberichten zufolge sollten in dem Haus ab September rund 50 Flüchtlinge wohnen. Derzeit befindet sich das Gebäude im Umbau.Migazin

30.07.2015, Berlin-Marzahn

Bedrohung vor Asylbewerberheim in Marzahn

Eine Gruppe von Neonazis blockierte den Eingang der Asylunterkunft am Blumberger Damm. An der nicht angemeldeten Versammlung nahm unter anderem der Organisator der rassistischen „Montagsdemos“ gegen das Heim teil. Die Gruppe konnte unter den Augen der Polizei für 30 Minuten unbehelligt eine Bedrohungsatmosphäre für die Geflüchteten im Heim schaffen, die in dieser Zeit das Heim nur durch einen Hinterausgang verlassen konnten.Quelle: Berliner Register

30.07.2015, Balingen (Baden-Württemberg)

Geplanter Brandanschlag auf Asylbewerberheim? Brennbare Flüssigkeit verschüttet

Haben Unbekannte versucht, in der Nacht auf Donnerstag in der Asylbewerberunterkunft in der Balinger Beckstraße Feuer zu legen? Fakt ist, dass im Flur eine große Pfütze einer brennbaren Flüssigkeit entdeckt worden ist. Die Kripo ermittelt. Donnerstag gegen 7 Uhr: Der Hausmeister der Asylbewerberunterkunft in der Beckstraße entdeckt im hinteren Bereich des Flurs, zum Keller hin, eine große Pfütze, die nach Benzin riecht. Er informiert das Landratsamt, die Polizei wird eingeschaltet, Feuerwehr und DRK rücken aus. Die derzeit etwa 50 Bewohner – Asylbewerber aus verschiedenen Herkunftsländern, zum Teil auch Familien mit kleinen Kindern – müssen vorübergehend das Gebäude verlassen, werden vom Roten Kreuz betreut, und die Feuerwehr beseitigt die brennbare Flüssigkeit. Nach Sachlage könne der Verdacht einer versuchten schweren Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft.Schwarzwälder BoteZAK.de

30.07.2015, Berlin-Köpenick

Frau in Berlin-Köpenick rassistisch beleidigt

Am Donnerstagabend hat eine Passantin in Köpenick eine rassistische Beleidigung angezeigt. Nach ihren Angaben war sie gegen 20.30 Uhr an der Hoernlestraße unterwegs, als sie von einer Anwohnerin vom Fenster aus aufgrund ihrer Hautfarbe beleidigt worden sein soll. Die hinzugerufenen Polizeibeamten stellten die Identität der Tatverdächtigen fest und entließen die 69-Jährige nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen. Das sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen.Berliner Morgenpost

29.07.2015, Dresden (Sachsen)

Nazis versuchen, vor Flüchtlingslager zu demonstrieren

Am Abend versuchten ca. 50 Nazis eine Spontandemonstration vor dem Eingang der Dresdner „Zeltstadt“ durchführen. Als die Polizei die Demonstration unmittelbar vor dem Eingang untersagte und einen Alternativplatz in einiger Entfernung zuwies, verzichteten sie auf die Demonstration. Gleichzeitig wurde aus der Gruppierung  heraus ein Böller gezündet. Die Polizei stellte daraufhin die Identität von ca. 40 Personen fest und sprach einer Person einen Platzverweis aus. Außerdem stellten sie Sturmhauben und mit Quarzsand gefüllte Handschuhe bei einzelnen Personen sicher.RAA Sachsen

29.07.2015, Dresden (Sachsen)

Übelriechende Flüssigkeit in Asylbewerberheim verteilt – Flüchtlinge ziehen trotzdem ein

Wenige Stunden vor dem Bezug eines Asylbewerberheims in Dresden ist in einem Raum erneut eine übelriechende Flüssigkeit verspritzt worden. Ein Polizeisprecher sagte, wegen des Gestanks sei am Mittwochmorgen die Feuerwehr in dem Gebäude im Stadtteil Stetzsch im Einsatz gewesen. Nach Medienberichten soll es sich um Buttersäure handeln. Die Behörden bestätigten dies nicht und verwiesen auf die Ermittlungen durch das auf Extremismus spezialisierte Operative Abwehrzentrum (OAZ) in Leipzig. Ungeachtet dessen werden bis zum Abend 30 Flüchtlinge unter anderem aus Syrien, Afghanistan und Pakistan einziehen, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung sagte. Am Sonntag waren sechs Fensterscheiben an der Hofseite des Gebäudes zu Bruch gegangen, nachdem Steine aus einer Gruppe von etwa 30 Menschen heraus geworfen worden waren. Am Tag zuvor war schon einmal eine übelriechende Flüssigkeit in dem Gebäude verteilt worden.Rheinische PostDie Welt

29.07.2015, Erding / Puchheim (Bayern)

Münchner Umland: Nazi-Parolen gegen Asylbewerber

Ein Hakenkreuz und der Schriftzug „Hitler“: In Erding und in Puchheim wurden Flüchtlingsunterkünfte mit rechten Parolen beschmiert. Eine besorgte Bürgerinitiative ist inzwischen besänftigt. Im Münchner Umland mehren sich die Fälle von Schmierereien, die offenbar von Neonazis gegen Asylbewerber angebracht wurden. So wurde eine Flüchtlingsunterkunft in Erding mit einem Hakenkreuz und dem Schriftzug „Hitler“ beschmiert. In Puchheim (Landkreis Fürstenfeldbruck) sprühten Unbekannte Parolen gegen Asylbewerber auf Gehwege und Mauern und verwiesen auf die Neonazi-Partei „Dritter Weg“, die seit einiger Zeit im Großraum München sehr aktiv ist.Süddeutsche ZeitungMünchenTVa.i.d.a.-Archiv

28.07.2015, Dresden (Sachsen)

15 Flüchtlingsunterstützer_innen angegriffen

Auch am Dienstag kam es vor der Dresdner Flüchtlings-Zeltstadt erneut zu Auseinandersetzungen. So habe eine Gruppe von 20 Personen des rechten Spektrums nach Polizeiangaben etwa 15 Flüchtlingsunterstützer an gegriffen. In der Folge erlitt ein 25-jähriger eine Kopfplatzwunde. Die Angreifer seien geflüchtet. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs. NDmdr

28.07.2015, Lunzenau (Sachsen)

Angriff auf geplantes Asylbewerberheim

Angriff in der Nacht zum Mittwoch auf ein geplantes Asylbewerberheim in Lunzenau bei Chemnitz: Unbekannte verschafften sich Zutritt zu einem Mehrfamilienhaus, setzten den Keller komplett unter Wasser. Das Operative Abwehrzentrum hat die Ermittlungen übernommen. Das Mehrfamilienhaus in der Schillerstraße in Lunzenau soll zu Unterkunft für Asylbewerber umgebaut werden. Doch das wollten Unbekannte anscheinend mit aller Macht verhindern. Waren hier Rechte am Werk? Das Opartive Abwehrzentrum in Leipzig ermittelt zumindest in diese Richtung.Mopo24In allen Etagen seien Wasserhähne aufgedreht worden. Zum Teil seien die Armaturen auch abgebaut worden. Das Abwehrzentrum hat den Angaben zufolge die Ermittlungen übernommen. Zur Schadenshöhe liegen noch keine Angaben vor. Bürgermeister Ronny Hofmann (CDU) war am Mittwochmorgen vor Ort. MDR 1 RADIO SACHSEN sagte er: „Ich bin erschüttert über die Art und Weise, wie hier fremdes Eigentum zerstört wurde.“ Das sei nicht der Weg, um sich über gewisse Sorgen und Nöte der Bürger zu verständigen und diese ernst zu nehmen. Die Instandsetzung des Hauses werde vermutlich Wochen oder Monate dauern. Im Keller habe das Wasser knöchelhoch gestanden, das Wasser sei von oben nach unten durch das gesamte Haus gesickert, erklärte Hofmann. Rund 50 Asylsuchende sollten nach Aussage des Bürgermeisters im September in dem Privathaus untergebracht werden. Das war Anfang des Monats bekannt geworden.mdr

27.07.2015, Dresden (Sachsen)

Nazi-Angriff auf Flüchtlingsunterstützer_innen vor Zeltstadt

Am Montagabend lösten Polizisten die angemeldete Kundgebung von Flüchtlingsunterstützerinnen vor der Zeltstadt in Dresden ohne Begründung auf und verteilten unter rechtlich fragwürdigen Bedingungen Platzverweise. Bei der Abreise der Demonstrierenden geschah dann, womit viele schon den ganzen Abend gerechnet hatten. Ein Mann wurde von einer Gruppe von etwa dreissig Männern von seinem Fahrrad gezerrt und angegriffen. Er erlitt Verletzungen und musste sofort in das nahe gelegene Krankenhaus gebracht werden. Die angeforderten Polizeikräfte kamen erst nach mehr als zehn Minuten – eine Kuriosität, sollte doch eigentlich in der Nähe eine Hundertschaft platziert sein. Die Angreifer entkamen.Störungsmelder

27.07.2015, Büttelborn-Worfelden (Hessen)

Feuer vor Flüchtlingsheim in Büttelborn – Carport brannte aus

Der Brand eines Carports neben einer Unterkunft für Flüchtlinge in Büttelborn-Worfelden (Kreis Groß-Gerau) hat in der Nacht zum Dienstag tausende Euro Schaden verursacht. Verletzt wurde niemand. Die Polizei schließt auch einen rassistischen Hintergrund nicht aus. Das Gebälk des Carports ist völlig verkohlt, auf einer Seite hängt das Dach herunter. Reste geschmolzener Mülltonnen liegen auf dem Boden, der Inhalt verbrannt. Von Sofas sind lediglich die Metallspiralen übrig geblieben, Fahrräder nur noch Schrott. Der Brand in dem Worfelder Wohngebiet ist in der Nacht zum Dienstag ausgebrochen. In dem Haus, neben dem der Carport steht, wohnen 30 Flüchtlinge. Syrer, Roma, Familien mit Kindern. Eines ist gerade ein halbes Jahr alt. Die Bewohner mussten das Haus zeitweise aus Sicherheitsgründen verlassen, sagt die Polizei. Die Feuerwehr war schnell vor Ort und brachte den Brand unter Kontrolle, sodass niemand Schaden nahm. Die Betreuung der Familien hatte das Rote Kreuz übernommen.Echo-Online

27.07.2015, Berlin Prenzlauer Berg

Rassistischer Übergriff gegen Touristin

Eine 27-jährige Touristin sitzt auf dem Humannplatz in Prenzlauer Berg auf einer Parkbank. Drei Männer kommen auf sie zu, sie beleidigen sie rassistisch und sprechen Drohungen aus. Die Frau flieht. Jetzt ermittelt die Polizei.Berliner Zeitung

Bericht vom 27.07.2015, Berlin Marzahn

Neues Heim: Flüchtlinge auf dem Präsentierteller, zahlreiche Bedrohungen

Die neue Containerunterkunft in Marzahn ist eröffnet. Während ein Willkommensbündnis die Bewohner begrüßt, sorgen Neonazis für Angst und Schrecken. Alles prima also in Marzahn? Nein. „Es gibt immer wieder Einschüchterungsversuche gegen die Bewohner“, sagt Schilling. Rechte würden die Unterkunft beobachten, die BewohnerInnen fotografieren oder „bis nachts um drei Uhr vor der Haustür grillen“. Eine der Jugendfreizeiteinrichtungen habe eigens einen Bus organisiert, um die Kinder sicher von der Unterkunft abholen zu können. Es habe auch bereits Übergriffe auf einige Flüchtlinge gegeben. „Gerade die Erwachsenen trauen sich im Moment nicht vor die Tür, das ist noch viel zu einsehbar, wie auf dem Präsentierteller“, sagt Schilling. Luisa Seydel von der Willkommensinitiative „Hellersdorf hilft“ bestätigt diese Wahrnehmung. Fast täglich stünden gerade am Abend Neonazis vor der Unterkunft. Mit dieser Art von Bedrohung kennt Seydel sich aus, schließlich ist ihre Initiative selbst schon oft Opfer davon geworden. Vor zwei Wochen etwa fanden die Engagierten fünf Patronen scharfer Munition, fein säuberlich vor die Tür des von der Initiative betriebenen Ladenlokals gelegt. Am Abend zuvor hatte der bekannte Neonazi René U. Schießbewegungen in ihre Richtung gemacht, als Mitglieder der Initiative sich am Protest gegen eine Neonazi-Kundgebung in Marzahn beteiligten, berichtet Seydel. Wegen des Vorfalls ermittelt jetzt das Landeskriminalamt.taz

27. 07.2015, Berlin-Marzahn

Neonazis stellen Kreuze vor Asylbewerberheim

In der Nacht vom Sonntag auf Montag werden rund um das Asylbewerberheim am Blumberger Damm schwarze Holzkreuze gefunden. Der bekannte Neonazi aus dem Bezirk kündigte die Aktion bereits am 23. Juli im Internet an. Unter dem Titel „Aktion schwarzes Kreuz – Gemeinsam werden wir ein Zeichen setzen – 26. Juli 2015“. Die Aktion knüpft an eine Aktion aus dem letzten Jahr an, bei dem der bekannte Nazimusiker aus Hohenschönhausen mit schwarzen Kreuzen an angebliche Opfer von „Ausländergewalt“ erinnerte. Im Internet wurden Fotos einer Gruppe von dunkel gekleideten Neonazis veröffentlicht, die Holzkreuze auf der Wiese am Blumberger Damm aufstellen. Außerdem wird am 27. Juli eine Person im Umfeld des Heimes von Neonazis bedrohtBerliner Register

26. 07.2015, Berlin-Marzahn

Versuchter Angriff von Neonazis in Marzahn

Eine Gruppe von 8-10 bekannten Neonazis aus Marzahn läuft in der Umgebung der Asylunterkunft am Blumberger Damm umher. Als ein von den Neonazis als vermeintlicher Geflüchtetenunterstützer ausgemachter Passant auf einem Fahrrad vorbei fährt, rennt ihm ein Nazi hinterher. Berliner Register

26.07.2015, Dresden-Stetzsch (Sachsen)

Dresden-Stetzsch: Anschlag mit Steinen auf Asylbewerberheim

Die Serie von Anschlägen auf Unterkünfte für Asylbewerber in Sachsen reißt nicht ab. Auf ein zu einem Heim umgebautes ehemaliges Hotel im Dresdner Stadtteil Stetzsch flogen laut Polizei am Sonntagabend Steine. Sie seien aus einer Gruppe von etwa 30 Menschen heraus geworfen worden. Dabei gingen den Angaben zufolge sechs Scheiben zu Bruch. Die Beamten trafen nach den Vorfall an einer Tankstelle nahe dem Tatort auf 27 Personen und stellten deren Identität fest. Es werde geprüft, ob diese mit der Tat in Verbindung stünden, hieß es.DNN

26.07.2015, Freital (Sachsen)

Freital: Anschlag auf Linken-Stadtrat-Politiker-Auto explodiert

Seit Wochen tobt im sächsischen Freital der Streit um die Aufnahme von Flüchtlingen. Nun ist die Auseinandersetzung offenbar eskaliert. Das Auto eines Linke-Stadtrats explodierte in der Nacht vor seinem Haus. Die Polizei vermutet einen Sprengstoffanschlag.Focus

26.07.2015, Templin (Brandenburg)

SPD-Briefkasten mit NPD-Schrift beschmiert

Schmierfinke vergreifen sich nicht selten an Hauswänden oder Türen. In diesem Fall wurden die Sozialdemokraten in Templin zur Zielscheibe. Der Templiner SPD-Ortsverein hat zu Jahresbeginn seine Geschäftsstelle in der Mühlenstraße aufgegeben und eine neue Adresse in der Martin-Luther-Straße eingerichtet. Dort ist nachts von Unbekannten die Aufschrift „SPD Templin“ durchgestrichen und darüber „NPD“ geschmiert worden.Nordkurier

25.07.2015, Greiz (Thüringen)

Schwarze Frau in Greiz rassistisch beschimpft

Am Sonnabend wurde in Greiz eine junge schwarze Frau durch rassistische Äußerungen beleidigt. Bereits wenige Tage zuvor hatte es ähnliche Vorfälle in Greiz gegeben. Am Sonnabend, dem 25. Juli, gegen 20:15 Uhr teilte ein außenstehender Zeuge der Polizeiinspektion Greiz mit, dass eine junge, schwarze Frau gerade im Stadtzentrum von Greiz von mehreren Jugendlichen beschimpft und beleidigt wurde. Die Beleidigungen hatten laut Polizei einen rassistischen Hintergrund. OTZ

25.07.2015, Berlin-Marzahn

Angriff auf Geflüchteten in Marzahn

Ein Bewohner des Asylbewerberheims am Blumberger Damm wird auf dem Parkplatz vor einem Supermarkt an der Landsberger Allee angegriffen. Er kann fliehen wird aber dennoch verletzt.Berliner Register

25.07.2015, Brandenburg (Brandenburg)

Brandanschlag auf Flüchtlingswohnung, in der Mutter mit zwei Kindern schlief

Auf die Wohnung einer Flüchtlingsfamilie in Brandenburg/Havel ist ein Brandanschlag verübt worden. Eine mit Brandbeschleuniger getränkte Zeitung sei vor der Wohnungstür in der ersten Etage angezündet worden, teilte die Polizeidirektion West am Sonntag mit. Die schlafende 24-jährige Mutter von zwei Töchtern im Alter von zwei und fünf Jahren bemerkte in der Nacht zu Sonntag den Brandgeruch. Sie weckte ihren 27-jährigen Mann, der das Feuer mit Wasser löschte. Die Tür wurde beschädigt. Verletzt wurde niemand. Nach ersten Ermittlungen gelangten die Täter durch den offenen Hauseingang in das Gebäude. Sie entkamen unerkannt. Berliner Zeitung

25.07.2015, Greiz (Thüringen)

Greiz nahe Zwickau: Asylbewerber angegriffen

In Greiz ist es in der Nacht zu Sonnabend zu einer Schlägerei zwischen drei Einheimischen und vier Asylbewerbern gekommen. Die aus Syrien stammenden Asylbewerber waren auf dem Heimweg zu ihrer Unterkunft. Die 19 bis 26 Jahre alten Syrer wurden kurz vor Mitternacht an der Schlossbrücke von den drei Jugendlichen angesprochen. Das Trio soll die Asylbewerber laut Polizei unvermittelt angegriffen, geschlagen und getreten haben. Die Syrer wurden dabei leicht verletzt.MDR

25.07.2015, Dresden (Sachsen)

NPD-Demo gegen Asylbewerber in Dresden: Rechtsextreme greifen Gegendemonstranten an

Sachsen wollte am vergangenen Wochenende 800 Flüchtlinge vor allem aus Syrien in einer neu entstandenen Zeltstadt in Dresden aufnehmen. Am Freitagabend kamen die ersten Busse im Stadtteil Friedrichstadt an. Etwa 200 Menschen empfingen sie mit Applaus. Zuvor war es bei einer NPD-Demonstration gegen Asylbewerber zu gewalttätigen Ausschreitungen mit Verletzten gekommen.  Rechtsextreme griffen Gegendemonstranten an. Knallkörper explodierten, es flogen Wurfgeschosse. Drei Menschen wurden verletzt, darunter eine junge Frau, die stark blutend von Sanitätern versorgt werden musste. Etwa 200 Asylgegner standen 350 Gegendemonstranten gegenüber. Polizisten gingen dazwischen. Die Ankunft der Flüchtlinge verlief zunächst ohne Störungen. Eine Polizeikette drängte einige Rechtsextreme ab, die gekommen waren.FAZ

25.07.2015, Berlin Prenzlauer Berg

Berliner Fußballfans attackieren homosexuelles Paar

Bei einem Überfall auf ein homosexuelles Paar in Berlin haben Fußballfans einen Mann schwer verletzt. Die beiden 37 und 48 Jahre alten Opfer waren Hand in Hand auf der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg unterwegs als sie zunächst aus einer etwa 20-köpfigen Gruppe von Fußballfans heraus beleidigt worden sind, wie die Polizei am Samstag in Berlin mitteilte. Ein 28 Jahre alter Angreifer attackierte den älteren der beiden Männer schließlich derart mit Faustschlägen, dass dieser später im Krankenhaus operiert werden musste. Polizisten, die in der Nähe des Angriffs einen Verkehrsunfall aufnahmen, waren hinzugekommen. Ein 37-jähriger Freund des Angreifers hatte die Beamten aber weggestoßen, so dass der Schläger zunächst entkam.rbb

25.07.2015, Mecklenburg (MV)

Mecklenburg: Zwei Männer besprühen Asylbewerberunterkunft mit Nazi-Symbolen

Zwei junge Männer haben am späten Samstagabend die Asylbewerberunterkunft in Dorf Mecklenburg (Nordwestmecklenburg) mit ausländerfeindlichen Sprüchen beschmiert. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, sprühten sie neben den Verunglimpfungen auch verbotene Nazi-Symbole an die Hauswand. Die aus der Region stammenden Männer im Alter von 26 und 28 Jahren seien unmittelbar nach der Tat von Beamten in Tatortnähe gefasst worden. Bei der Personenkontrolle wurden laut Polizei Sprühflaschen sichergestellt. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Wie viele Asylbewerber in Dorf Mecklenburg untergebracht sind, wurde nicht mitgeteilt.SVZ

25.07.2015, Dresden-Stetzsch (Sachsen)

Buttersäure in der bezugsfertigen Asylunterkunft

Im Keller der Asylunterkunft wird am Tag der offenen Tür Buttersäure verkippt.RAA Sachsen

24.07.2015, Greiz (Thüringen)

Vier syrische Geflüchtete attackiert

Vier syrische Geflüchtete sind bei einem Angriff in Greiz verletzt worden. Die Flüchtlinge sprachen laut Polizei am späten Freitagabend eine Gruppe junger Männer an, die daraufhin unerwartet auf die Syrer einschlugen und sie traten. Die Ermittler schließen ein rassistisches Motiv nicht aus. Die drei Täter im Alter von 18, 23 und 26 Jahren flüchteten, konnten aber später festgenommen werden. Einer von ihnen ist wegen etlicher anderer Delikte polizeibekannt.ezra

24.07.2015: Dresden Friedrichstadt (Sachsen)

Nazis greifen Unterstützer von Geflüchteten an

Am Freitag veranstaltete die NPD direkt gegenüber des gerade eingerichteten Camps für die Erstaufnahme von Geflüchteten in der Dresdner Friedrichstadt. Zum Ende der Kundgebung, an der ca. 200 Nazis und Rassisten teilnahmen, griffen Nazis die Kundgebung von ca. 350 Unterstützer_innen an, die sich vor dem Camp versammelt hatten. Die Angreifer versuchten zu anderen Straßenseite zu gelangen, warfen Flaschen, Böller und sogar Verkehrsschilder. Mindestens sechs Personen wurden verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.RAA Sachsen

23.07.2015, Weimar

Körperverletzung und Beleidigung mit rassistischem Hintergrund in Weimar

Am 23. Juli gegen 21.50 Uhr wurde auf dem Straßburger Platz in Weimar eine Person aus rassistischen Gründen beleidigt und geschlagen. Der Täter, der bereits wegen Körperverletzung polizeibekannt ist, zeigte noch beim Eintreffen der Beamten äußerst aggressives Verhalten. Die Polizei geht von einer rassistischen Motivation der Tat aus.ezra

23.07.2015, Dresden Friedrichstadt (Sachsen)

Pöbeleien und Bedrohungen gegenüber Mitarbeiter_innen des DRK und des THW

Nachdem begonnen wurde eine provisorische Notunterkunft für Asylsuchende herzurichten, kam es zu Gewaltandrohungen, Pöbeleien und Beschimpfungen gegenüber Mitarbeiter_innen des DRK und des THW. In einem Fall fuhr ein Auto gezielt auf Helfende zu und änderte erst im letzen Moment die Richtung.RAA Sachsen

23.07.2015, Berlin-Weißensee

Dunkelhäutiger Mann bei antirassistischer Demo bedroht

Ein 24-jähriger Mann ist am Donnerstagabend in Weißensee von zwei Männern wegen seiner Hautfarbe rassistisch beleidigt und mit einem Baseballschläger bedroht worden. Der dunkelhäutige Mann hatte nach Angaben der Polizei an einer Demonstration mit dem Titel „Das Problem heißt Rassismus“ teilgenommen, als sich der Übergriff ereignete.Tagesspiegel

22.07.2015, Freital (Sachsen)

Pöbeleien an Asylunterkunft

3 Männer pöbelten um 2.20 Uhr mit verächtlichen und beleidigenden Worten auf der Schachtstraße in Richtung der Asylunterkunft.RAA Sachsen

22.07.2015, Röbel (MV)

Hakenkreuze auf Autos und Häuser

In der Nacht zu Donnerstag haben unbekannte Täter im Bereich Töpferwall Hakenkreuze an Häuser und Autos geschmiert. Die Kriminalpolizei sucht jetzt dringend Zeugen. Sah es über Wochen und Monate so aus, als würde sich das Beschmieren und Besprühen von Gebäuden mit Hakenkreuzen und anderen verfassungswidrigen Kennzeichen auf die Stadt Waren beschränken, haben sich Unbekannte nun in Röbel ausgetobt. Eine Hauswand sowie die Türen der Sanitäranlagen eines Gaststättengebäudes wurden laut Kripo mit Hakenkreuzen und anderen Schriftzügen beschmiert. Zusätzlich beschädigten die Täter zwei Werbeschilder ortsansässiger Firmen und mehrere Objekte am Busbahnhof. Auch ein dort abgestellter Pkw wurde besprüht. Alle Schriftzüge und Symbole waren mit einem blauen Stift aufgetragen worden.

Nordkurier

22.07.2015, Berlin-Marzahn

Rassistische Kundgebung vor Asylbewerberheim

Gegenüber der neuen Asylunterkunft an am Blumberger Damm versammelten sich am Nachmittag Anhänger der neonazistischen Bürgerbewegung Marzahn-Hellersdorf. Die 8 Personen hielten Schilder mit Parolen wie „Refugees go home“ und „Refugees not welcome“ bis die Polizei kam und die Gruppe aufforderte weg zugehen, da es sich nicht um eine angemeldete Versammlung handelte.Berliner Register

22.07.2015, Berlin-Köpenick

Rassistische Mahnwache

In der Nähe der neuen Unterkunft für Geflüchtete im Salvador-Allende Viertel, fand eine rassistisch motivierte Mahnwache statt. Die Mahnwache fand von 19 bis 20 Uhr statt. Unter anderem hat Fritz Liebenow, Mitglied der BVV für die NPD, gesprochen.Berliner Register

22.07.2015, Fürth (Bayern)

Anschlag auf Fürther Gewerkschaftsbüro: Waren es Neonazis?

In der Nacht zum Donnerstag ist ein Fenster des GEW-Büros in der Fürther Luisenstraße mit einem Backstein beschädigt worden. Es ist nicht das erste Mal. Die GEW vermutet Neonazis hinter der Tat. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der vorwiegend Lehrerinnen und Lehrer angehören, engagiert sich im Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Bündnissprecherin Ruth Brenner ist gleichzeitig Vorsitzende der GEW in Mittelfranken. „Der gezielte Angriff reiht sich in eine Vielzahl von Anschlägen gegen aktive Antifaschisten innerhalb der letzten Jahre ein, von denen kein einziger aufgeklärt worden ist“, teilt die GEW mit.nordbayern.de

22.07.2015, Sangerhausen (Sachsen-Anhalt)

Sangerhausen: Jugendliche werfen Steine auf Asylbewerberheim

Wieder ist in Sachsen-Anhalt eine Asylunterkunft angegriffen worden. In Sangerhausen haben Jugendliche Steine auf die Satellitenanlage einer Unterkunft geworfen. Auch rassistische Parolen wurden gerufen. Ein junger Mann soll außerdem den Hitlergruß gezeigt haben. Außer ihm waren den Angaben zufolge noch ein weiterer junger Mann sowie zwei junge Frauen beteiligt.Mitteldeutsche Zeitung

22.07.2015, Rostock (MV)

Rostock: Kind ruft rassistische Parolen

Am Mittwochnachmittag kam es in Rostock-Warnemünde zu rassistischen Rufen einer 13-jährigen aus Nordrhein-Westfalen. Das Mädchen war in Begleitung einer 13- und einer 15-jährigen Bekannten auf der Westmole am Warnemünder Strand unterwegs. Auf Höhe einer Gruppe von Personen mit Migrationshintergrund rief sie „Ausländer raus“ und „Sieg Heil“, dabei hob sie noch ihren Arm zum Hitlergruß. Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wurden die Mädchen durch die Polizei an ihre Eltern übergeben.

Presseportal

21.07.2015, Schwabach (Bayern)

Rassistische Drohung gesprüht

In der Nacht von Montag, 20. Juli 2015, auf Dienstag, 21. Juli 2015, sprühen Unbekannte vor 6.30 Uhr in die Unterführung im Bahnhof die rassistische Drohung „ASYL-HOTEL ROTH BRENNT BALD“ sowie ein Hakenkreuz. Der Schriftzug mit roter Farbe auf den Wandfliesen hat eine Länge von ca. 5 Metern. Bereits am 8. Juli 2015 hatten unerkannt gebliebene Täter_innen eine rassistische Parole sowie ein Hakenkreuz in der Unterführung gesprüht. A.i.d.a.-Archiv

21.07.2015: Immenstadt (Bayern)

Immenstadt (Bayern): Aufkleber mit rechtsextremem Hintergrund

An der Asylbewerberunterkunft, an einer Berufsschule und an der evangelischen Kirchengemeinde in Immenstadt haben unbekannte Täter Aufkleber der „Heimattreuen Bewegung“ mit rechtsgerichtetem Hintergrund angebracht. Wie die Polizei mitteilte, wurden in der Nacht zum Dienstag (21.07.15) mehrere Aufkleber an Gebäuden der evangelischen Kirchengemeinde entdeckt. Zudem wurden von dem Schriftzug „Menschlichkeit“, der vor der Kirche in Betonbuchstaben aufgestellt war, alle Buchstaben umgetreten und teilweise beschädigt.BRAllgaeuhit.de

21.07.2015: Freital (Sachsen)

Mann betritt das Geelände der Asylunterkunft mit Campingbeil und Drohungen

2 Männer begaben sich aufgrund eines vermuteten Diebstahls auf das Gelände der Asylunterkunft „Hotel Leonardo“ in Freital. 1 Mann stieß Drohungen vor Ort aus und hatte während dessen ein Campingbeil bei sich.RAA Sachsen

20.07.2015, Halle (Sachsen-Anhalt)

Wohnungsloser beschimpft und geschlagen

Gegen 17:15 Uhr wird ein 21-jähriger Wohnungsloser beim Betteln in der Fußgängerzone der Heideringpassage im Stadtteil Heide-Nord von einem Passanten beschimpft und geschlagen. Kurz darauf kommen weitere fünf Personen hinzu und schlagen ebenfalls auf den jungen Mann ein. Bevor die Unbekannten flüchten, skandieren sie noch rechte Parolen. Der Betroffene hat eine Ellenbogenverletzung und blutet stark aus der Nase, lehnt aber eine medizinische Behandlung ab. Der Polizei gelingt es, noch in Tatortnähe einen 30-Jährigen aufzugreifen, der auch wegen politisch rechts motivierter Straftaten polizeibekannt ist. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. mobit

20.07.2015, Halberstadt (Sachsen-Anhalt)

Neue Attacke auf Flüchtlingsunterkunft in Halberstadt verhindert

Die Polizei in Halberstadt hat drei junge Männer vorübergehend in Gewahrsam genommen, die sich vor einer Notunterkunft von Flüchtlingen mit Steinen bewaffneten. In ihren Taschen hatten sie Plakate der rechtsextremen Partei „Die Rechte“ dabei. Kurz nach einer Attacke auf eine provisorische Flüchtlingsunterkunft in Halberstadt hat die Polizei wahrscheinlich einen neuerlichen Angriff auf die Einrichtung vereitelt. Drei junge Männer im Alter von 19 bis 26 Jahren seien nahe der Unterkunft von einer Zeugin beim Steinesammeln beobachtet worden, sagte eine Polizeisprecherin in Magdeburg. Polizisten stellten die Männer demnach am Montagabend nach kurzer Flucht mit Steinen und Plakaten der rechtsextremen Partei „Die Rechte“ in der Tasche. Zudem wurden zwei Druckluftwaffen sichergestellt. LVZ

20.07.2015, Chemnitz (Sachsen)

Zwei Verletzte bei Überfall nach Pegida-Demo

Bei einer Auseinandersetzung nach der Pegida-Demo im Chemnitzer Zentrum sind am Montagabend zwei junge Männer leicht verletzt worden. Wie die Polizei am Montag meldete, verfolgten mehrere Unbekannte den 19-Jährigen und den 22-Jährigen auf der Brückenstraße/Ecke Bahnhofstraße, rissen sie zu Boden, traten und schlugen sie. Die beiden Opfer waren den Angaben nach gegen 21.15 Uhr auf dem Heimweg von der Gegendemo der Linken. Sie konnten sich befreien und die Polizei rufen. Die Suche der Beamten nach den Schlägern blieb erfolglos.Freie Presse

20.07.2015, Bohlsbacher Wald (BW)

Bohlsbacher Wald bei Offenburg : Neonazi-Schmierereien auf Gedenktafel für NS-Opfer

Im Bohlsbacher Wald bei Offenburg sind in der NS-Zeit vier französische Widerstandskämpferinnen ermordet worden. Daran erinnert eine Gedenktafel, die nun das Ziel von Neonazis wurde. Auf die Tafel, die über das Schicksal der hier am 27. November 1944 von der Gestapo ermordeten vier Frauen aufklärt, wurden die Buchstaben NSU und SS gesprüht. Die Stadt, welche die Tafel 2011 hier im Wald aufstellen ließ, hat Anzeige gegen Unbekannt gestellt.Badische Zeitung

19.07.2015, Limbach-Oberfrohna (Sachsen)

Erneuter Naziangriff auf Vereinshaus

Erneut ist das Vereinshaus der sozialen und politischen Bildungsvereinigung angegriffen worden. Nach Mitternacht versammelten sich anfangs rund 25, später bis zu 30 teils vermummte Personen vor dem Gebäude, riefen Drohungen und warfen Gegenstände auf das Haus. Anschließend zerstörten sie das Tor und den Zaun, um auf das Grundstück zu gelangen. Die eintreffende Polizei verhinderte, dass die Angreifer ins Haus gelangen konnten. Es wird u.a. wegen Landfriedensbruchs ermittelt. Bereits am Freitag zuvor war es zu Auseinandersetzungen gekommen.RAA Sachsen

19.07.2015: Malschwitz (Sachsen)

1 Quadratmeter großes Hakenkreuz

Unbekannte schmierten ein etwa ein 1 m² großes Hakenkreuz auf die Fassade eines unbewohnten Hauses auf der Rackeler Straße.RAA Sachsen

19.07.2015 Geusa (Sachsen-Anhalt)

Mann als „Scheiß Zecke“ beschimpft, verfolgt und geschlagen

Zwei Unbekannte beschimpfen gegen 1 Uhr nachts im Geausaer Ortsteil Atzendorf einen 29-Jährigen u.a. als „Scheiß Zecke“. Dann wird der Betroffene verfolgt und so massiv geschlagen und getreten, dass er zu Boden geht und ohnmächtig wird. Schließlich zieht einer der Männer den Bewusstlosen hoch, sodass der andere ihm nochmals mit Wucht gegen den Kopf treten kann. Der Betroffene wird u.a. mit blutender Kopfverletzung, zugeschwollenem Auge, Jochbeinbeinprellung und diversen Schürfwunden mit der Notfallambulanz ins Krankenhaus gebracht  Der Attacke vorausgegangen war eine verbale Auseinandersetzung. So hatten der Betroffene und seine schwangere Begleiterin die späteren Angreifer auf dem Nachhauseweg von einem Dorffest dabei gesehen, wie sie gerade einen Verkehrsspiegel herunterreißen wollten. Nachdem der 29-Jährige die Unbekannten aufgefordert hatte, das zu lassen und ankündigte, andernfalls die Polizei zu rufen, war er gefragt worden, ob er ein „Scheiß Linker“ und „für oder gegen Kanacken“ sei und schließlich körperlich attackiert worden. Der Polizei gelingt es kurz nach dem Vorfall, einen der Angreifer zu ermitteln. In der Polizeipressemitteilung wird der rechte Hintergrund des Angriffs allerdings verschwiegen.mobit

19.07.2015, Berlin-Köpenick

Rassistisch beleidigt und mit Messer angegriffen

Auf der Langen Brücke zwischen Spindlersfeld und Köpenick Mitte wurde ein Autofahrer von einem Fahrradfahrer rassistisch beleidigt und mit einem Messer angegriffen.Berliner Register

19.07.2015, Berlin-Hohenschönhausen

Rassistische Attacke in Berlin: Frau beleidigt, bespuckt und geschlagen 

Eine schwangere Polin wurde am Sonntagmorgen in Hohenschönhausen Opfer eines rassistischen Angriffs. Dabei wurde sie von einem bislang noch unbekannten Mann beleidigt, bespuckt und geschlagen. Ein Zeuge, der den Übergriff beobachtet hatte, alarmierte die Polizei.Berliner MorgenpostJungle World

19.07.2015, Berlin-Köpenick

Rassistische Attacke in Berlin-Köpenick

Am 19. Juli wurde, so der Tagesspiegel, ein 22jähriger an der Langen Brücke in Köpenick in der Nacht zu Sonntag rassistisch beleidigt und mit einem Messer bedroht.Jungle World

18.07.2015, Berlin-Marzahn

Angriff auf neue Bewohner des Asylbeweberheims Marzahn

In den Morgenstunden kam es am Samstag zu einem rassistischen Angriff auf zwei Bewohner des neuen Asylbewerberheims am Blumberger Damm in Marzahn.Berliner Register

18.07.2015, Berlin-Marzahn

„Nazipicknick“ vor Asylbewerberheim und Flaschenwurf

Eine Gruppe von teils bekannten Neonazis und Anhängern der neonazistischen Bürgerbewegung Marzahn-Hellersdorf hielt sich von Freitagnachmittag auf der Wiese gegenüber der Asylunterkunft auf. Diese Gruppe verweilte dort bis zum Samstagmorgen, in dessen Verlauf es einen Angriff gab. Ein vorbeifahrender Fahrradfahrer wurde aus der Gruppe heraus mit einer Flasche beworfen.Berliner Register

18.07.2015, Oppenweiler (BW)

Oppenweiler nahe Stuttgart: Asylbewerber werden mehrfach angepöbelt

Bewohner des Asylbewerberheims im Wiesengrund in Oppenweiler sind am Samstag mehrfach von einer dreiköpfigen alkoholisierten Personengruppe angepöbelt und provoziert worden.Hohenloher Tagblatt

18.07.2015, Bad Wilsnack & Perleberg (Brandenburg)

Hakenkreuzschmierereien und Plakate mit rechtsextremer Hetze

Unbekannte haben mit gelber Rostschutzfarbe ein spiegelverkehrtes Hakenkreuz in der Größe von 50 mal 50 Zentimetern an ein Gartentor in der Plattenburger Straße in Bad Wilsnack geschmiert. In Perleberg wurden offenbar am Sonnabend zwei Stoffbanner mit rechtsextremen Sprüchen an Geländern einer Fußgängerbrücke im Eichhölzer Weg  angebracht. Märkische Allgemeine

18.07.2015, Remchingen (BW)

Remchingen nahe Karlsruhe:  Brandanschlag auf geplantes Flüchtlingsheim

Ein früheres Vereinsheim im Enzkreis soll zur Flüchtlingsunterkunft werden und geht in Flammen auf – die Polizei geht von Brandstiftung aus. Verletzt wurde bei dem Feuer in der Nacht zum Samstag in Remchingen glücklicherweise niemand. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen vorsätzlicher Brandstiftung gegen unbekannt und schließen einen rassistischen Hintergrund nicht aus. „Schon wegen der Auswahl des Objektes“, so Kriminaldirektor Karl-Heinz Ruff. Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) verurteilte die Tat und kündigte an: „Die Polizei wird alles daran setzen, die Straftat aufzuklären und verstärkt in der Region ihre Präsenzmaßnahmen.“ In das abgebrannte Haus hätten ab 2016 nach einem Umbau Flüchtlinge einziehen sollen. Der Remchinger Bürgermeister Luca Prayon sprach von einem „Schlag ins Gesicht all der Bürger, die sich seit Jahren engagiert für Flüchtlinge einsetzen“. In Remchingen gibt es laut Polizei zwar eine „niedrige einstellige Zahl“ von Anhängern der rechten Szene; die seien bislang aber nur durch Propaganda aufgefallen.Stuttgarter Nachrichten

18.07.2015, Waldaschaff (Bayern)

Feuer in Flüchtlingsheim

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen hat es in Bayern in einer Flüchtlingsunterkunft gebrannt. Im unterfränkischen Waldaschaff stand am frühen Samstagmorgen ein Papiercontainer in Flammen, der in der Garage eines Flüchtlingsheims stand. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt. In dem Gebäude wohnen insgesamt 30 Menschen, zurzeit des Brandes befanden sich 18 von ihnen darin. Ein Passant hatte den brennenden Papiercontainer entdeckt und ins Freie gerollt. Am Gebäude selbst entstand kein Schaden. Ob der Brand vorsätzlich gelegt wurde, ist derzeit noch unklar. Zeugenaussagen zufolge soll sich jedoch kurz vor Ausbruch des Feuers ein Mann im Hof des Anwesens aufgehalten haben. Die Kripo ermittelt in alle Richtungen, ein rassistischer Hintergrund ist nicht ausgeschlossen.Münchener Abendzeitung

18.07.2015, Sukow-Marienhof (MV)

Gruppe Asylbewerber wird von Rechtsextremen attackiert

In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag hatten fünf offenbar Rechtsextreme eine Gruppe Asylbewerber auf dem Dorffest in Sukow-Marienhof angegriffen. Zwei Polizisten stellten sich dazwischen und sicherten den Rückzug der Opfer. Schließlich wurden sie selbst zum Ziel der aggressiven Angreifer. Die Polizisten setzten Reizgas ein und mussten sich zurückziehen. Verstärkung aus den weit entfernten Revieren Güstrow und Sanitz wurde alarmiert. Die Angreifer flüchteten in der Zwischenzeit. Der Staatsschutz ermittelt nun.NDR

18.07.2015, Rostock-Warnemünde (MV)

Betrunkene beleidigen jamaikanische Frau mit rassistischen Parolen

Am Samstagabend gegen 20:50 Uhr wurde die Polizei in die Warnemünder Parkstraße zum Parkplatz an der Wetterstation gerufen, weil Urlauber dort von einer Gruppe alkoholisierter Personen rassistisch beleidigt und attackiert wurden. Am Ereignisort wurden die Beamten von einer jamaikanischen Frau sowie deren Begleitern erwartet. Der Sachverhalt konnte durch die Geschädigte folgendermaßen geschildert werden. Die Frau wollte mit ihrem Sohn die Straße vom Strand kommend in Richtung Parkplatz überqueren. Dort saßen sieben Personen auf Bänken. Alle waren offenbar stark angetrunken. Aus dieser Gruppe heraus beleidigte eine männliche Person die Frau sowie ihren Sohn. Der Mann beschimpfte die beiden mit ausländerfeindlichen Parolen. Diese zielten insbesondere auf die dunkle Hautfarbe der Geschädigten ab. Anschließend warf die Person noch Bekleidung in Richtung der Geschädigten. Ein Begleiter der Frau wollte dazwischen gehen und wurde durch den Mann anfangs verbal und dann auch körperlich attackiert. Zwei weitere Tatverdächtige, die auch zu der Gruppe gehörten, kamen hinzu und griffen den Mann ebenfalls an. Dieser erlitt leichte Verletzungen durch den Angriff. Andere hinzukommende Personen konnten die Tatverdächtigen wegziehen. Diese bemerkten, dass die Polizei gerufen wurde und entfernten sich. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen blieben erfolglos. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.Presseportal

18.07.2015, Halberstadt (Sachsen-Anhalt)

Verpflegungszelte für Asylbewerber mit Steinen beworfen

Sechs 15- bis 20-Jährige bewerfen in der Nacht zu Sonntag zwei DRK-Zelte, die zur Verpflegung von Asylbewerbern in Halberstadt aufgebaut wurden. Während der Steinwürfe wurden mehrfach die Rufe „Ausländer raus!“ wahrgenommen. Gegen die Verdächtigen wurde ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung eingeleitet.Mitteldeutsche ZeitungND

18.07.2015, Weimar

Mann wird rassistisch beschimpft und geschlagen

Zwei Männer schlugen am 18. Juli in der Rießener Straße in Weimar auf einen Mann ein. Zuvor beschimpften die Täter den Betroffenen rassistisch und zeigten den Hitlergruß. Die gerufenen Beamten konnten im Rahmen einer Durchsuchung bei einem der Täter ein Küchenmesser sicherstellen. Gegen beide ermittelt nun die Kriminalpolizei u.a. wegen Volksverhetzung, Körperverletzung und Bedrohung.  ezra

17.07.2015, Lübeck

Rassistische Graffitis mit Bezug zum Brandanschlag

In der Nacht zu Donnerstag ertappte die Polizei einen 47-jährigen, als er rassistische Parolen in Lübeck schmierte. Es handelt sich um die gleichen Sprüche, die ein Unbekannter nach einem Brandanschlag auf eine geplante Unterkunft für Geflüchtete am selben Tatort im Juni hinterlassen hatte. Die Ermittlungen dauern an; unklar ist noch, ob der Mann auch den Brandanschlag begangen hat. Beratnet-SH

17.07.2015, Eisenach (Thüringen)

NPD-Slogans an den Büros von Linke und CDU

An die Fassaden der Wahlkreisbüros von CDU und Linke in der Katharinenstraße sind von Freitag auf Sonnabend (17. auf 18. Juli) Plakate mit einem NPD-Slogan geklebt worden. Wer dafür verantwortlich sein könnte, ist bisher unklar. Laut Polizei handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die gegen die geltende Sondernutzungssatzung der Stadt verstößt. Weiteres werde geprüft, hieß es. Ein Passant hatte die Beamten auf die unerlaubte Plakatierung aufmerksam gemacht. Die Polizei sucht Zeugen, die zwischen Mitternacht und ein Uhr in der Katharinenstraße eine dunkel bekleidete Person mit Kapuzenpulli und heller Hose gesehen haben.Thüringische Landeszeitung

17.07.2015, Greiz (Thüringen)

Aus Simbabwe stammende Greizerin angepöbelt

In Greiz ist eine aus Simbabwe stammende Einwohnerin bei Dreharbeiten des MDR THÜRINGEN JOURNAL rassistisch beleidigt worden. Nach Angaben des Fernsehteams rief die 48 Jahre alte Frau die Polizei, die nach acht Minuten mit drei Streifenwagen erschienen sei. Die Beamten hätten einen 25-jährigen Mann aus einer Gruppe von etwa acht Jugendlichen festgenommen. Das MDR-Fernsehteam hatte mit der Frau auf dem Greizer Westernhagenplatz gedreht. Die gebürtige Afrikanerin war 2009 nach Greiz gekommen, nachdem sie einen Greizer geheiratet hatte. Ihr Sohn und ihre Tochter aus erster Ehe waren 2012 nach Greiz gekommen. Die Frau macht im Krankenhaus der Stadt eine Ausbildung zur Krankenpflegehelferin, die sie derzeit abschließt. Im Februar war die Frau vor ihrer Haustür angegriffen, geschlagen und rassistisch beleidigt worden.mdr

16.07.2015, Reichertshofen (Bayern)

Reichertshofen in Bayern: Brandanschlag auf Asylbewerberheim

Unbekannte haben in der Nacht zum Donnerstag ein künftiges Asylbewerberheim in Oberbayern angezündet. Wie die Polizei mitteilte, wurde am frühen Morgen an zwei Eingängen des Gebäudekomplexes Feuer gelegt. Schmierereien seien nicht gefunden worden. 67 Asylbewerber sollten nach Angaben des Polizeisprechers in der geplanten Unterkunft eine Bleibe finden. Im Ort hatte es allerdings hitzige Diskussionen über die Unterkunft gegeben. „Es gab Proteste aufgrund des geplanten Umfanges einer Unterbringung“, sagte der Polizeisprecher. Ursprünglich hätten mehr als 100 Asylbewerber dort einziehen sollen, die Zahl sei aber dann reduziert worden. Ein rassistischer Hintergrund ist also nicht auszuschließen. „Wenn es zwei Brandherde gibt, ist das ein deutlicher Hinweis auf Brandstiftung“, betonte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Rande der Landtagssitzung in München.Mittelbayrische Zeitung

15.07.2015, Neumünster

Feuerwehr wegen Hilfe für Geflüchtete angefeindet

Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte hatten bei der Errichtung einer Notunterkunft für Geflüchtete in Neumünster Anfang Juli geholfen. Auf ihrer Facebook Seite steigerten sich flüchtlingsfeindliche und rassistische Kommentare anschließend zu einem regelrechten Shitstorm gegen die Wehr. Eine sehr persönlich formulierte Reaktion von Feuerwehrmann Sönke Bumann, in der dieser den Einsatz verteidigt und flüchtlingsfeindlicher Hetze eine Absage erteilt, wurde mittlerweile tausendfach auf Facebook geteilt – und bundesweit von den Medien aufgegriffen.Beratnet-SH

15.07.2015, Berlin-Köpenick

Rassistische Mahnwache

In der Nähe der neuen Unterkunft für Geflüchtete im Salvador-Allende Viertel, fand eine rassistisch motivierte Lichterkette statt. An der Mahnwache nahmen ca. 14 Personen teil.Berliner Register

15.07.2015, Rostock (MV)

Rostock: Betrunkener beschimpft Kinder mit rassistischen Parolen

Mittwochabend gegen 18:25 Uhr wurde im Rostocker Stadtteil Groß Klein an einer Einkaufspassage ein 52-jähriger Mann durch Bürger festgehalten. Der Mann soll stark alkoholisiert sein und spielende Kinder mit rassistischen Parolen beschimpft haben. Eine durchgeführte Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 1,98 Promille. Gegen den Täter wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.Rostock-heute.de

15.07.2015, Prien am Chiemsee (Bayern)

Prien am Chiemsee: Verdacht auf Brandstiftung in Asylunterkunft

Gegen 14.30 Uhr wurde das Feuer in der Gemeinschaftsunterkunft bemerkt, als Rauch aus dem Kellerbereich nach oben drang. Umgehend wurden etwa 50 der anwesenden Bewohner aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht. Die Freiwillige Feuerwehr rückte mit zahlreichen Einsatzkräften und Fahrzeugen an und hatte den Brand, der in einem Kellerabteil der Unterkunft ausgebrochen war, sehr schnell abgelöscht. Verletzt wurde zum Glück niemand, alle Bewohner konnten am Abend auch wieder in ihre Zimmer zurückkehren. In dem Kellerabteil waren eingelagerte Gegenstände in Brand geraten. Derzeit ist davon auszugehen, dass das Feuer mutwillig gelegt wurde.Rosenheim24

15.07.2015, Jena (Thüringen)

Jena: Mann wird von drei Unbekannten rassistisch beleidigt und ins Gesicht geschlagen  

Drei Unbekannte beschimpften am Mittwochmorgen gegen 4 Uhr einen Mann auf dem Jenaer Eichplatz. Außerdem schlugen sie dem 33-Jährigen ins Gesicht. Wie die Polizei mitteilte, waren die Beschimpfungen der drei Männer nach Angaben des Geschädigten rassistisch.Thüringer Allgemeine

14.07.2015, Berlin-Pankow

Antisemitische Äußerung

Am Vormittag wurde in dem Museum Pankow in der Prenzlauer Allee der Audiorundgang „Jüdische Geschichte(n) im Prenzlauer Berg“, erstellt vom „Arbeitskreis Historisch-politische Bildung“ (AK HipoBil), der Öffentlichkeit vorgestellt. Kurz vor Beginn der Veranstaltung kam es zu antisemitischen Äußerungen eines Passaten, der ein Flyer von dem Projekt las und Mitglieder des Arbeitskreises fragte, ob sie das mit den Steuern drin haben. Auf Nachfrage erklärte der Mann: „Na, dass die Juden in Deutschland keine Steuern zahlen müssen, wenn sie bis zur 10. Generation nachweisen können, dass ihre Vorfahren durch den Holocaust Nachteile erfahren haben.“ Weiter adressierte er die Beiden: „Sie müssen ja Jüdin sein, wenn Sie mir das Wort im Mund rumdrehen.“Und er verabschiedete sich mit dem Kommentar: „Sie sind eine doofe Jüdin.“Berliner Register

14.07.2015, Bad Belzig (Brandenburg)

Übergriff in Bad Belzig: Nazi-Gegner attackiert

Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht zu Dienstag mit einem Stein die Fensterscheibe des Infocafés „Der Winkel“ eingeworfen, das als Informationszentrum gegen Rechtsextremismus bekannt ist. Am Dienstagabend sollte dort der Holocaust-Überlebende Gert Schramm über sein Leben erzählen. Wie die „Winkel“-Betreiber mitteilten, musste das Zeitzeugengespräch jedoch am Dienstag kurzfristig abgesagt werden, da Schramm derzeit im Krankenhaus liege. Stattdessen wurde aus Schramms Buch „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“ gelesen. Das Café wurde in der Vergangenheit häufig zur Zielscheibe von Rechtsextremen: 2003 wurde sogar ein Brandanschlag auf das Lokal verübt – durch das Eingreifen eines Bürgers, der den Brand löschte, konnte ein größerer Schaden jedoch verhindert werden.PNN

14.07.2015, Berlin-Buch

„Schwarze Kreuze“ in Berlin-Buch und Karow

Am Abend entdecken Anwohner*innen in den Ortsteilen Berlin-Buch und Karow „Schwarze Kreuze“. Diese „Schwarzen Kreuze“ stellen eine Aktion von Neonazis dar um auf die scheinbare Gewalt von Ausländer*innen gegenüber Deutschen hinzuweisen. Die Polizei wurde benachrichtigt und die Kreuze wurden abgehangen.Berliner Register

14.07.2015, Schleswig-Holstein

„Schwarze Kreuze“ in mehreren Regionen

Nach wie vor versuchen NPD und parteiungebundene Rechtsextreme auch in Schleswig-Holstein immer wieder, mit Hetze gegen Geflüchtete und Zuwanderer/-innen allgemein Stimmung in der Bevölkerung zu machen. In diesem Zusammenhang steht auch die rechtsextreme Kampagne „Aktion schwarze Kreuze Deutschland“, die von Rechtsextremen in mehreren Bundesländern durchgeführt wird. Auch in mehreren Regionen Schleswig-Holsteins stellten Rechtsextreme gestern schwarze Kreuze auf, vorgeblich um „von Ausländern ermordeten Deutschen“ zu gedenken – und die Behauptung zu verbreiten, Zuwanderer/-innen würden generell zu Gewaltkriminalität neigen.Beratnet-SH

13.07.2015, Cottbus (Brandenburg)

Cottbus: Rassistischer Angriff in Discounter

Nach einem rassistischen Angriff auf eine Frau in einem Cottbuser Supermarkt ist ein Tatverdächtiger ermittelt worden. Der 26-Jährige sei als Mitglied der rechtsextremen Szene bekannt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Er soll am 14. Juli an der Flaschen-Rückgabestelle eines Discounters eine 29-jährige Tschetschenin rassistisch angepöbelt und ihr einen Einkaufswagen mit Wucht seitlich in den Körper gestoßen haben. Dabei sei die Frau verletzt worden, hieß es. Festgenommen wurde der Verdächtige nach Angaben eines Polizeisprechers zunächst nicht.Focus

13.07.2015, Halle (Sachsen-Anhalt)

Auto eines Fußballers mit Migrationshintergrund mit Hakenkreuz beschmiert

Am 13. Juli wurde Halle (Sachsen-Anhalt) das Auto Osayamen Osawes, der für den HFC spielt, mit einem Hakenkreuz beschmiert. Das Hakenkreuz wurde von den Zahlen »88« umrahmt, die für »Heil Hitler« stehen (JW).

13.07.2015, Gotha (Thüringen)

Rassistischer Angriff auf 14-jährigen Jugendlichen in Gotha

Ein schwarzer 14-Jähriger und seine zwei Freunde im Alter von 13 und 16 Jahren liefen am Montagnachmittag gegen 17 Uhr, die Eschleber Straße in Gotha entlang. Ihnen kam ein bislang unbekannter Radfahrer entgegen. Der Mann fuhr sehr dicht an dem 14-Jährigen vorbei, so dass der Junge den Radfahrer anschaute. Daraufhin beleidigte der Unbekannte den 14-Jährigen mit einem auf seine Hautfarbe anspielenden Schimpfwort und forderte ihn auf, ihn nicht anzusehen. Nachdem die drei Jugendlichen ein Stück weiter gegangen waren, drehte sich der 14-Jährige nach dem Mann um. Der Unbekannte stellte daraufhin sein Rad ab, lief zum 14-Jährigen, beleidigte ihn erneut und schlug zweimal auf ihn ein.Ostthüringer Zeitung

13.07.2015, Greifswald (MV)

Greifswald: Überfall auf Flüchtlingswohnung

Am 13.Juli gegen 21.40 Uhr riefen Unbekannte rassistische Sprüche vor einer Wohnung im Ostseeviertel, informiert der Integrationsbeauftragte des Kreises Vorpommern-Greifswald, Ibrahim Al Najjar. Sie hätten versucht, die Tür aufzubrechen. In der Wohnung leben fünf Flüchtlinge aus Ghana. Die Afrikaner würden einer gemeinnützigen Arbeit nachgehen, so der Integrationsbeauftragte.Ostseezeitung

13.07.2015, Internet / Freital (Sachsen)

Blog „Perlen aus Freital“: Morddrohung gegen Flüchtlingsaktivisten

Die „Perlen aus Freital“ verstehen sich als Internet-Pranger gegen Rassismus. Sie werden deshalb bedroht – sogar mit dem Tod. Fast wären die „Perlen aus Freital“ am Wochenende gestrauchelt. Eine Woche lang war der Tumblr-Blog online, in dem anonyme Aktivisten rassistische Posts aus der kleinen Stadt bei Dresden sammelten, in der seit Wochen gegen eine neue Flüchtlingsunterkunft demonstriert wird. Die Resonanz war überwältigend. Nachdem Freital nach einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Bürgerversammlung am Montag vergangener Woche erneut bundesweit in den Schlagzeilen war, riefen mehr als 300.000 Menschen binnen einer Woche den Tumblr-Blog auf, weitere Verbreitung erfuhr das Projekt via Facebook (mehr als 1500 Likes) und den Kurznachrichtendienst Twitter. Bis der Administrator der Seite selbst die Notbremse zog. Es hatte konkrete Drohungen gegeben, ihn zu enttarnen, dazu Nachrichten, die sehr detailliert Konsequenzen für ihn und seine Angehörigen ankündigten. Die Seite ging vom Netz. Auch viele Tweets wurden „in einer Kurzschlussreaktion“ gelöscht, wie es rückblickend heißt. Die Begründung blieb zunächst knapp: „Drohungen wurden sehr konkret und Aufwand der Moderation auf Facebook zu hoch. Das ist es nicht wert…“ Seit Sonntag aber sind die „Perlen aus Freital“ wieder da, gemanagt nun von anderen, wiederum anonymen Aktivisten, die nach eigenen Worten die „absolute Erfolgsgeschichte“ fortschreiben wollen. Tagesspiegel

12.07.2015, Radeberg (Sachsen)

Türschlösser von zukünftiger Asylunterkunft beschädigt

Im Verlauf des Wochenendes beschädigten Unbekannte vier Türschlösser eines leerstehenden Gebäudes, das zukünftig als Unterkunft für Asylsuchende dienen soll. Die Schließzylinder wurden mit Klebstoff und einem Werkzeug unbrauchbar gemacht.RAA Sachsen

12.07.2015, Saasen (Hessen)

Neonaziangriff auf linke Projektwerkstatt

Das sonst wehrhafte »Netzwerk für Demokratie und Toleranz« schaute bei Attacke auf die Projektwerkstatt im hessischen Saasen weg, Polizei sieht »keinen politischen Hintergrund«. Mehrere zerschlagene Fenster, eine mit einem Zwei-Meter-Balken eingerammte Haustür, ein verwüsteter Innenhof. Das ist die Bilanz des Neonaziüberfalls auf die anarchistische Projektwerkstatt in Saasen im hessischen Landkreis Gießen. Gegen 19 Uhr am vorvergangenen Sonntag hätten Zeugen gesehen, wie Rechte aus dem Ort Lumda/Wiesecktal zum brutalen Angriff auf das linke Zentrum übergegangen seien, so der Mitbegründer des Projekts, Jörg Bergstedt, am Dienstag im Gespräch mit junge Welt. An jenem Abend habe das Haus glücklicherweise leer gestanden, weil zufällig alle unterwegs gewesen seien. Nach Aussage von Nachbarn sollten die Neonazis dabei gebrüllt haben, die Mitarbeiter der Projektwerkstatt »abstechen« und »umbringen« zu wollen. Später habe er Morddrohungen, namentlich gegen ihn gerichtet, auch persönlich bei einer Schlägerei auf dem Dorfplatz von Saasen mitanhören müssen. Dort hätten die Neonazis teilweise sogar Familienangehörige angegriffen. Strafantrag hätten jedoch weder er noch andere Leute aus der Projektwerkstatt gestellt. Erstens fänden sie eine Bestrafung und eventuelle Inhaftierung der Neonazis falsch, da man diese im Ort als Opfer der Unterdrückung durch falsche gesellschaftliche Verhältnisse ansehe und der Knast in der Regel alles schlimmer mache, erläuterte Bergstedt. Zweitens sei es Aufgabe der Staatsanwaltschaft, im öffentlichen Interesse solch einen Gewaltangriff auch unabhängig vom politischen Hintergrund zu verfolgen. Der Staatsschutz sei bereits im Dorf unterwegs gewesen und habe recherchiert. Allerdings empörten die Aktivisten die Reaktionen nach der Attacke, so Bergstedt weiter. In der Tat ist im Polizeibericht einzig von einer durch drei Personen verursachten »Sachbeschädigung im Wert von 600 Euro« gegen die Projektwerkstatt die Rede, ein Angreifer sei stark angetrunken gewesen. Die beiden regionalen Zeitungen, Gießener Anzeiger und Gießener Allgemeine, hätten es dabei bewenden lassen, die Polizeimeldung wortgleich abzudrucken. Letztere habe einzig den Schlussatz hinzugefügt: »Einen politischen Hintergrund, der von dem Bewohner geäußert wurde, konnte das Polizeipräsidium in Gießen gestern auf Nachfrage nicht bestätigen.« »Wir fühlen uns allein gelassen mit den gewaltsamen Attacken«, meint hingegen Bergstedt. Junge Welt

12.07.2015, Hosenfeld (Hessen)

Bekennerschreiben der Identitären Bewegung: Sägewerk angeblich wegen ausländischen Beschäftigten angezündet 

Eine Sägewerk im osthessischen Hosenfeld-Hainzell ist in der Nacht zum Sonntag abgebrannt. Die Flammen und die Rauchsäule waren weithin zu sehen, der Schaden geht nach einer vorläufigen Bilanz in die Millionen. Tage später gab es ein „Bekennerschreiben“ per Email von der „Identitären Bewegung Fulda“: In einem Bekennerschreiben, das per Email am Mittwochmittag an die Fuldaer Zeitung und zeitgleich an das Wahlkreisbüro der Linken in Fulda ging, behauptet die rechtsextreme „Identitäre Bewegung Fulda“, sie sei für den verheerenden Brand im Sägewerk in Hosenfeld verantwortlich. Sie hätten das Sägewerk angezündet, weil es „Ausländer“ beschäftige, keine „deutschen Familien“. Der Kopf der IB ist ein 35-Jähriger aus Neuhof, dessen Identität der Redaktion der Osthessen News bekannt ist. Er streitet die Echtheit des Bekennerschreibens ab. Der Staatsschutz ermitteltOsthessen NewsRTL Hessen

11.07.2015: Ulbersdorf (Sachsen)

Antira Cup in Ulbersdorf nicht bei Allen willkommen

Das Antirassistische Fußballturnier des akubiz e.V. fand in diesem Jahr in Ulbersdorf statt. Im Unterschied zu den letzten Jahren mussten die Veranstalter schon vor dem Turnier feststellen, dass sie nicht willkommen waren. Der Platz und die Tore waren mit Absperrband und rassistischen Plakaten versehen. Auch an den Ortseingangsschildern hingen solche Plakate. Bereits im Vorfeld wurde das Turnier auf einschlägigen Internetseiten mit rassistischer Hetze übersät. Als ein Geflüchteter die sanitären Anlagen nutzen wollte, wurde er von Anwohnern mit den Worten „Diese Toilette ist nur für Weiße“ versucht wegzuschicken.RAA Sachsen

11.07.2015 Halle (Saale)

Fotograf beschimpft und bedroht

Nach Beendigung einer Neonazidemonstration im Stadtteil Silberhöhe wird ein Fotograf gegen 20 Uhr auf dem Rückweg mit seinem Fahrrad von mehreren Demonstrationsteilnehmern aus einem Auto heraus beschimpft. Wenig später bemerkt er, wie mindestens zwei der Neonazis aus dem in einer Seitenstraße geparkten PKW aussteigen und auf ihn zulaufen. Durch schnelles Ausweichen auf den Fahrradweg der Gegenfahrbahn gelingt ihm die Flucht. Jetzt verfolgen die Neonazis den Betroffenen mit dem PKW  und überholen ihn mit quietschenden Reifen. An der nächsten Kreuzung bittet der Fotograf einen Taxifahrer um Hilfe. Die Verfolger halten kurz, fahren aber, als der Betroffene offensichtlich telefoniert und die Polizei alarmiert, weiter. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.mobit

11.07.2015 Krumpa (Saalekreis)

Flüchtling aus Auto mit Bierflasche beworfen

Ein 23-jähriger Flüchtling aus Guinea-Bissau wird gegen 19:30 Uhr auf der Landstraße von Braunsbedra nach Krumpa aus einem entgegenkommenden Auto heraus mit einer Bierflasche beworfen und am Oberkörper getroffen. Er war gerade mit dem Fahrrad auf dem Nachhauseweg in seine Unterkunft, als er den PKW mit zwei unbekannten Männern bemerkte. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.mobit

11.07.2015, Göttingen (Niedersachsen)

Göttingen: Staatsschutz ermittelt nach Übergriff gegen Northeimer Neonazi

Der Northeimer Neonazi Roland R. hat in der Nacht zum 11. Juli ein junges Paar in der Roten Straße angegriffen und dabei einen 34-jährigen Mann verletzt. Der Angriff ereignete sich gegen 3.10 Uhr morgens auf Höhe des Börnerviertels. In der Nacht auf den 11.07. hat der bekannte Northeimer Neonazi Roland R. in der Roten Straße zwei Passant*innen angriffen. Rusteberg soll einen Mann, dessen linksalternative Kleidung wohl als alleiniger Auslöser fungierte, von hinten angegriffen und gegen den Kopf geschlagen haben. Der Mann erlitt Verletzungen, die eine mehrstündige Behandlung in der Klinik notwendig machten. Das Opfer leidet bis heute an den Folgen. Ein Mitglied der GRÜNEN Jugend Göttingen: „Angaben zufolge war Roland R. in Begleitung einer großen Gruppe unterwegs, welche jedoch nicht aktiv an dem Vorfall beteiligt war. Dass sich Nazis ungehindert durch Göttingen bewegen können und sich sogar trauen, Menschen anzugreifen und zu verletzen, ist nicht hinzunehmen!“Scharf-links.deGöttinger Tageblatt (Bezahlinhalt)

11.07.2015, Berlin-Köpenick

Katzengrabenbrücke besprüht

Die Katzengrabenbrücke wurde mit „Köpenick bleibt Deutsch“ besprüht.Berliner Register

11.07.2015, Böhlen (Sachsen)

Böhlen bei Leipzig: Schüsse auf Flüchtlingsheim – Operatives Abwehrzentrum ermittelt

Auf die Flüchtlingsunterkunft in Böhlen ist geschossen worden. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatten Unbekannte am Samstag und Sonntag mehrfach auf das Gebäude gefeuert. Das auf extremistische Straftaten spezialisierte Operative Abwehrzentrum (OAZ) hat die Ermittlungen übernommen. Nähere Angaben wurden aus taktischen Gründen nicht gemacht.Leipziger Volkszeitung

11.07.2015, Wolgast (MV)

Wolgast: Nazi-Schmierereien am Kindergarten

Erst vor zwei Wochen hatten Unbekannte ein Hakenkreuz mit Teer an ein Tor am Fischmarkt geschmiert. Jetzt waren in Wolgast wieder Nazi-Schmierfinken unterwegs. Der deutschen Sprache mächtig waren die Täter allerdings nicht. Mehrere Hakenkreuze und rechte Parolen haben unbekannte Täter vermutlich am Samstag mit weißer Kreide an die Außenfassade einer Kindertagesstätte in der Wolgaster Hufelandstraße geschmiert. Drei Hakenkreuze und die Schriftzüge „Hai Hitler“ und, teilweise schwer leserlich, „Ein Hoch auf Hitler“ waren auf einer Breite von fünf Metern und mit einem halben Meter Höhe an die Wand gemalt. An einer Terrassentür hatten die Täter ebenfalls ein Hakenkreuz und unleserliche Schriftzüge angebracht.Nordkurier

10.07.2015: Annaberg-Buchholz (Sachsen)

Antisemitische Schmiererei

Unbekannte haben die Bundesstraße 101 in Annaberg-Buchholz mit antisemitischen Schriftzügen beschmiert.RAA Sachsen

08.07.2015, Berlin-Mitte

Brandsatz auf das Kanzleramt – Rechtsextremer festgenommen

Die Anschlagserie auf das Kanzleramt und die CDU-Bundesgeschäftsstelle ist möglicherweise aufgeklärt. In der Nacht zu Donnerstag haben Beamte der Bundespolizei einen 48-jährigen Mann in Mitte festgenommen, der kurz zuvor einen Brandsatz auf das Kanzleramt geworfen haben soll. Er soll der rechten Gruppe Deutsche Widerstandsbewegung (DWB) angehören. Nach Polizeiangaben ist der Tatverdächtige gegen 2.40 Uhr über die Umzäunung des Geländes am Bettina-von-Arnim-Ufer geklettert. Anschließend warf er einen Brandsatz in Richtung Gebäude. Wie die Berliner Morgenpost erfuhr, warf der Mann den Brandsatz aber nicht weit genug, sodass der Molotowcocktail auf einer gepflasterten Fläche vor dem Gebäude zerbrach und dort kurz brannte. Die Ermittler stellten nur kleine Brandspuren auf dem Boden fest. Zudem entdeckten sie eine Strickleiter, die am Zaun befestigt war und Flugblätter der DWB.Berliner Morgenpost Wenige Tage später, am 13.07.2015, beging der mutmaßliche Täter Selbstmord in Untersuchungshaft.TagesspiegelSüddeutsche Zeitung

08.07.2015, Berlin-Marzahn

Rechte Schmiereien in Alice-Salomon-Hochschule

Im 1. Obergeschoss der Alice-Salomon-Hochschule wurden mehrmals die rechte Parole „Frei-Sozial-National“ in eine Toilette geschmiert.Berliner Register

08.07.2015, Schwabach (Bayern)

Sieben Meter Hetze

Am Mittwoch wird gegen 16.45 Uhr in der Unterführung zu den Gleisen am Bahnhof eine rassistische Parole sowie ein Hakenkreuz entdeckt. Die rassistische Parole ist auf einer Länge von sieben Metern mit roter Farbe gesprüht worden. a.i.d.a-Archiv

07.07.2015, Berlin-Marzahn

Asyl-Initiative bedroht: Munition vor Begegnungsstätte abgelegt

Kurz vor der Eröffnung des Containerheims für Flüchtlinge in Marzahn gab es erneut Drohungen gegen die Initiative „Hellersdorf hilft“. Das Landeskriminalamt ermittelt. In dieser Woche kam es dabei zu einem Zwischenfall, bei dem sich Mitglieder der Flüchtlingsinitiative „Hellersdorf hilft“ bedroht fühlten. Zwei bekannte Rechtsextreme hätten am Rande der Kundgebung der Flüchtlingsunterstützer gestanden und mit den Fingern symbolische Pistolenschüsse abgegeben, sagt die Sprecherin der Initiative, Luisa Seydel. Am Dienstagabend fanden die Aktivisten dann vor ihrer Begegnungsstätte „Laloka“ in Hellersdorf fünf Patronen, die vor dem Schaufenster platziert waren. „In der Vergangenheit gab es ja auch schon Bedrohungen, aber damit ist eindeutig eine Grenze überschritten“, sagt Seydel. Das Landeskriminalamt ermittelt jetzt wegen der Vorfälle.Tagesspiegel

07.07.2015, Schwerte (NRW)

Laubenbrand und Nazi-Schmierereien

Hakenkreuze, SS-Runen und eine abgebrannte Laube – in der Nacht zu Dienstag sind Randalierer in der Kleingartenanlage am Grüntalteich unterwegs gewesen. Die Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern.Der Westen

06.07.2015, Unterfranken (Bayern)

Goldbach in Unterfranken: Rechtsextreme stören Veranstaltung mit Grünenpolitikerin Claudia Roth

Eine Parteiveranstaltung der Grünen mit der Bundestagsvizepräsidentin und Augsburger Bundestagsabgeordneten Claudia Roth in Goldbach ist am Montagabend offenbar von Rechtsextremen gestört worden. Wie die Polizei mitteilte, hatten zu Beginn der Veranstaltung vier bislang unbekannte Personen ein Transparent mit rechten Parolen entrollt. Als die Männer daraufhin von den Ordnern der Veranstaltung aufgefordert wurden, den Saal zu verlassen, kam es zu einer Rangelei. Einer der Nazis schlug zu. Unter den Personen waren zwei bekannte NPD-Funktionäre: Axel Michaelis (Landesgeschäftsführer) und Falko Schüßler, den Kreisvorsitzenden der NPD Aschaffenburg / Miltenberg (und Ex-Mann von NPD-Funktionärin Sigrid Schüßler). Einige der rund 200 Besucher der Veranstaltung zum Thema «Flüchtlinge und Asyl» riefen den Störern daraufhin «Nazis raus» zu.Augsburger AllgemeineSüddeutscheEndstation rechts Bayern

05.07.2015, Kopenhagen (Dänemark)

Nazis attackieren den FC St. Pauli mit Nägeln und Schrauben

Ein Testspiel von Zweitligist FC St. Pauli in Kopenhagen wird zum Tatort. Unbekannte verteilen Nägel und Schrauben auf dem Feld, wollen die Spieler so verletzen. Außerdem wird das Stadion mit Nazi-Parolen beschmiert.Focus

04.07.2015, Riedenburg (Bayern)

Asylbewerber gefährlich verletzt

In der Nacht auf Samstag wurde ein 29 Jahre alter Asylbewerber an der Riedenburger Uferpromenade schwer verletzt. Der oder die Täter sind noch auf der Flucht, teilten die Ermittler der Polizei mit. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, ein rassistischer Hintergrund wird für möglich gehalten.Donaukurier

04.07.2015, Friedland (MV)

Asylbewerber ins Gesicht geschlagen

Zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Asylbewerbern und Jugendlichen ist es am Sonnabend gegen 23.50 Uhr in Friedland gekommen. Hierbei wurde ein 26-jähriger somalischer Asylbewerber von einem Jugendlichen zweimal ins Gesicht geschlagen. Die Gruppe der Jugendlichen konnte vor Ort nicht mehr angetroffen werden. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.SVZ

04.07.2015, Belgern (Sachsen)

Neonazistische Schmierereien

In der Nacht von Freitag zu Samstag haben Unbekannte mit Slogans wie „Asylflut Stoppen!“ und „Nein! zum Asylheim“ zahlreiche Häuser in belgern beschmiert. Der Staatsschutz ermittelt.RAA Sachsen

04.07.2015, Berlin-Mitte

Rassistische Beleidigung bei der BSR

Am Nachmittag des 04.07. wurde ein Kunde afrikanischer Herkunft bei der Abgabe gebrauchter Reifen an der Annahmestelle des BSR Recyclinghof rassistisch beleidigt. Der Kunde fragte wo gebrauchten Reifen abzugeben seien. Ein Mitarbeiter erwiderte darauf hin in Anspielung auf das Äußere des Kunden – „Schick sie doch nach Afrika!“. Erst nachdem der Kunde eine Anzeige wegen Beleidigung ankündigte, war der Mitarbeiter gewillt sich für die gemachte Äußerung zu entschuldigen.Berliner Register

03.07.2015: Roßwein (Sachsen)

Hakenkreuze im Autolack

Unbekannte ritzten an mehreren Autos Hakenkreuze in den Lack.RAA Sachsen

02.07.2015, Berlin-Spandau

Stolperstein gestohlen

In der Nacht zum 2. Juli wird in der Lutherstraße Nr. 13, Ortsteil Spandau (Neustadt), der Stolperstein von Zilka Salomon, der erst am 24.06.15 zusammen mit zwei weiteren für ihre Kinder verlegt wurde, von unbekannten Tätern entfernt.Berliner Register

02.07.2015, Berlin-Schöneberg

Rassistische Beleidigung eines Pensionsbetreibers und Zeigen des Hitlergrußes

Nachdem der 39-jährige Betreiber einer Pension in der Bülowstr. in der Nacht des 02.07.15 einem 43-jährigen Betrunkenen den Wunsch nach einem Zimmer versagt hatte, wurde er von dem Abgewiesenen rassistisch beleidigt. Dann hob der Betrunkene den Arm zum Hitlergruß. Er versuchte, den Pensionsbetreiber und den diesem zu Hilfe eilenden Kioskbesitzer von nebenan zu attackieren und wurde von beiden hinausgedrängt. Der Angreifer hielt daraufhin eine Gruppenstreife an und behauptete, von dem Pensionsbetreiber angegriffen worden zu sein. Da die Aussage des Pensions- und des Kioskbetreibers durch eine zufällig anwesende 68-jährige Frau bestätigt wurde, fertigten die Beamten eine Anzeige wegen versuchter und vollendeter Körrperverletzung, Volksverhetzung, Beleidigung sowie Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Nach Aufnahme der Personalien durfte der Beschuldigte gehen.Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Berliner Register

01.07.2015, Lennep (NRW)

Immer mehr rechte Sprüche an den Wänden

Mit einem unschönen Schlagabtausch sehen sich die Lenneper am alten Möbelhaus am Bahnhof konfrontiert. Dort hatte vor einigen Tagen ein unbekannter Täter mit schwarzer Farbe rassistische Parolen an die Wand geschmiert. Auf die rassistische Hetze reagierte nun ein weiterer Unbekannter. Er strich die rassistische Schmiererei durch und setzte daneben eine eigene – sehr deutliche – Botschaft an den mutmaßlich rechtsextremen Verfasser. Es ist nicht die erste Krakelei in Lennep. Ende Juni hatten bereits rassistisch motivierte Sprüche auf einem Container des Röntgen-Museums für Unmut gesorgt. Die Parole, die jetzt an der Wand am Bahnhof auftauchte, gleicht der am Container in Form und Farbe. Im Falle des Röntgen-Museums hatte Remscheids Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann die Reinigung des Containers veranlasst. Zum anderen platzierte der unbekannte Täter seine Schmierereien am Bahnhof genau an der Stelle, wo bereits Anfang des vergangenen Jahres rechte Parolen aufgefallen waren.Remscheider General-Anzeiger

01.07.2015, Oldenburg (Niedersachsen)

Rassistischer Hassbrief an Familie

Mit den Zeilen „Wir brauchen keine Türken in der Feldstraße! Geht dahin, wo ihr herkommt!“ wurde eine Familie in Oldenburg bedroht. Diese will zwar kein großes Aufheben machen, wehrt sich aber trotzdem und zeigt den Vorfall an.NWZ

01.07.2015, Westernfilde (NRW)

Nazis drohen Anmelderin von Flüchtlings-Demo

Weil sie eine Unterstützungs-Demo für Flüchtlinge angemeldet hat, ist die Westerfilderin Dorothea Moesch ins Visier Dortmunder Neonazis geraten. Die Rollstuhlfahrerin bekam Anrufe mit Todesdrohungen. Wie die Rechtsradikalen an ihren Namen und ihre Telefonnummer kamen, beschäftigt nun die Polizei.Ruhr NachrichtenWDRDie Welttaz

01.07.2015, Mengerskirchen (Hessen)

Zukünftiges Flüchtlingsheim mit Schweineabfällen attackiert

Unbekannte haben in einer künftigen Flüchtlingsunterkunft im mittelhessischen Mengerskirchen Schweineabfälle verteilt. Die Polizei geht von einem rassistischen Hintergrund aus. An der Wand stand mit roter Farbe „Go home“, im Haus waren Schlachtabfälle verteilt: Unbekannte haben in dem 640-Seelen-Dorf Mengerskirchen-Dillhausen (Limburg-Weilburg) ein Haus angegriffen, in das Mitte Juli 15 Flüchtlinge einziehen sollen. Die Täter hinterließen unter anderem zwei Schweinekopfhälften und mehrere Schweineschwänze. Passiert sei dies in der Nacht zum Mittwoch, bestätigte ein Polizeisprecher hr-online am Donnerstag. Ein Zeuge hatte die Schmierereien am Mittwochmorgen entdeckt und die Polizei alarmiert.Hessischer RundfunkFrankfurter Rundschau

01.07.2015, Viersen (NRW)

Hakenkreuze und Nazi-Parolen an CDU-Geschäftsstelle

Am Mittwochvormittag haben Unbekannte die Geschäftsstelle der Viersener CDU an der Goetersstraße mit schwarzer Sprühfarbe beschmiert. Wie die Polizei mitteilte, waren zu lesen das Wort „Volksverräter“ und ein Hakenkreuz.Rheinische Post

01.07.2015, Berlin-Weißensee

Flüchtlingsfamilie von fünf Männern überfallen

Eine vierköpfige Flüchtlingsfamilie aus Serbien ist Mittwochvormittag in der Buschallee von fünf Männern beschimpft, geschlagen und ausgeraubt worden. Sogar die elfjährige Tochter bekam einen Fausthieb ab. Zwei Verdächtige wurden festgenommen. Aus einer Eckkneipe kamen plötzlich fünf Männer auf sie zugestürmt. Sie brüllten rassistische Parolen und schlugen laut Polizei „ohne ersichtlichen Grund“ auf den 42-jährigen Vater und seine 41-jährige Frau ein. Im Handgemenge wurde sogar die elfjährige Tochter von einem Fausthieb an der Schulter getroffen. Schließlich raubten die Angreifer den Brustbeutel des Vaters. Darin befanden sich ein wenig Geld, ein Mobiltelefon sowie persönliche Dokumente. Vater und Mutter hatten durch die Schläge Schürfwunden erlitten, ihre Tochter trug eine Prellung davon. Die Angreifer rannten nach der Tat weg; zwei von ihnen konnten später in einem Imbiss gestellt werden. Sie sind bisher nicht als rechtsextrem aufgefallen.Tagesspiegel

01.07.2015, Berlin-Marzahn 

Bedrohung und antisemitische Beleidigung

An der Landsberger Allee wurden gegen frühen Nachmittag zwei junge Männer von zwei Nazis beleidigt und bedroht. Der Hauptagressor versuchte die zwei Männer anzugehen, beleidigte sie antisemitisch und zeigte den Hitlergruß. Weiter rief er „Heil Hitler“.Berliner Register

01.07.2015, Berlin-Köpenick

Rassistische Mahnwache

In der Nähe der neuen Unterkunft für Geflüchtete im Salvador-Allende Viertel, fand eine rassistisch motivierte Lichterkette statt.Berliner Register

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