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Chronik Gewalt und Bedrohung durch Neonazis, Rassist_innen, Antisemit_innen – September 2015

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Chronik rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalt im September 2015. (Quelle: Wordle.net)

Wir stellen sie aus Zeitungsmeldungen, Meldungen von Opferberatungsstellen und Polizeipressemeldungen zusammen.

Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Wenn Sie weitere Vorfälle kennen, senden Sie bitte eine Mail an netz@amadeu-antonio-stiftung.de.

30.09.2015, Erfurt (Thüringen)

Rechte jagen nach AfD-Aufmarsch Linke durch Erfurt

Am Rande eines von der Rechtspartei AfD organisierten Aufmarsches in Erfurt hat es erneut mehrere Angriffe von Rechtsradikalen auf antifaschistische Demonstranten gegeben. Wie unter anderem der stellvertretende Bezirksvorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Sandro Witt, berichtet, wurde bei einer Attacke auf ihn und andere der Vorsitzende der Gewerkschaft ver.di in Thüringen »von diesen rechten Jägern« verletzt. Bei dem rechten Aufmarsch seien wie schon eine Woche zuvor Hitlergrüße gezeigt worden. Auch von Angriffen auf Journalisten wurde berichtet, ein Kollege der »Thüringer Landeszeitung« twitterte, er sei »von Neonazis bedroht und verfolgt worden«. Ebenso auf Familien gingen die Rechtsradikalen offenbar los, »eine Frau mit Kind« sei »von Nazis angegriffen« worden, hieß es vor Ort. Dem »Kind wurde die Nase blutig geschlagen«.ND

29.09.2015, Oberteuringen (Baden-Württemberg)

Oberteuringen: Flammen in Flüchtlingsunterkunft

Die Außenfassade einer ehemaligen Lager- und Produktionshalle in Oberteuringen-Neuhaus hat am frühen Dienstagmorgen gebrannt. Dort sollten Anfang November rund 50 Asylbewerber einziehen. Die Ermittlungen der Kripo sind zwar noch nicht abgeschlossen, ein technischer Defekt scheidet aber offensichtlich aus. Die Häfler Kripo geht mutmaßlich von einem Brandanschlag aus.Schwäbische.deSWR

29.09.2015, Lüdenscheid (NRW)

Lüdenscheid: Nach dem Brand in der Notunterkunft: Kripo ermittelt

In einem Lagerraum für Hygieneartikel in der Flüchtlingsunterkunft der Hermann-Gmeiner-Schule ist am Dienstag gegen 0.10 Uhr ein Brand ausgebrochen. Fünf Bewohner mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Sie sind inzwischen aber wieder entlassen. Die Kriminalpolizei schließt Brandstiftung nicht aus. Die Ermittlungen laufen.Come-on.de

28.09.2015, Dresden (Sachsen)

Fünf bis sechs Männer pöbelten am Montagabend zunächst zwei Asylsuchende aus Marokko beziehungsweise Tunesien an. Dann attackierten sie ihre beiden Opfer mit Glasflaschen, wodurch diese unter anderem Kopfverletzungen erlitten und im Krankenhaus behandelt werden mussten. Die Täter flüchteten, die Polizei ermittelt gegen sie wegen gefährlicher Körperverletzung.Sächsische Zeitung

28.09.2015, Dresden (Sachsen)

Pegida-Demonstranten prügeln auf Journalisten ein

Bei der Pegida-Demonstration in Dresden sind zwei Reporter von Pegida-Anhängern attackiert worden. Statt die Angreifer aufzuhalten, johlte die Menschenmenge um sie herum. ie die „Dresdner Neuesten Nachrichten“ und der MDR berichteten, erhielt ein Reporter einen Faustschlag ins Gesicht, ein weiterer sei von einem Pegida-Anhänger getreten worden. Die Täter seien anschließend in der johlenden Menge verschwunden. FAZ; vgl. ZEIT Online

27.09.2015, Radebeul (Sachsen)

Radebeul: Anschlag auf Büro des stellvertretenden sächsischen Ministerpräsidenten Martin Dulig

Auf das Radebeuler Büro des stellvertretenden Ministerpräsidenten Martin Dulig (SPD) wurden Pflastersteine geworfen. Das Operative Abwehrzentrum hat die Ermittlungen übernommen.SZ

27.09.2015, Dresden (Sachsen)

Vertreter des Netzwerks »Dresden für Alle« bedroht

Ein Vertreter des Netzwerkes »Dresden für Alle« ist am Wochenende massiv bedroht worden. Unbekannte hätten den Sprecher Eric Hattke angerufen und ihn und seine Familie in Angst versetzt, wie das Netzwerk am Montag mitteilte. Hattke solle aufhören, sich für Ausländer einzusetzen, sonst würde er nächste Woche »platt gemacht«. Das Netzwerk engagiert sich unter anderem bei Demonstrationen gegen Rechtsextremisten und die fremdenfeindliche »Pegida«-Bewegung. Die Dresdner Polizeidirektion bestätigte eine entsprechende Strafanzeige. Hattke sei wiederholt beschimpft worden, teilte das Netzwerk weiter mit. Außerdem seien Aussagen wir »Wir schießen durch Fenster« und »Wir haben hier Kameraden« gefallen. Es ist nicht der erste Einschüchterungsversuch aus dem rechtsradikalen Spektrum. Wenige Tage vor dem Drohanruf habe gegen Hattke bei der Polizei eine Anzeige wegen eines angeblichen Gewaltverbrechens vorgelegen, berichtet die Sächsische Zeitung. Schnell stellte sich jedoch heraus: Die Anschuldigung des Unbekannten war frei erfunden, die Falschanzeige wurde inzwischen von der Kriminalpolizei zur Anzeige gebracht.ND

27.09.2015, Pinnow (Mecklenburg-Vorpommern)

Ein Unbekannter hat am Flüchtlingsheim im Ferienlager Pinnow bei Anklam Scheiben eingeworfen und sich an der Umzäunung zu schaffen gemacht. Der Wachschutz bemerkte den Vorfall zwar, der Täter konnte aber entkommen.Nordkurier

26.09.2015, Halberstadt (Sachsen-Anhalt)Eine Gruppe Männer ist nach Polizeiangaben mit rassistischen Parolen durch Halberstadt gezogen und hat mehrere Männer angegriffen. Vier Opfer im Alter zwischen 17 und 24 Jahren seien bei verschiedenen Attacken in der Nacht zu Samstag verletzt worden, teilte die Polizei in Magdeburg mit. Ein 17-Jähriger gab an, die dunkel gekleideten, unbekannten Täter hätten ihn mit einem Schlagring und einer Fahnenstange geschlagen. Er kam vorsorglich ins Krankenhaus. Die anderen Männer wurden leicht verletzt. Zeugen hatten gemeldet, dass die dunkel gekleidete Gruppe herumlief und Parolen wie „Ausländer raus“ rief.Volksstimme

26.09.215, BremenDas Großzelt im Bremer Stadtteil Blumenthal war schon aufgebaut, Mitte Oktober sollen erste Flüchtlinge einziehen. Am Wochenende versuchten Unbekannte dies noch zu verhindern: Sie entzündeten Brandbeschleuniger an den Bodenbrettern eines Notausgangs. Das Vorhaben misslang. Das Feuer erlosch von selbst, der Schaden blieb gering. Die Täter jedoch entkamen unbekannt. Wie so oft.taz

26.09.2015, Dresden (Sachsen)Bei einem rassistischen Übergriff wurde am späten Samstagabend ein Asylsuchender aus Pakistan im Dresdner Hauptbahnhof durch vier Personen angegriffen und verletzt. Auf die Frage, ob er Asylbewerber oder Tourist sei, habe er sich als Asylsuchender zu erkennen gegeben und wurde daraufhin rassistisch beleidigt und gestoßen. Bei dem Versuch, sich zu entfernen, schlug ihn anschließend einer der Täter mit einer Bierflasche nieder. Als ein Zeuge dem 23jähriger Pakistaner zu Hilfe eilte, wurde auch dieser von der Gruppe beschimpft und geschubst. Die herbeigerufene Polizei konnte drei der zum Tatzeitpunkt alkoholisierten Angreifer kurz darauf stellen. Alle drei sind der Polizei bereits wegen ähnlicher Taten bekannt.ADDN

26.09.2015, Heidenau (Sachsen)

Mit Bierflaschen gegen Geflüchtete

In Heidenau sind am Samstagabend vier Flüchtlinge aus Pakistan angegriffen worden. Ein 24-jähriger und ein 33-jähriger Asylbewerber wurden verletzt, wie ein Polizeisprecher am Sonntag weiter mitteilte. Vorausgegangen sei eine verbale Auseinandersetzung mit den Jugendlichen. Einem der Asylbewerber sei mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen worden, sagte der Sprecher. Er habe wegen einer Platzwunde im Krankenhaus behandelt werden müssen. Ein zweiter Pakistaner habe Kratzwunden im Gesicht gehabt.taz

26.09.2015, Berlin-Marzahn

Flüchtlingskind attackiert

Im Bürgerpark Marzahn ist am Samstagnachmittag ein 10-jähriges Flüchtlingskind angegriffen und „fremdenfeindlich beleidigt“ worden, wie die Polizei mitteilte. Als der Junge an einer Rutsche spielte, sei ein Mann auf ihn zugegangen, habe ihn am Genick gepackt und beschimpft. Der Mann soll gesagt haben: „Verpisst euch, ihr werdet alle abgeschoben.“ Als zwei Mädchen dem Kind zur Hilfe kamen, wurden offenbar auch sie beleidigt. Dann habe sich der Mann abgewandt und den Spielplatz in Richtung Ludwig-Renn-Straße verlassen.Berliner Zeitung

26.09.2015, Niederau (Sachsen)

THW-Mitarbeiter angegriffen und beschimpft

Erneut ist es in Sachsen zu Auseinandersetzungen vor einer geplanten Flüchtlingsunterkunft gekommen. In Niederau bei Meißen wurden in der Nacht zum Sonnabend Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) angegriffen und beschimpft. Sie waren am ehemaligen Real-Markt, um das Gebäude für die Ankunft der ersten Flüchtlinge vorzubereiten. Rund 500 Flüchtlinge sollen dort unterkommen, unterdessen sind in der neuen Notunterkunft 362 Plätze belegt. Nach Angaben des THW wurden die Helfer bei der Abfahrt blockiert. Fahrzeuge des Hilfswerks seien mit Gegenständen beworfen worden. Unterkunftsgegner hätten sich ihnen in den Weg gestellt. Auch ein nicht vom THW stammendes Auto wurde von Demonstranten attackiert. Laut Polizei wurde ein Außenspiegel kaputt getreten (mdr).

25.09.2015, Ebersberg (Bayern)

Am Abend wurde ein Dönerladen von Neo-Nazis überfallen, zwei Afghanen erlitten erhebliche Verletzungen. Döner-Imbisschef Mohammed Gharibyar hatte Glück. Er ist gerade in der Küche, als am Freitagabend gegen 21.45 vier bis fünf Männer seinen Laden stürmen, auf die Einrichtung eindreschen und seine beiden afghanischen Freunde verletzen – Nasiem Shenwari eben mit einem Baseball-Schläger, einen anderen 20-jährigen Mann mit einem Messer an der Hand. Der Überfall hat eine Vorgeschichte: Gharibyar steht gegen 19 Uhr vor seinem Laden, um eine Zigarette zu rauchen. Er beobachtet, wie zwei Männer am Bahnhof farbige Flüchtlinge anpöbeln, diese beschimpfen und beleidigen. Gharibyar ruft die Polizei. Diese taucht seinen Angaben zufolge etwa 20 Minuten später auf. Zu Spät. Als die Beamten den Bahnhof erreichen, sind sowohl Opfer als auch Täter weg. Doch die beiden Neo-Nazis sollten noch am gleichen Abend an den Tatort zurückkehren – diesmal mit Verstärkung. Gegen 21.45 Uhr stürmen sie den Döner-Laden und rufen Parolen wie „Ausländer-Schweine, haut ab“. Merkur

25.09.2015, Stetzsch (Sachsen)

Angriff auf zwei Asylbewerber in Stetzsch

Zwei Asylbewerber wurden mit Pfefferspray attackiert. Sie können sich nicht erklären, aus welchem Grund jemand so handelt. Wenn Jwan und Saad jetzt das Asylbewerberheim im Lindenhof Stetzsch verlassen, begleitet sie mittlerweile ein mulmiges Gefühl. Denn am Freitagabend wurden beide Männer unerwartet angegriffen, als sie mit zwei Fahrrädern auf dem Weg zur Elbe waren. „Manchmal schauen wir da den Schiffen zu“, erzählt der 24-jährige Jwan aus Syrien. Er und Saad sind gerade einige Hundert Meter geradelt und fahren auf dem Fußweg der Flensburger Straße, als ihnen ein weißer Transporter entgegenkommt. Sie schenken ihm keine große Beachtung und werden deshalb total überrumpelt, als ihnen im Vorbeifahren eine brennende Flüssigkeit ins Gesicht gesprüht wird. Beide glauben, dass es Pfefferspray ist. Die jungen Männer stürzen zu Boden und können kaum mehr etwas sehen.Sächsische Zeitung

25.09.2015 Dresden (Sachsen)

Am Abend wurden zwei Asylbewerber unerwartet angegriffen, als sie mit Fahrrädern auf dem Weg zur Elbe waren. Ihnen kam ein weißer Transporter entgegen, dem sie keine große Beachtung schenkten und werden deshalb total überrumpelt, als ihnen im Vorbeifahren eine brennende Flüssigkeit ins Gesicht gesprüht wird. Beide glauben, dass es Pfefferspray ist. Die jungen Männer stürzen zu Boden und können kaum mehr etwas sehen. Beide werden von einem Notarzt ambulant behandelt. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Körperverletzung.

Sächsische Zeitung

24.09.2015, Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)

Unbekannte haben in der Nacht zu Freitag mehrere Aufkleber mit nationalistischem Inhalt auf Fenster und Türen der neuen Notunterkunft in der Greifswalder Feldstraße geklebt. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich um Sprüche wie „Wehr‘ dich gegen den großen Austausch“, eine Losung der neurechten „Identitären Bewegung“.Ostsee-Zeitung

22.09.2015, Heiligenstadt (Thüringen)

Bundespolizei ermittelt nach antisemitischem Graffiti in Heiligenstadt

„Diese Graffiti sind eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen.“ Polizeihauptkommissar Michael Oettel aus Erfurt lässt daran keinen Zweifel, auf der Wand am Bahnhof Heilgenstadt steht u.a. „Scheiß Juden“. Deshalb, sagt der Sprecher der Erfurter Dienststelle der Bundespolizei, sei durch die Bundespolizei auch Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt worden. Thüringer Allgemeine

22.09.2015, Halle (Sachsen-Anhalt)

Libyer geschlagen und aus Straßenbahn gestoßen

In Halle ist am Dienstagabend ein 35-jähriger Mann aus Libyen von zwei unbekannten Männern beschimpft und geschlagen worden. Weil ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt der Staatsschutz.

Mitteldeutsche-Zeitung

21.09.2015, Oschersleben

Männer werfen Flasche gegen Flüchtlingsunterkunft in Oschersleben

Vier junge Männer haben in der Nacht zu Montag eine Flasche gegen eine Flüchtlingsunterkunft in Oschersleben geworfen. Dank Zeugenaussagen konnten die mutmaßlichen Täter schnell gefasst werden.Mitteldeutsche Zeitung

21.09.2015, Freital (Sachsen)

Böller-Anschlag auf Büro der Linkspartei

Auf ein Büro der Linkspartei in Freital ist in der Nacht zum Montag ein Böller-Anschlag verübt worden. Dabei ging eine Schaufensterscheibe zu Bruch. Auch Teile des Rahmens und des Mauerwerks wurden beschädigt. Verletzt wurde niemand, wie eine Sprecherin des Operativen Abwehrzentrums (OAZ) mitteilte.LVZ

21.09.2015 Halle (Saale)Gegen 23 Uhr rempelt ein Jugendlicher einen 34-jähriger Marokkaner am Rennbahnkreuz im Stadtteil Neustadt an und schlägt ihm mit Fäusten ins Gesicht. Der Betroffene erleidet eine Platzwunde. Etwa zehn Minuten zuvor hatten ein Junge und zwei Mädchen an einem islamischen Kulturzentrum mit Moschee randaliert und dabei u.a. „Wir sind das Volk!“ gerufen. Das Trio warf eine Scheibe ein, riss mehrere Koniferen aus dem Boden und kippte Mülleimer aus. Die Polizei prüft einen Zusammenhang zwischen den Taten und fahndet nach zwei ca. 13-jährigen Mädchen sowie einem ca. 15-jährigen Jungen.

Mobile Opferberatung

20.09.2015, Freital (Sachsen)

Böller-Anschlag auf Flüchtingswohnung

Im sächsischen Freital wurde in der Nacht eine Flüchtlingswohnung beschädigt, als Unbekannte einen nicht zugelassenen Böller im Fensterbrett zündeten. Der Polizei zufolge wurde die Fensterscheibe zerstört. Vom Operativen Abwehrzentrum hieß es, wäre zum Zeitpunkt der Explosion jemand im Raum gewesen, wäre er durch Splitter verletzt worden. Man ermittle gegen Unbekannt. In der betroffenen Wohnung leben Asylbewerber aus Eritrea.LVZmdrNeues Deutschland

20.09.2015, Wertheim (Baden-Württemberg)

Brandanschlag auf Notunterkunft für Flüchtlinge

Auf eine geplante Notunterkunft für Flüchtlinge im baden-württembergischen Wertheim ist offenbar ein Brandanschlag verübt worden. Das teilte eine Sprecherin der Stadt am Sonntagmorgen mit. In der Sporthalle standen seit Samstag 330 Betten. Nun sei das Gebäude einsturzgefährdet und nicht mehr nutzbar. Am nächsten Tag demonstrierten 1.500 Menschen spontan gegen Rassismus (BR)

20.09.2015, Laage (MV)

Brandanschlag auf geplante Asylunterkunft

Auch im Landkreis Rostock hat es am Sonntag einen Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft gegeben. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus bei Laage. Hier habe es auf dem Dachboden gebrannt. Ob das Gebäude immer noch als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden kann, sei noch unklar. mdrNeues Deutschland

20.09.2015, Neuhardenberg (Brandenburg)

Autos von Angehörigen der Flüchtlingsinitiative angezündet

In Neuhardenberg in Brandenburg standen in der Nacht zwei parkende Autos von Angehörigen einer Flüchtlingsinitiative in Flammen. Nach Angaben der Polizei wurden die Fahrzeuge in der Nacht angezündet. Ein politischer Hintergrund liege nahe. An Haustüren und Laternen in der Umgebung seien Aufkleber und Wurfzettel mit der Aufschrift „Flüchtlinge nicht willkommen“ entdeckt worden.mdrNeues Deutschland

20.09.2015, Großräschen (Brandenburg)

Rechte Attacke auf Flüchtlingsfamilie in Großräschen

In Großräschen (Oberspreewald-Lausitz) wurde eine syrische Familie attackiert. Am Tatort wurden Aufkleber der rechsextremen „Identitäre Bewegung“ gefunden. Die Polizei geht von einem rassistischen Hintergrund aus, nun ermittelt der Staatsschutz. Nach Angaben der Polizeidirektion Süd warfen die bislang unbekannten Täter Steine auf die Erdgeschosswohnung. Dabei wurden der Rollladen und die Außenschreibe des doppelt verglasten Balkonfensters beschädigt. Die syrische Familie wurde bei dem Angriff nicht verletzt. Die Polizei fand danach bei der Spurensicherung Aufkleber am Balkon der Wohnung, offenbar hinterlassen von den Angreifern. Auf den Aufklebern stand die Aufschrift: „Islamisierung? Nicht mit uns! Identitäre-bewegung.de“ Potsdamer Neuste Nachrichten

20.09.2015, Glinde

Rassistische und neonazistische Graffitis in Flüchtlingsunterkunfts-Nähe

In der Nacht vom 20.09. auf den 21.09. entstanden in Glinde/ Schleswig-Holstein zahlreiche Graffiti mit rassistischen Äußerungen und neonazistischen Symbolen – „88“ – „Fuck Asyl“ – „Nationaler Widerstand Glinde“ (Fotos können nachgesandt werden, wenn nötig).Diese häufen sich auffällig in der Nähe der Unterkünfte der Flüchtlinge. Sie befinden sich auf Verkehrszeichen, Verteilerkästen sowie direkt auf der Straße.mut-in-glinde.de

20.09.2015, Tostedt

Betrunkener verletzt in Tostedt vier Asylbewerber

Die aus dem Sudan, Eritrea, Somalia und Libyen stammenden Männer wurden leicht verletzt und noch am Tatort medizinisch versorgt. Der 34-jährige Angreifer hatte am Sonntag nach Aussagen von Augenzeugen mitten in Tostedt seine Opfer geschlagen und getreten. Bei der Festnahme leistete er erheblichen Widerstand, eine Atemalkoholmessung ergab 2,0 Promille. Der Mann musste die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen.Hamburger Abendblatt

20.09.2015, Essen

HoGeSa-Anhänger_innen greifen Gegendemonstrant_innen in Essen an

Nach Kundgebungen in der Essener Innenstadt kam es zu Ausschreitungen, als HoGeSa-Anhänger Teilnehmer der Gegendemo mit Stühlen und Stöcken angriffen. Die Polizei hat am Sonntag in der Innenstadt mehr als 100 HoGeSa-Anhänger („Hooligans gegen Salafisten“) festgesetzt. Sie hatten auf der Viehofer Straße mit Stühlen auf Teilnehmer eine Gegendemo geworfen und die Glastür einer Bar eingeworfen, in die die Angegriffenen geflüchtet waren. Mindestens zwei von ihnen wurden verletzt. Zu den Übergriffen kam es nach einer Kundgebung der HoGeSa mit rund 220 Anhängern auf dem Viehofer Platz und der Gegenveranstaltung des Bürgerbündnisses „Essen stellt sich quer“ mit etwa 260 Teilnehmern auf dem Pferdemarkt.DerWesten.deLokalkompass.de

20.09.2015, Bad Rodach

In der Nacht zu Sonntag ziehen vier oder fünf junge Männer gegen 2.30 Uhr vor die Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in der Straße „Am Mönchszehnt“. Dort grölen sie zunächst lautstark herum, dann werfen sie Gegenstände gegen die Hausfassade und Fenster. Sie zerstören zwei Fensterscheiben und flüchten anschließend. Eine Fahndung der Polizei verläuft ergebnislos.

A.i.d.a

19.09.2015, Mögglingen (BW)

Moschee in Mögglingen beschmiert

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Samstag die Fensterscheiben, die Hausfassade sowie den Bürgersteig vor einer Moschee im baden-württembergischen Mögglingen mit rassistischen und islamfeindlichen Parolen beschmiert. Die vom Verfassungsschutz beobachtete Islamische Gemeinschaft Milli Görüs teilte am Samstag in Kerpen mit, die Moschee sei gezielt mit Hakenkreuzen und den Schriftzügen »Raus« beschmiert worden.Neues Deutschland

19.09.2015, Riedlingen (BW)

Hakenkreuze an Flüchtlingsunterkunft, Müllcontainer angezündet

Vor einer Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Riedlingen nahe Ulm sind in der Nacht Müllcontainer angezündet worden. Zugleich gab es neonazistische Schmierereien, wie die Polizei mitteilte. In der Asylunterkunft leben 47 Flüchtlinge aus Syrien. An der Wand des Hauses wurden Hakenkreuze und rassistische Parolen wie »Refugees fuck off« entdeckt.Neues Deutschland

19.09.2015, Bischofswerda (Sachsen)

Bischofswerda (Sachsen): Neonazis blockieren Einfahrt zu Erstaufnahmeeinrichtung

Im sächsischen Bischofswerda sind derweil Rassisten und Neonazis sowie »besorgte Bürger« erneut gegen Flüchtlingen in der dortigen Erstaufnahmeeinrichtung aufmarschiert. Wie die Polizei in Görlitz mitteilte, versammelten sich im Laufe des Freitagabends bis zu hundert zum Teil aggressive Personen vor der Unterkunft, sie blockierten teilweise die Einfahrt. Gegen einen der Reisebusse mit Zufluchtsuchenden wurde eine Glasflasche geworfen. Zwei 18 und 34 Jahre alte Männer zeigten den Hitlergruß, gegen sie wurde ein Strafverfahren eingeleitet.Neues DeutschlandMittelbayerische.de

19.09.2015, Berlin-Tegel

Jugendliche bewarfen türkischstämmige Familie mit Äpfeln – und wurden verprügelt

Samstagabend kam es nach Obst- und Gemüsewürfen und einer fremdenfeindlichen Beleidigung im Reinickendorfer Ortsteil Tegel zu einem Polizeieinsatz. Nach derzeitigem Ermittlungsstand befanden sich eine 33-jährige türkischstämmige Frau mit ihren drei Kindern im Alter von drei, acht und zehn Jahren gegen 19.30 Uhr auf dem Gehweg des Kamener Wegs, als sie aus einem Wohnhaus heraus mit Äpfeln und Tomaten beworfen wurden. Anschließend sollen die Vier mit „Scheiß Moslems“ fremdenfeindlich beleidigt worden sein. Ein Kind wurde durch einen Apfel am Bein getroffen und klagte über Schmerzen. Die Frau begab sich mit ihren Kindern zu in der Nähe wohnenden Familienangehörigen und informierte diese über das Geschehen. Daraufhin liefen zwei Angehörige zum entsprechenden Wohnhaus und der entsprechenden Wohnung und klopften an der Tür. Als ihnen geöffnet wurde, sollen sie in die Wohnung gestürmt sein. Einer der beiden Männer, der einen Holzstiel dabei hatte, soll damit auf die beiden in der Wohnung anwesenden 14- und 15-jährigen mutmaßlichen Obst- und Gemüsewerfer und Beleidiger eingeschlagen haben. Ermittelt wird nun gegen alle Beteiligten.Tagesspiegel

18.09.2015,Berlin

Geflüchtete Kinder mit Messer bedroht in Hellersdorf

Am Abend wurden 5 Kinder zwischen 8 und 12 Jahren aus der Unterkunft für Asylsuchende massiv bedroht. Die Gruppe von ca. 30 schwarz gekleideten und teilweise vermummten Personen beleidigten die Kinder rassistisch und forderte sie auf die Bundesrepublik zu verlassen. Einer der Männer zog ein langes Messer und ging damit auf die Kinder zu, woraufhin diese sich in das Asylbewerberheim zurückzogen.

Berliner Register

17.09.2015, Burgkirchen (Bayern)

Brand in Keltenhalle gelegt – Rassistische Parolen an der Wand

Unbekannte haben in der Keltenhalle ein Feuer gelegt. Die Halle wird derzeit als Fahrradwerkstatt für Bedürftige und Flüchtlinge verwendet. Zwischen Donnerstag, 17. September, und Montag, 21. September, haben bislang unbekannte Täter einen Brand in der Keltenhalle verursacht, der einen geringen Sachschaden zur Folge hatte. Schmierereien an den Hallenwänden lassen einen fremdenfeindlichen Hintergrund vermuten. Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise.Innsalzach24.deOVB-Online

17.09.2015, Bad Aibling (Bayern)

Brand an einer noch leerstehenden Containersiedlung

In Bad Aibling hatten Unbekannte einen Brand an einer noch leerstehenden Containersiedlung für Asylbewerber gelegt und dabei für eine kleinflächige Verrußung der metallenen Außenhaut gesorgt. Auch hier erlosch das Feuer von allein.OVB-Online

17.09.2015, Berlin

Versuchter Angriff auf Jugendliche aus Notunterkunft Glambecker Ring

Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen aus der Notunterkunft am Glambecker Ring war am späten Nachmittag mit 2 Studierenden auf dem Rückweg von einem Ausflug. Kurz vor der Notunterkunft kommt eine Gruppe von Neonazis die versuchen sie anzugreifen. Sie werden rassistisch beleidigt, ihnen mir mit Mord gedroht. Unter anderem wird gerufen „Wir schlitzen euch auf!“. Die  Kindern und Jugendlichen können sich knapp in die Notunterkunft retten. Dort weigert sich der Heimleiter die Polizei zu alarmieren und spielt das Ganze massiv herunter. Weiter fängt an den Studierenden vorzuwerfen sie selbst würden für die rassistische Gewalt verantwortlich sein und würden „provozieren“. 

Berliner Register

17.09.2015, München (Bayern)

Im Zeitraum von 19.00 Uhr bis 21.30 Uhr kleben Unbekannte drei DINA A4-Blätter ans Jüdische Museum, auf denen ein Davidstern und (in nach Polizeiangaben „altdeutscher“ Schrift) das Wort „Jude“ zu sehen ist. Gegen 8.30 Uhr entdeckt ein Passant ein ähnliches Blatt auf der Infosäule am U-Bahnabgang Marienplatz.

A.i.d.a

15.09.2015, Kahla (Thüringen)

Erneute Schmierereien und rechtsextreme Flyer am Demokratieladen in Kahla

Am Demokratieladen in der Margarethenstraße in Kahla sind Fenster beschmiert worden. Wie Projektleisterin Maria Diedrich informiert, wurden das Logo des Ladens und ein Aushang gezielt mit Farbe übersprüht. „Im Eingang wurden, ­offensichtlich von den Tätern, rechtsextreme Flyer abgelegt. In den letzten Wochen waren bereits Aufkleber mit neonazistischem Hintergrund am Laden angebracht worden. Auch wegen des neuesten Vorfalls wurde Anzeige erstattet“, berichtet sie.OTZ

15.09.2015, Dresden (Sachsen)

Anschlag auf SPD-Büro in Dresden: Vermutlich Buttersäure

Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag einen Anschlag auf ein Abgeordnetenbüro der SPD in Dresden verübt. Dabei verteilten sie eine übelriechende Flüssigkeit, wie das für Extremismus zuständige Operative Abwehrzentrum (OAZ) am Dienstag mitteilte. Nachbarn hätten am Morgen einen «widerwärtig stinkenden Geruch», vermutlich von Buttersäure, gemeldet.Freie Presse

14.05.2015 Porta Westfalia (Nordrhein-Westfalen)

Unbekannte haben einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft im ostwestfälischen Porta Westfalica verübt. Wie die Polizei in Bielefeld am Dienstag mitteilte, warfen die Täter am Montagabend gegen 23.30 Uhr eine Glasflasche mit einer brennbaren Flüssigkeit gegen die Außenfassade der kommunalen Unterkunft.

Bis auf eine Rußspur hinterließ das Feuer nur geringen Sachschaden. Verletzt wurde niemand. In den zwei Gebäuden der Notunterkunft hielten sich zur Tatzeit 37 Flüchtlinge unterschiedlicher Nationalitäten auf.

Tagesspiegel

14.09.2015, Eilenburg (Sachsen)

Eilenburg: Rechte Parolen auf Mauer gesprüht

Auf die Hochschutzmauer in Eilenburg wurden rechtsradikale Schriftzüge mit dem Wortlaut „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“ gesprüht. Die Kripo ermittelt wegen Sachbeschädigung mit ausländerfeindlichem Bezug.LVZ

14.09.2015, Minden (NRW)

Brandanschlag auf Flüchtlingsheim bei Minden

Die Serie der Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte reißt nicht ab: Am Montagabend haben Unbekannte versucht, ein Heim in Porta Westfalica bei Minden anzuzünden. Derzeit leben dort 37 Flüchtlinge. Auf eine Flüchtlingsunterkunft in Porta Westfalica ist ein Brandanschlag verübt worden. Unbekannte warfen am Montagabend eine Glasflasche mit einer brennenden Flüssigkeit an die Fassade des Gebäudes in Ostwestfalen. Bis auf eine Rußspur hinterließ das Feuer aber nur geringen Sachschaden.Die Welt

13.09.2015, Berlin

Rassistische Parolen vor Flüchtlingsheimen in Berlin-Marzahn

Nach rassistischen Übergriffen vor zwei Flüchtlingsheimen in Berlin-Marzahn hat die Polizei vier Menschen festgenommen. Wie die Behörde am Sonntag mitteilte, hatte zunächst ein 44-Jähriger in der Nacht gegen 1.00 Uhr aus einer vierköpfigen Gruppe heraus vor einer Unterkunft mit ausgestrecktem rechten Arm rassistische Sprüche skandiert. Eine Atemkontrolle ergab einen Wert von zwei Promille. Seine Begleiter, zwei Männer im Alter von 37 Jahren und eine 27-jährige Frau, erhielten Platzverweise. Gleichwohl versuchten diese rund zwei Stunden später in ein anderes Flüchtlingsheim einzudringen. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes verhinderten dies jedoch. Daraufhin flog aus Richtung des Trios eine Glasflasche. Die drei wurden ebenfalls festgenommen, auch sie waren alkoholisiert.Berliner Zeitung

13.09.2015, Berlin

Berlin-Friedrichshain: Neonazis ziehen durch die Rigaer Straße

Das gab es bisher noch nicht: Eine Gruppe von mehr als 40 Neonazis ist im linken Szenekiez rund um die Rigaer Straße in Friedrichshain aufmarschiert. Es gab Auseinandersetzungen mit Steinen und Holzlatten. Nach Angaben der Polizei zogen mehr als 40 Neonazis am Sonnabendmorgen gegen 7.30 Uhr vom S-Bahnhof Frankfurter Allee kommend durch den Friedrichshainer Nordkiez. Im Bereich der Rigaer Straße befinden sich mehrere linksalternative Wohnprojekte. Die Demonstranten, die der Polizei zum großen Teil bekannt sind und zur gewaltbereiten rechten Szene gehören, skandierten in der Rigaer Straße verfassungsfeindliche Parolen. Die Anwohner wurden von dem Nazi-Aufmarsch überrascht. Ein großer Teil der Bewohner der linken Wohnprojekte war zu dieser Zeit in Hamburg, um dort gegen einen bundesweiten Aufmarsch der rechten Szene zu protestieren. Die Verbliebenen waren größtenteils noch im Bett. eide Seiten sollen sich gegenseitig mit Flaschen und Steinen beworfen haben. Laut Zeugenaussagen wurden auch Holzlatten und andere Gegenstände eingesetzt. Ein 23-Jähriger wurde laut Polizei verletzt und musste ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei nahm insgesamt 44 Personen fest. 41 von ihnen gehörten der Neonazi-Gruppe an, die zuvor skandierend durch die Straße gezogen war. Berliner Zeitung

12.09.2015, Wiehl (NRW)

Wiehl in Nordrhein-Westfalen: Brand in Waggon – Polizei vermutet rassistisches Motiv

Die nordrhein-westfälische Gemeinde Wiehl überlegt, Flüchtlinge in abgestellten Waggons unterzubringen. Am 12.09.2015 haben Unbekannte dort einen Zug in Brand gesteckt – und unmissverständliche Parolen hinterlassen. Der Schwelbrand auf einem Nebengleis war nach ersten Erkenntnissen in einem der leeren Abteile ausgebrochen, teilte die Polizei mit. Dabei habe sich starker Rauch entwickelt. Nach den Löscharbeiten der Feuerwehr nahm die Polizei die Ermittlungen auf. Dabei fielen den Beamten die fremdenfeindlichen Schmierereien an der Außenwand des Zugs ins Auge. Spiegel Online

12.09.2015, Neuruppin (Brandenburg)

Neuruppin: Neonazi-Angriff auf linkes Wohnprojekt

Mehrere Männer haben am Samstagabend in Neuruppin Fenster am Haus des Neuruppiner Jugendwohnprojektes Mittendrin eingeschlagen und sind nahe dem Ruppiner Einkaufszentrum auf drei Jugendliche losgegangen. Die Polizei nahm schließlich einen 34-Jährigen fest. Das Jugendhaus spricht von einem gezielten Neonazi-Angriff.  Nach einem Angriff auf das Haus des linksalternativen Jugendwohnprojektes Mittendrin an der Schinkelstraße in Neuruppin hat die Polizei am Samstagabend einen wegen ähnlicher Delikte hinlänglich bekannten 34-Jährigen vorläufig festgenommen. Das teilte ein Sprecher am Sonntag mit. Gemeinsam mit vier weiteren Männern hatte der 34-Jährige am Samstagabend gegen 21.40 Uhr offenbar mehrere Fenster des Gebäudes eingeschlagen. Kurz darauf ging die Gruppe an der Shell-Tankstelle an der Heinrich-Rau-Straße wohl auf eine 15-Jährige und eine 16-Jährige sowie nahe dem Ruppiner Einkaufszentrum (Reiz) auf einen 18-Jährigen los. Die Angreifer waren in einem Nissan mit Wittstocker Kennzeichen unterwegs. Als Polizisten versuchten, das Auto am Reiz zu stoppen, fuhr er rückwärts und gegen den Streifenwagen. Mehrere Männer stiegen aus und flüchteten, darunter der 34-Jährige, der von Beamten festgehalten wurde. Er musste pusten, der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,05 Promille. Einen Führerschein hat der Mann nicht. Polizisten stellten in der Nähe drei weitere Männer im Alter von 34, 27 und 20 Jahren. Ob und inwieweit sie an dem Angriff aufs Mittendrin und die Jugendlichen beteiligt waren, werde noch geprüft, hieß es am Sonntag von der Polizei.MAZ

12.09.2015, Berlin

Neonazis rufen Parolen vor Containerunterkunft

Eine Gruppe von 4 Neonazis stellte sich gegen 1 Uhr Nachts vor den Haupteingang der Containerunterkunft für Asylsuchende am Blumberger Damm in Marzahn. Aus der Gruppe Heraus wurde der Hitlergruß gezeigt und lautstark rassistische Parolen gerufen. Die Polizei konnte ein Täter verhaftet werden und der Rest der Gruppe bekam Platzverweise.

Berliner Register

11.09.2015, Berlin

Männer aufgrund eines kurdischen Tuches angegriffen und verletzt

Am Freitag Abend wurden zwei Männer von mehreren Männern zunächst beleidigt und dann geschlagen. Die Betroffenen waren gegen 20 Uhr am Kottbusser Tor unterwegs, als einer von ihnen zunächst auf sein kurdisches Tuch angesprochen wurde. Die Täter forderten dann die Herausgabe des Tuches und Beleidigten die beiden Männer, die sich daraufhin entfernten. Die Täter folgten den beiden Männer, um sie wenig später erneut anzugreifen, wobei das eine Opfer durch die Schläge eine Kopfverletzung davon trug. In der Zwischenzeit waren Passant*innen auf das Geschehen aufmerksam geworden und eilten den Beiden zu Hilfe woraufhin die Täter davon liefen.

Berliner Register

11.09.2015, Berlin

Rassistischer Angriff in Hellersdorf

Am frühen Abend gegen 18:30 Uhr kam es in der Grünanlage nahe der Kreuzung Hellersdorfer Straße Ecke Cecilienstraße zu einem rassistischen Angriff. Ein 19 Jähriger geriet in eine Auseinandersetzung mit 3 Männern, von denen einer ihn rassistisch beleidigt. Im weiteren Verlauf wurde der 19 Jährige mit Messerstichen schwer verletzt an der Schulter und erlitt weiter mehrere Platzwunden am Kopf.

Berliner Register

10.09.2015, Berlin

Mann attackiert in Hohenschönhausen schwarze Frau

Eine Frau ist in der Nacht zu Donnerstag in Alt-Hohenschönhausen offenbar Opfer einer Körperverletzung und einer Beleidigung mit fremdenfeindlichem Hintergrund geworden. Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstagmorgen sagte, befand sich die 40-Jährige gegen 22.30 Uhr in der Hansastraße Ecke Orankeweg, als ihr zwei Männer und zwei Frauen entgegen kamen. Ein Mann aus der Gruppe soll die Passantin als Asylantin bezeichnet und ihr ins Gesicht gespuckt haben. Als die Frau, die von der Elfenbeinküste stammt, entgegnete, keine Asylantin zu sein, soll der Täter ihr gegen den Oberschenkel getreten und sie dabei auch an der Hand getroffen haben. Anschließend entfernte sich die Gruppe in Richtung Weißenseer Weg.Berliner Morgenpost

10.09.2015, Münchberg (Bayern)

Vier Männer werfen am frühen Donnerstagmorgen bei den Unterkünften für Asylsuchende in der Helmbrechtser Straße und gegenüber in der Brunnengasse mit Steinen insgesamt neun Fensterscheiben im Erdgeschoss ein. Zum Zeitpunkt der Steinwürfe kurz nach 2.00 Uhr hält sich zum Glück niemand in den betroffenen Räumen auf. Es entsteht ein Gesamtsachschaden von rund 2500 Euro.

A.i.d.a

09.09.2015, Berlin

Erneut Angriff auf Flüchtlingsheim in Berlin

Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch eine Bengalofackel in den Hof eines Flüchtlingsheims am Glambecker Ring geworfen. Sie war erst am Dienstag bezogen worden. Tagesspiegel

09.09.2015, Berlin

Bei einer spontan angemeldeten Demonstration kurdischer Gruppen gegen die kriegsähnlichen Zustände in der Türkei, flogen am Mittwochabend in Kreuzberg Flaschen, Eier und Böller. Mitglieder einer rechtsextremen türkischen Bewegung waren involviert.

Berliner Zeitung

09.09.2015, Gersheim (Saarland)

Unbekannte legen Feuer in Flüchtlingsunterkunft im Saarland

In einer geplanten Flüchtlingsunterkunft im saarländischen Gersheim ist ein Feuer gelegt worden. Wie das Landespolizeipräsidium in Saarbrücken mitteilte, wurden bei dem Brand in einer früheren Schule in der Nacht zum Mittwoch keine Menschen verletzt. Die Ermittler gehen von vorsätzlicher Brandstiftung aus.WAZTageblattBlaulichtreport-Saarland

09.09.2015, Bliesdalheim ( Saarland)

Am Mittwochmorgen hat es in einer ehemaligen Schule in Bliesdalheim gebrannt. Das Gebäude war für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen. Die Polizei geht von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus. Es entstand ein Sachschaden von mehreren 10.000 Euro, Personen kamen nicht zu Schaden.

SR Online

09.09.2015 Potsdam (Brandenburg)

Auf der Freundschaftsinsel ist ein 14 Jahre alter Flüchtlingsjunge aus Syrien von drei anderen Jugendlichen angegriffen und verletzt worden.  Nach Aussagen des syrischen Jungen haben ihn ein Junge und zwei Mädchen, etwa 15 bis 17 Jahre alt, nach seiner Herkunft gefragt. „Als er bestätigte, dass er Araber sei, beleidigten und beschimpften sie ihn sehr grob“, sagte eine Polizeisprecherin.

Der andere Junge habe den 14-Jährigen ins Gesicht geschlagen und gegen den Oberkörper getreten. Als der Syrer am Boden lag, wurde laut Polizei weiter auf ihn eingetreten. 

Potsdamer Neuste Nachrichten

09.09.2015, Münster (Nordrhein-Westfalen)

Auf ein Fenster des neuen Festsaals der Jüdischen Gemeinde Münster ist offenbar mit einer Schusswaffe ein Schuss abgegeben worden. Der genaue Tatzeitpunkt ist derzeit noch unklar.

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Münster, Sharon Fehr, zeigt sich schockiert über diese Tat.

Jüdische Gemeinde Münster

08.09.2105, Berlin

Nazis protestieren gegen Heimeröffnung in Marzahn

Am Glambecker Ring wird am Abend eine altes Schulgebäude als Notunterkunft für Geflüchtete hergerichtet, wobei solidarische Bürger_innen aus Marzahn mithelfen. Gegen Abend versammelt sich eine Gruppe von 15 bekannten Neonazis um Rene Uttke vor der Notunterkunft, bedroht Menschen und ruft rassistische Parolen. Erst als weitere Polizeikräfte ankommen wird die Gruppe weg geschickt, verbleibt aber im direkten Umfeld.

Berliner Register

07.09.2015, Rottenburg (Baden-Württemberg)

Mehrere Verletzte bei Brand in Flüchtlingsheim

In einer Unterkunft für Asylbewerber im baden-württembergischen Rottenburg ist ein Feuer ausgebrochen. Mehrere Menschen wurden verletzt, als sie sich durch einen Sprung aus dem Fenster in Sicherheit bringen wollten. Die Brandursache ist unklar. In Rottenburg am Neckar in Baden-Württemberg hat in der Nacht eine Unterkunft für Flüchtlinge gebrannt. Das Feuer war nach Polizeiangaben in einem mehrstöckigen Container ausgebrochen. Drei Menschen wurden verletzt, als sie sich durch einen Sprung aus dem Fenster in Sicherheit bringen wollten, zwei weitere Bewohner hatten Rauchgas eingeatmet. In der Unterkunft sind derzeit 84 Menschen gemeldet.Spiegel Online

07.09.2015, Rockensußra

Brand in geplanter Flüchtlingsunterkunft

In der Nach zu Montag brannten in Rockensußra die Dachstühle von drei Wohnhäusern aus. Diese sollten eigentlich als Unterkünfte für Flüchtlinge genutzt werden. Die Polizei geht von Branstiftung aus. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Ezra

07.09.2015, Rosenheim (Bayern)

In der Nacht von Montag, 7. September 2015, auf Dienstag, 8. September 2015 werfen unbekannte_Täter_innen beim „Z – linkes Zentrum in Selbstverwaltung“ in der Innstraße drei Fensterscheiben ein.

A.I.D.A

06.09.2015, Ebeleben (Thüringen)

Brand in drei Dachstühlen künftiger Asylunterkünfte

Eine künftige Asylbewerberunterkunft im thüringischen Ebeleben (Kyffhäuserkreis) ist am Montagmorgen in Brand geraten. Im Ortsteil Rockensußra brannten nach ersten Angaben der Polizei die Dachstühle von drei Wohnblöcken, die derzeit für die Unterbringung von Asylsuchenden saniert werden. Mehrere Ortsfeuerwehren waren im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Am Morgen dauerten die Löscharbeiten noch an. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand. Zur Ursache und zum Ausmaß der Brände konnten die Ermittler zunächst noch keine genaueren Angaben machen.BILD

06.09.2015, Neckergemünd (BW)

Rauchbombe in Hofanlage geworfen

Unbekannte haben am Sonntag eine Rauchbombe in die Hofanlage einer Flüchtlingsunterkunft in Neckargemünd (Rhein-Neckar-Kreis) geworfen. Dort sind unter anderem auch rund 50 Flüchtlinge untergebracht. Wie die Polizei am Montag mitteilte, handelte es sich um einen handelsüblichen Rauchkörper, der keinerlei Hitze entwickelte. Der Wirkstoff der Rauchbombe hatte sich bereits als ungefährlich erwiesen. Das Geschoss war in der Nacht auf Sonntag in der Hofanlage der Unterkunft gelandet, woraufhin 15 Menschen das Gebäude verlassen hatten. In der Anlage sind unter anderem auch rund 50 Flüchtlinge untergebracht.Stuttgarter Zeitung

06.09.2015, Dortmund (NRW)

Brandanschlag auf zukünftiges Asylbewerberheim 

Nach einem versuchten Brandanschlag in der Stadt auf ein zukünftiges Asylbewerberheim ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Die ehemalige Schule soll in Zukunft als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden, ist aber laut Angaben der Polizei von Sonntag noch nicht umgebaut. Nach Mitteilung der Ermittler hatte ein Zeuge in der Nacht auf Sonntag ein Scheibenklirren gehört und die Polizei verständigt. Die Feuerwehr stellte nur eine Rauchentwicklung fest, kein größeres offenes Feuer. Nach ersten Ermittlungen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft jedoch von einer vorsätzlichen Tat aus. Eine Sonderkommission ermittelt.T-OnlineRuhrnachrichten (Bezahlinhalt)

05.09.2105, Riesa (Sachsen)

Tschechische Bauarbeiter attackiert

Auf einer Baustelle attackierten fünf junge Männer zwei dort übernachtende tschechische Bauarbeiter. Einer wurde mit einem Messer verletzt, beide erlitte Kopfverletzungen und Hämatome. Sie warfen ihnen vor, die Arbeit wegzunehmen.

RAA Sachsen

05.09.2015, Plauen (Sachsen)

Asylsuchender erst beleidigt und dann geschlagen

Zwei Geflüchtete wurden gegen 21 Uhr auf dem Weg zum Kaufland von einem Mann mit den Worten „Scheiß Kanaken!“ rassistisch beleidigt und gleich darauf mit der Faust geschlagen. Nachdem sie sich zur Wehr setzten, flüchtete der Angreifer, um kurz darauf mit einer weiteren Person, die sich mit einem Baseballschläger bewaffnet hatte, zurückzukommen. Die Kaufland-Securities versuchten wohl, die beiden Angreifer aufzuhalten – ohne Erfolg – und riefen daraufhin die Polizei. Als diese eintraf, waren die Angreifer jedoch schon getürmt.

RAA Sachsen

03.09.2015, Witten (NRW)

Brandanschlag auf geplantes Flüchtlingsheim

In Witten hat es am Donnerstagmorgen in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft gebrannt. Bauarbeiter hatten das Feuer in dem noch leerstehenden Gebäude entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Die Polizei schließt einen rassistischen Hintergrund nicht aus. LKA und Staatsschutz ermitteln. In dem leerstehenden Haus Bommerholz, das in den nächsten Wochen als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden soll, war gegen 8.15 Uhr ein Schwelbrand entdeckt worden. Das Feuer, das schnell gelöscht werden konnte, richtete keinen größeren Sachschaden an. Laut Polizei drangen der oder die Täter von der Rückseite des Gebäudes in einen Anbau vor, in dem sie eine Fensterscheibe einschlugen. „Sie wollten noch weiter in das Gebäude hinein, das ist ihnen aber nicht gelungen“, sagt Volker Schütte von der Polizei in Bochum. Bauarbeiter, die in dem Haus gerade Renovierungsarbeiten durchführen, hatten beim Aufschließen eines Raumes das Feuer entdeckt. Es habe zum Glück nicht auf weitere Gebäudeteile übergreifen können.  Anhand der Spurenlage schließe man einen ausländerfeindlichen Hintergrund nicht aus, so Schütte. Außerdem sei die Tatsache, dass das Haus künftig als Asylbewerberunterkunft genutzt werden solle, öffentlich bekannt gewesen. Es sollte im September bezugsfertig werden.Ruhrnachrichten (Bezahlinhalt)

02.09.2015, Anklam

Asylbewerber mit Bierflasche angegriffen

Rassistische Beschimpfungen hat er schon öfter erleben müssen. Doch was dem Togolesen Djinyedjio Kokou am Mittwoch passierte, war das Schlimmste, was er in Anklam bisher erlebte. Auf dem Weg zur Arbeit wurde er von zwei Männern angegriffen. Am Mittwoch ist Kokou auf seinem Weg zur Arbeit von zwei Männern angegangen worden. Als Kokou den Männern im Birkenweg begegnete, habe einer versucht, ihn mit einer Bierflasche zu schlagen. „Da bin ich ausgewichen und habe sofort mein Handy herausgeholt und ein Foto von denen gemacht“, so Kokou. Die Männer hätten ihn darauf hin beschimpft. „Sie sagten: N**** was willst du hier. Raus mit dir aus Deutschland.“Nordkurier

02.09.2015, Nordhausen (Thüringen)

Steine auf Asylnotunterkunft

Am Mittwoch Abend warfen zwei Männer mehrere faustgroße Steine gegen eine Turnhalle in Nordhausen, die derzeit als Asylnotunterkunft genutzt wird. Dabei ging eine äußere Scheibe der Doppelverglasung zu Bruch. Die Polizei nahm die beiden Tatverdächtigen noch in der Nähe der Turnhalle fest.Thüringer Landeszeitung

02.09.2015, Pritzwalk (Brandenburg)

Pritzwalk: Marokkanerin in Zug rassistisch beschimpft

Eine 23 Jahre alte Marokkanerin ist im Prignitz-Express von Wittenberge nach Pritzwalk rassistisch beschimpft worden. Laut Polizei unterhielt sich die Frau in dem Zug auf Arabisch. Dies missfiel einem 36-Jährigen, der die Frau dann rassistisch beschimpfte und ihr Gewalt androhte. Die 23-Jährige schaltete die Zugbegleiterin ein, die die Polizei rief. Am Bahnhof Pritzwalk wurde der Mann von Polizisten aus dem Zug geholt. Ein Atemalkoholtest ergab mehr als 2,4 Promille.

Berliner Morgenpost

01.09.2015, Jena (Thüringen)

Jena: Zwei Anzeigen wegen rassistischer Übergriffe

Einem 25-jährigen Inder wurde am Dienstagmittag (01.09.2015) am Leutragraben der Turban vom Kopf gestoßen. Er wartete an der Ampel vor dem Finanzamt in Richtung Ernst-Abbe-Platz. Auf der anderen Straßenseite standen dem jungen Mann und seiner Freundin zwei Männer und eine Frau gegenüber, die mit dem Finger auf ihn zeigten und sich offenbar über ihn lustig machten. Beim Überqueren der Straße schlug einer der Männer dem Opfer dann seinen Turban vom Kopf. Bei dem Opfer handelt es sich um einen Sikh, zu dessen Glauben es gehört, die Haare zu verbergen. Für ihn stellt die Handlung eine tiefe Verletzung dar. Nicht ausgeschlossen werden kann ein Zusammenhang zu einer weiteren Handlung, die sich kurz vorher gegen 12 Uhr auf dem Ernst-Abbe-Platz abspielte. Eine 29-jährige Südafrikanerin zeigte telefonisch bei der Polizei an, dass sie dort an den Tischen beleidigt und mit einer Bierflasche beworfen wurde. Die Flasche verfehlte sie aber, sodass sie keine Verletzungen davon trug. JenaTV

01.09.2015, Massow (Brandenburg)

Attacke mit Pfefferspray durch Bauarbeiter

In einer Asylunterkunft in Massow gab es eine Attacke mit Pfefferspray, bei der etwa 35 Asylsuchende Reizungen der Atemwege und Augen erlitten. 14 Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei nahm einen 28-jährigen Tatverdächtigen fest. Er soll als Bauarbeiter auf dem Gelände der Asylunterkunft gearbeitet haben. Später stellt sich heraus: Es war kein rassistischer Übergriff. Der Bauarbeiter stand unter Drogen und hat aus Versehen im geschlossenen Raum das Pfefferspray betätigt, sich dann aber derart über die Wirkung erschreckt, dass er sich verbarrikadierte.rbbPNNRBB

01.09.2015, Berlin

„Heil Hitler“ gesagt und Polizisten angegriffen

In der S3 zwischen Friedrichshagen und Ostkreuz äußerte sich ein Mann am Telefon rassistisch und sagte auch „Heil Hitler“. Ein zum Dienst fahrender Bundespolizist wollte die Personalien des Mann aufnehmen und wurde daraufhin von ihm angegriffen.

Berliner Register

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Die Unsichtbaren – Ein weitgehend unbekanntes Stück Widerstandsgeschichte

Im Juni 1943 wurde Berlin für “judenrein” erklärt. Rund 7.000 Juden und Jüdinnen konnten jedoch vorerst der Deportation entgehen. Sie tauchten unter, wurden unsichtbar. 1.700 von ihnen überlebten. In “Die Unsichtbaren – Wir wollen leben” werden vier dieser 1.700 Schicksale erzählt.

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NSU.2.0 & Anschläge auf linke Häuser Die „Frankfurter Erklärung“ als Zeichen gesellschaftlicher Solidarität

In den letzten Wochen wurde die Anwältin Seda Başay-Yıldız massiv bedroht, eine Serie politisch motivierter Brandstiftungen richtete sich gegen linke Wohnprojekte im Rhein-Main-Gebiet. Mit der „Frankfurter Erklärung in Solidarität mit den Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“  stärken zivilgesellschaftliche Organisationen die Betroffenen.

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Studie sieht Thüringer AfD als „Spezialfall“ Faschisten in Nadelstreifen?

Auch bei der AfD stinkt der Fisch nicht nur vom Kopfe her. Da gibt es die vielen Parteigenoss*innen die ja „nur ein bisschen rechts“ seien, die Abgeordneten und Funktionär*innen, die sich bewusst mit Neonazis verbünden und in ihre Mitarbeiterstäbe rekrutieren. Und dann ist da die besorgniserregend hohe Zahl von Sympathisant*innen und Wähler*innen. Eine neue Studie über die fließenden Übergänge der Demokratigefährung, diskutiert diese Entwicklungen und richtet dabei ein besonderes Schlaglicht auf die AfD Thüringen.

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