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Deutsche Vereinigung für eine christliche Kultur e. V. (DVCK e.V.)

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Screenshot der Homepage der "Deutschen Vereinigung für eine christliche Kultur" (Quelle: Screenshot / BTN)

Ein 1983 von katholischen Laien gegründeter überparteilich und überkonfessionell agierender Verein, der „sich unter anderem gegen die Legalisierung der Abtreibung und für das Recht auf Leben und gegen die Zersetzung der moralischen Werte in FamilIie und Gesellschaft einsetzt.“ Nach außen tritt er mit drei Aktionen oder Initiativen auf: der Aktion SOS Leben, mit der er hauptsächlich gegen Abtreibungen agitiert; der Aktion Kinder in Gefahr, die sich „gegen die Zersetzung der moralischen Werte in Familie und Gesellschaft“ engagiert; und mit der Aktion Deutschland braucht Mariens Hilfe, die katholische Bücher und Devotionalien vertreibt.

Auf den Internetseiten der Aktion Kinder in Gefahr ist aktuell eine Petition an den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier abrufbar, die sich gegen den hessischen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ vom 19. September 2016 richtet. In dieser Petition wird der Ansatz, Kinder zu verständnisvoller Akzeptanz sexueller Vielfalt und unterschiedlicher Geschlechteridentitäten zu erziehen, als ein Versuch der „Implementierund der Gender-Doktrin in der Gesellschaft“ gewertet und der betreffende Lehrplan als „ein Plan zur Gender-Indoktrination und damit auch [als] ein Angriff auf die Kinder, auf das Erziehungsrecht der Eltern und auf die christlichen Wurzeln unseres Landes“ bezeichnet. In anderen Petitionen wird über „antichristlicher Hassmusik“ geklagt und eine „christliche Politik für ein christliches Deutschland“ gefordert. Die Aktion Kinder in Gefahr betreibt den Blog „Kultur und Medien online“, auf dem aktuell (7.10.2018) von der CSU ein „Nein zu Sex-Lehrplan und Ehe für Alle“ gefordert wird. Ihr Leiter Mathias von Gersdorff, der auch für die „Junge Freiheit“ schreibt, ist ein radikaler Lebensschützer, der – wie auf seinem eigenen Blog nachzulesen ist – in der „Gender-Ideologie“ eine „radikale, gefährliche und fanatische Revolution“ sieht und in diesem Zusammenhang von einer drohenden „Psycho-Diktatur“ spricht. Eine weitere, noch extremere Autorin von „Kultur und Medien online“ ist die  fundamentalistische Abtreibungsgegnerin Christa Meves, die in den 1970er Jahren für die „Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung“ des Neonazi Jürgen Rieger referiert hat. Sie spricht auf Youtube über „Homosexualität und anderen Formen des Perversen“ und den „sozialistischen Liberalismus“ und hat in der Vergangenheit auch für kreuz.net geschrieben (vgl. Regensburg digital). Zwei weitere Zitate mögen ihre Weltanschauung hinreichend verdeutlichen:

„Die Frau hat von ihrer biologischen Aufgabe her ein natürliches Bedürfnis nach Unterwerfung, der Mann nach Eroberung und Beherrschung.“

„Männer, die Kleinkinder waschen, reinigen und wickeln müssen, können der Versuchung, sich an den wehrlosen Kindern zu vergreifen, sie zu penetrieren, seltener widerstehen.“

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Pegida, quo vadis? Heute Sachsen-Anhalt

„Pegida“ kennen wir aus Dresden, doch „Gidas“ gibt es auch jenseits von Sachsen. In einer losen Serie betrachtet die Amadeu Antonio Stiftung auf netz-gegen-nazis.de die „Gidas“ der Bundesländer – auch unter Gender-Aspekten. Heute: Sachsen-Anhalt: Wenig „Gida“, dafür „Nein zum Heim“-Aufmärsche, AfD-Demonstrationen, „Brigade Bitterfeld“.

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Narrative und Motive »Lügenpresse« und »Gegenöffentlichkeit«

»Lügenpresse« wurde 2015 zum Unwort des Jahres 2014 gewählt. Wie Google Trends verdeutlicht, ist der Begriff mit der Popularisierung von PEGIDA verbunden. »Lügenpresse! Lügenpresse!« war ein ständiger Schlachtruf auf den Demonstrationen. Ab Dezember 2014, mit Beginn der ersten PEGIDA-Demonstrationen in Dresden, stiegen die Suchanfragen nach dem Begriff sprunghaft.

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