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Oi-Musik

Musikalisch: Einfacher, schnörkellos gespielter Punkrock mit eingängigen Refrains, die zum Mitgrölen animieren.

 

Die Herkunft des Wortes Oi (oft „Oi!“ geschrieben) ist unklar. Unter dem Begriff Oi wurde Ende der 70er-Jahre von der Plattenindustrie ein „Straßenpunk“ konstruiert, der mit anderen Jugendkulturen (Skinheads, Fußballfans) zusammen geführt werden sollte. Das antipolitische (auch antilinke) und mit „Working-Class“-Image angereicherte Selbstverständnis des Oi ermöglichte der rechten Szene einen umfangreichen Zugriff auf den Slogan. Gängig in der rechten Skinhead-Szene ist die Ersetzung der Buchstaben „eu“ durch „oi“, zum Beispiel in den Bandnamen „Kroizfoier“, „Oithanasie“, „Proissenheads“ (Potsdam) oder „Volkstroi“ (Beeskow/Fürstenwalde).
Mitte der 90er-Jahre rückten viele Bands von dieser Schreibweise wieder ab, um sich vom „spaßorientierten“ Teil der Szene abzugrenzen und ihre politischen Ambitionen zu unterstreichen. Oi wird bis heute auch von Punks und nicht rechten Skinheads verwendet, die den Begriff gänzlich unpolitisch interpretieren.


Dieser Text wurde uns freundlicherweise von „Turn it down! – Forum für Musik // Kultur // Gegen Rechtsrock“ zur Verfügung gestellt.

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