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Was konkret tun gegen Rechtsextremismus im Internet?

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Kein Ort für Neonazis - auch nicht im Internet (Quelle: Amadeu Antonio Stiftung/js)

1. Rechtsextreme Websites und Inhalte anzeigen

Das Internet ist frei und soll es sein – aber was offline verboten ist, müssen Userinnen und User auch online nicht hinnehmen. Rechtsextreme Statements sollten nicht unkommentiert bleiben.

Website mit strafrechtlich relevanten Inhalten (verfassungsfeindliche Symbole oder Parolen, Volksverhetzung)kann man deshalb anzeigen:

Bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft im eigenen Wohnbundesland. Anzeigen lassen sich oft auch unkompliziert online (bei der Polizei des Wohnbundeslandes)stellen.

Und nicht wundern, wenn Sie nie wieder etwas von Ihrer Anzeige hören: Wenn Sie nicht direkt betroffen sind, benachrichtigt die Polizei nicht über Ermittlungserfolge, ermittelt aber trotzdem. Übrigens bittet die Polizei, keine „Anzeige-Lawinen“ zu starten: Das erhöht die Dringlichkeit nicht und bindet nur Ermittlungskräfte. Eine Anzeige reicht.

Kontaktdaten aller Länder-Polizei-Behörden und Internetwachen gibt es hier:
| www.polizei.de

2. Nazi-Seiten prüfen lassen

Sind Sie unsicher, ob eine rechtsextreme Website Verbotenes enthält und möchten Sie, dass jemand prüft, ob etwas dagegen getan werden kann? Dann Seite melden:
| www.jugendschutz.net/hotline

3. Um Sperrung rechtsextreme Internetseiten, Einträge und Profile bitten

Nazi-Seiten können beim Internet-Anbieter oder Betreiber eines Sozialen Netzwerks oder Web 2.0-Angebots gemeldet werden mit der Bitte, sie zu sperren oder zu löschen. Viele Provider haben Passagen gegen „Hate Speech“ in ihren Geschäftsbedingungen und machen das auch.

Hier können Sie in Web 2.0-Angeboten Nazi-Seiten melden:

Amazon
sieht nicht vor, dass Unangemessenes gemeldet wird – also übers Kontaktformular (unter „Hilfe“)
Ebay
Rechte Seitenspalte, unter den „Verkäuferinformationen“, Button „Artikel melden“.

Facebook
Am unteren linken Seitenrand: „Seite melden“ oder „Gruppe melden“, ebenso an Fotos und Notizen. Oder Mail an abuse@facebook.com

Last.fm
Fußbereich der Seite: Unter „Hilfe“ auf „FAQ“ klicken, dann unter „Verschiedenes“ auf „Wie kann ich einen offensiven Benutzer oder einen unangemessenen Inhalt melden?“, dann auf „Support Email„.

Twitter
Missbrauch gegen Twitter-Regeln melden (z.B. Gewalt, Bedrohung, Ungesetzliches).
Oder als UserIn: Nazi-Accounts blockieren (Profil anklicken, dann gibt es in der rechten Seitenspalte „Block“) – wenn 50.000 User ein Profil blockieren, wird es gelöscht.

YouTube
Unter jedem Video gibt es den Button „Melden“ – allerdings nur für angemeldete Userinnen und User.

Brauchen Sie Hilfe zu einem weiteren Web 2.0-Angebot?
Bescheid sagen: netz@amadeu-antonio-stiftung.de

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Neonazi–Frauen in Sozialen Medien. Eine Annäherung

Schwerpunkt August 2015: Neonazis nutzen moderne Medien seit dem Start der ersten Emailprogramme und passen ihre Strategien auch den Neuerungen im Internet immer wieder an. Frauen scheinen online – wie in den rechtsextremen Lebenswelten offline auch – wichtige Rollen und Funktionen einzunehmen. Bislang wissen wir wenig über die konkreten Positionen, die rechtsextreme Frauen im Internet einnehmen und mit welchen Strategien sie vorgehen. Mit dem folgenden Artikel wird auf diese Leerstelle aufmerksam gemacht und die online-Aktivitäten von Neonazifrauen werden eingehender betrachtet. Über mehrere Wochen hat eine Kollegin online recherchiert und herausgearbeitet, welche Strategien rechtsextreme Frauen nutzen. Hierbei hat sie in den Sozialen Netzwerken die Profile derjenigen Userinnen genauer untersucht, die ihren Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern angeben und sich erkennbar rechtsextremen Gruppierungen und Parteien zuordnen. Im Folgenden werden die Ergebnisse dieser Recherche vorgestellt.

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„Lies bloß nicht die Kommentare!“

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