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Antisemitismus Eine unvollständige Liste antisemitischer Vorfälle

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An der berühmten Berliner Eastside Gallery wurden der Schriftzug "Kill Juden" und fünf Hakenkreuze entdeckt. (Quelle: Unsplash)

Die Streitkräfte des jüdischen Staats geben an, in den Kämpfen bisher 1.500 Terrorist*innen getötet zu haben. Bei israelischen Luftschlägen in Gaza sind palästinensischen Angaben zufolge bisher mehr als 1.300 Menschen getötet worden.

Das alles macht sich auch in Deutschland bemerkbar. Es kommt zu Angriffen auf Jüdinnen*Juden, Synagogen werden beschmiert oder angegriffen und Zeichen der Solidarität mit Israel werden zerstört.

Es folgt eine unvollständige Liste von Vorfällen aus der letzten Woche.

9. Oktober 2023

Hamburg: Männer greifen Frauen an und spucken auf Israel-Flagge

Bei einer Kundgebung in Hamburg kommt es zu einem antisemitischen Vorfall. Dabei sollen zwei Frauen attackiert worden sein. Jetzt sucht die Polizei zwei Täter.

Gebäude der jüdischen Gemeinde in Halle beschmiert

Unbekannte haben die Rückseite eines Gebäudes der jüdischen Gemeinde beschmiert. Die Bedeutung der Schriftzeichen ist noch unklar. Ein Zusammenhang mit dem 4. Jahrestag des Terroranschlags von Halle und den aktuellen Anschlägen in Israel schließt die Polizei nicht aus.

10. Oktober 2023

Familien auf Spielplatz antisemitisch beleidigt

Mehrere Familien sind auf einem Spielplatz in Berlin-Marzahn antisemitisch beleidigt worden. Zudem zeigte der Täter einen Hitlergruß, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Palästinenser-Demo in München: Hetze gegen Israel – Polizei und Staatsanwälte ermitteln

Parolen auf der Münchner Palästinenser-Demo vom Montagabend richten sich gegen das Existenzrecht des jüdischen Staates. Die Münchner Polizei nimmt zwei Männer wegen antisemitischer Drohungen fest.

Feuerwache in Düsseldorf antisemitisch beschmiert

Nach antisemitischen Beschmierungen an der Feuerwache in Düsseldorf-Flingern ermittelt nun der Staatsschutz. Oberbürgermeister Stephan Keller verurteilte den Vorfall.

Braunschweig: Diebstahl einer israelischen Flagge – Polizei stellt alle Täter

Am Dienstagabend teilte ein Zeuge in der Wache des Polizeikommissariats Mitte mit, dass soeben mehrere Jugendliche die israelische Fahne vom Fahnenmast gerissen hätten und in Richtung Domplatz geflüchtet seien. Die Flagge war erst am Montag als Zeichen der Solidarität mit dem Staat Israel durch die Stadt Braunschweig vor dem Rathaus aufgehängt worden.

Salzgitter: Israel-Flagge gestohlen und angezündet

Die bisherigen Ermittlungen der Polizei ergaben, dass im Tatzeitraum eine seitens der Stadt Salzgitter an einem Fahnenmast gehisste Israelische Flagge demontiert und im nahegelegenen Eingangsbereich der Stadtbücherei durch die unbekannte Täterschaft entzündet wurde.

11. Oktober 2023

Antisemitische Schmierereien an mehreren Orten in Berlin

Unbekannte haben Überreste der Berliner Mauer mit antisemitischen Parolen und Hakenkreuzen beschmiert. Der Schriftzug „Kill Juden“ und fünf Hakenkreuze wurden am Dienstagnachmittag an der „East Side Gallery“ in Friedrichshain entdeckt, wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte. Auch an weiteren Orten im Stadtgebiet stellte die Polizei in den Abendstunden am Dienstag immer wieder Sachbeschädigungen durch Schmierereien fest und machte diese unkenntlich.

Anti-Israel Flagge an Dortmunder Neonazi-Treff beschlagnahmt

Ein israelfeindliches Banner in Dortmund beschäftigt jetzt den Staatsschutz. Die Polizei bezeichnet das Banner als antisemitisch – und hat es gestern mit Unterstützung der Feuerwehr abgehängt.

Stade: Angriffe auf Israel-Flaggen – Gruppe dringt in Rathaus ein

Im niedersächsischen Stade ist eine Gruppe junger Männer in das historische Rathaus der Stadt eingedrungen, um dort eine Israel-Flagge herunterzureißen. Sie schlugen eine Scheibe ein und versuchten durch das zerborstene Fenster an die Fahne zu gelangen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Täter hatten damit aber keinen Erfolg.

Syke: Israelische Flagge abgerissen und angezündet

Unbekannte haben in der Nacht zum Mittwoch auf dem Rathausvorplatz in Syke eine israelische Flagge heruntergerissen und versucht anzuzünden. Ein Mitarbeiter des Rathauses fand am Mittwochmorgen die am Boden liegende Flagge.

Chemnitz: Antisemitischer Gegenprotest bei Israelsolidarischer Demo

Gegen eine „Solidaritätskundgebung mit Israel und den Opfern der terroristischen Gewalt“ formierte sich unangemeldeter Gegenprotest von etwa 70 bis 100 Personen. Drei Jugendliche entrissen einer 72-jährigen Teilnehmerin Solidaritätskundgebung eine kleine israelische Flagge, rannten danach einen 55-Jährigen um und traten den am Boden liegenden Mann. Der 55-Jährige erlitt dabei Verletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Zudem wurde im Umfeld ein Mann festgestellt, der den Hitlergruß gezeigt hatte.

12. Oktober 2023

Mainz: Erst angezündet – jetzt hängt Israel-Flagge wieder

In Nacht zu Donnerstag haben Unbekannte die israelische Fahne vor dem Mainzer Stadthaus in der Großen Bleiche angezündet. Jetzt wurde eine neue gehisst.

13. Oktober 2023

Baden-Württemberg: Morddrohung gegen Antisemitismusbeauftragten

Im Zusammenhang mit den Gewaltaufrufen der Hamas gegen jüdische Einrichtungen zum so genannten „Tag des Zorns“ ist auch der baden-württembergische Antisemitismusbeauftragte Michael Blume (CDU) wieder zur Zielscheibe von Drohungen geworden. „Es wird uns ein Vergnügen sein, Sie zu quälen und zu töten“, heißt es einer über Instagram verbreiteten Nachricht an Blume.

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Entfesselter Hass Rezeption des Israel-Angriffs auf Telegram

Nach einem unendlich langen Terror-Wochenende gegen die israelische Bevölkerung wirkt Telegram wie eine brennende Müllhalde entfesselter Menschenfeindlichkeit. Eine Medienanalyse zeigt, wie, Antidemokrat*innen und Rechtsextreme um Diskurshohheit ringen und wie Desinformation in Echtzeit entsteht.

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Israel Palestinians California

Angriff auf Israel Terroristen wollen jüdisches Leben infrage stellen – auch in Deutschland

Die terroristische Hamas griff am Samstagmorgen Israel an und verübte ein Massaker. Am Samstag wurden so viele Jüdinnen und Juden ermordet, wie an keinem einzelnen Tage mehr seit der Shoa. Die Beratungsstelle OFEK versetzte ihr psychologische Team in Alarmbereitschaft, um Betroffenen in Deutschland Hilfe bei der Verarbeitung der Ereignisse zu bieten.

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