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Chronik rechtsextremer und rassistischer Gewalt im Januar 2019

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Orte, an denen es im Januar 2019 zu rechtsextremer oder gruppenbezogen menschenfeindlicher Bedrohung und Gewalt kam. (Quelle: BTN/Canva)

Für speziell flüchtlingsfeindliche Gewalttaten empfehlen wir die Chronik von Aktion Schutzschild bei www.mut-gegen-rechte-gewalt.de.

Für antisemitische Vorkommnisse empfehlen wir die Chronik der Amadeu Antonio Stiftung.

Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Wenn Sie weitere Vorfälle kennen, senden Sie bitte eine Mail an belltowernews@amadeu-antonio-stiftung.de.

 

02.01.2019

Rechtsterrorismus in Bottrop: Rassistische Amokfahrt mit acht Verletzten

Bei einer Serie von Autoattacken im Ruhrgebiet sind in der Neujahrsnacht fünf Menschen verletzt worden. Der 50-jährige Deutsche Andreas N. hatten in der Neujahrsnacht seinen Wagen an vier Orten in Bottrop und in Essen auf Personengruppen zugesteuert – womöglich aus rassistischen Motiven. In Bottrop traf er vier Menschen. Eine 46 Jahre alte Frau habe zeitweilig in Lebensgefahr geschwebt, sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) am Dienstag. Auch ein Kind sei verletzt worden. Später lenkte der Mann sein Auto in der Nachbarstadt Essen ein weiteres Mal in eine Personengruppe und verletzte dort eine fünfte Person leicht. Unter den Opfern sind auch Syrer und Afghanen. Bei zwei weiteren Versuchen in den beiden Städten scheiterte er. Nach Informationen des Tagesspiegels prüft die Bundesanwaltschaft, ob sie die Ermittlungen übernimmt. Die Amokfahrt des 50-Jährigen werde als terroristischer Anschlag eingestuft, hieß es am Dienstagabend in Sicherheitskreisen. Der Täter sei vergleichbar mit radikalisierten Islamisten, die auf eigene Faust angreifen.

Inzwischen stieg die Zahl der Verletzten auf acht

Rassismus zu Silvester: Partygäste in Weiding grölen Nazilieder

In Weiding bei Cham (Bayern) schritt die Polizei ein, weil bei einer Party Nazi-Lieder gegrölt wurden. Gegen acht Männer ermittelt die Polizei jetzt wegen Volksverhetzung.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/silvesterrakete-setzt-hochhausbalkon-in-regensburg-in-brand,RDtpbXp

Chemnitz: Sportgelände voller Hakenkreuze

Erneut ist eine Anlage in Harthau mit Nazi- Symbolen beschmiert worden. Zum Motiv gibt es eine Vermutung.  Diesmal kamen die Täter offenbar während der Weihnachtsfeiertage. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr und zum insgesamt dritten Mal sind Gebäude, Geräte und Werbe- tafeln auf dem Gelände des Vereins Sportfreunde Chemnitz-Süd am Eisenweg in Harthau mit Hakenkreuzen beschmiert worden. „Dabei waren wir immer noch dabei, die Schmierereien vom letzten Mal zu beseitigen“, sagte Objektleiter Marcel Helbig am Sonntag der „Freien Presse“. Denn schon Ende Oktober hatten bislang Unbekannte insgesamt 320 Hakenkreuze, die von zehn Zentimetern bis zu einem halben Meter groß waren, mit schwarzer Farbe unter anderem auf Werbebanden, an Wechselkabinen und dem Vereinsgebäude hinterlassen. Beim Verein werde vermutet, dass den Tätern die Flüchtlinge ein Dorn im Auge sind, welche in den Fußballmannschaften aller Altersklassen trainieren. „Wir werden jetzt so schnell wie möglich ein Videoüberwachungssystem aufbauen“, kündigte der Platzwart an.

https://www.freiepresse.de/chemnitz/sportgelaende-voller-hakenkreuze-artikel10407179

03.01.2019

Berlin: Mann in Tiergarten rassistisch angegriffen

Ein Unbekannter hat einen 36-jährigen Mann rassistisch beleidigt und angegriffen. Zeugen hätten die Tat in Berlin-Tiergarten beobachtet, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch. Der Angreifer habe das Opfer am Dienstagmorgen an der Genthiner Straße Ecke Kurfürstenstraße plötzlich geschlagen, getreten und beschimpft. Nach dem Angriff sei der Mann in Begleitung einer Frau zur U-Bahn gegangen und entkommen.

https://www.t-online.de/nachrichten/id_85021708/mann-in-tiergarten-rassistisch-angegriffen.html

Angreifer schreien „Deutschland den Deutschen“: Iraner in Berlin beleidigt und verprügelt

Ein 31-jähriger Iraner ist in der Nacht zum Mittwoch im Berliner Stadtteil Lichtenberg aus einer fünfköpfigen Gruppe heraus fremdenfeindlich beleidigt und verprügelt worden. Die Gruppe sei an einer Bushaltestelle auf den Mann und dessen 28-jährigen iranischen Begleiter zugekommen und habe „Deutschland den Deutschen“ geschrien, teilte die Polizei in der Hauptstadt mit. Auch hätten die Angreifer den beiden Männern den Mittelfinger gezeigt. Einer der Beteiligten habe den 31-Jährigen im weiteren Verlauf geschubst und auf ihn eingetreten. Anschließend seien die Verdächtigen geflohen. Der Angegriffene habe eine Knieverletzung davongetragen und sei im Krankenhaus ambulant behandelt worden.

https://www.focus.de/politik/deutschland/berlin-angreifer-schreien-deutschland-den-deutschen-iraner-beleidigt-und-verpruegelt_id_10114307.html

Weimar: Mutmaßliche Brandstiftung an Flüchtlingsunterkunft in Silvesternacht

Bereits am Silvesterabend wurde Weimars Feuerwehr zu mehreren Einsätzen gerufen. Am gefährlichsten war ein Brand an der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge an der Nordstraße, in der 120 Menschen untergebracht sind. Ein großer Müllcontainer wurde von den Flammen vollständig zerstört, weitere Behälter beschädigt. Das Vordach des leerstehenden Flügels, in dem einst der große Speisesaal untergebracht war, wurde durch das Feuer zerstört. Das Übergreifen auf das Dach des Gebäudes konnte von der Feuerwehr noch verhindert werden. Vor Ort galt Brandstiftung als wahrscheinlich. Ein zufälliges Entzünden durch Feuerwerkskörper als Ursache wurde ausgeschlossen. Nach Aussagen der Security wurde im Bereich des Wohnheims bis zum Ausbruch des Brandes nicht geböllert.

https://weimar.thueringer-allgemeine.de/web/weimar/startseite/detail/-/specific/Feuerwehr-verhindert-Schlimmeres-1499594754?fbclid=IwAR3QVOfCColad9KWPd-8NF5r4j7doKiiQMI1n5uOrWn1fk-4I_ajLS6X_Uw

München: Israelisches Restaurant erhält rassistischen Neujahrsgruß

An Silvester wurde in ganz München kräftig gefeiert. Auch die Gäste der Grillbar Eclipse, einem israelischen Restaurant in der Maxvorstadt, ließen es ordentlich krachen. Bis um vier Uhr morgens wurde in dem Familienbetrieb in der Heßstraße gefeiert. Am Tag nach der friedlichen Silvesterfeier kam das dicke Ende in Form eines handgeschriebenen Zettels nach, den jemand anonym an die Tür geklebt hatte. Die Betreiber und Gäste des Eclipse werden darauf als „Schweine“ beschimpft. Sie hätten „gesoffen, gefressen und geraucht“ und ihren Dreck liegengelassen. Bis dahin hätte das Schreiben noch von einem wütenden, müllgeplagten Anwohner kommen können, der sich im Ton vergriffen hat. In dem Brief heißt es weiter: „Warum spenden Sie nicht das Geld für Ihr armes Land, wo sie herkommen? Der Dreck bleibt liegen für die deutschen fleißigen Müllmänner.“ Dem Verfasser ging es offenbar also nicht nur um die Hinterlassenschaften der Partygäste.

https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.nach-silvesterparty-muenchen-israelisches-restaurant-erhaelt-rassistischen-neujahrsgruss.70e4def4-8ddb-4617-8372-386d30a6fcb4.html

04.01.2019

Brunsbüttel: Unbekannter sprüht Hakenkreuz an die Hauswand einer Flüchtlingsfamilie

Das Jahr 2018 endete für eine syrische Flüchtlingsfamilie mit einem Schrecken. An ihrem Wohnhaus in der Nähe des Westküstenklinikums hatte jemand ein Hakenkreuz geschmiert. Mittlerweile ist das Symbol vom Eigentümer des Hauses entfernt worden, keine Spur mehr von dem verfassungswidrigen Symbol. Die Familie hat Anzeige bei der Polizei erstattet, wie Brunsbüttels Polizeichef Ralf Kist bestätigt.

06.01.2019

Hettstedt: Mann attackiert zwei Männer aus Eritrea

Offenbar aus rassistischen Motiven hat ein 36 Jahre alter Mann in Hettstedt (Landkreis Mansfeld-Südharz) zwei Männer aus Eritrea attackiert. Er sei am Samstagabend auf einer Straße auf die beiden schwarzen Männer zugerannt, habe sie mit der flachen Hand attackiert und sie wegen ihrer Hautfarbe beleidigt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Gegen ihn werde nun wegen Beleidigung und Körperverletzung ermittelt. Die 22 und 25 Jahre alten Afrikaner benötigten laut Polizei keine medizinische Hilfe.

https://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt/polizeieinsatz-mann-attackiert-zwei-afrikaner

08.01.2019

Linkes Abgeordnetenbüro im Leipziger Norden mutmaßlich von Neonazis attackiert!

Das im vergangenen Sommer eröffnete linke Bürger*innenbüro „Nordstern“ der Abgeordneten Cornelia Falken, Mitglied des sächsischen Landtags, und Sören Pellmann, Mitglied des Bundestags in der Georg-Schumann-Straße 171-175 wurde am vergangenen Wochenende von mutmaßlich rechten Tätern attackiert. Am Montagmorgen wurde am Büro eine Hakenkreuzschmiererei entdeckt.

10.01.2019

Berlin: Frau rassistisch beleidigt, Mann mit Faust ins Gesicht geschlagen

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, fuhr die Frau nach bisherigen Erkenntnissen gegen 18 Uhr mit der Straßenbahn M5. In Höhe der Landsberger Allee soll sie dann von den beiden Jugendlichen oder jungen Männern rassistisch beleidigt worden sein. Als ein Passant für die unbekannte Frau Partei ergriff, soll dieser dann von einem der Täter mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden sein. Er blieb jedoch unverletzt.

 

Staatsschutz ermittelt nach Nazi-Gruß und Hakenkreuz an Gartenlaube

Nachdem Beamte in einer Kleingartenanlage in Bielefeld mehrere Nazi-Schmierereien entdeckten, hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.

13.01.2019

Berlin-Zehlendorf: Kippa-Träger antisemitisch beleidigt

Erneut hat es eine Attacke in Berlin gegen einen Kippa-Träger gegeben. Am S-Bahnhof Nikolassee wurde ein 19-Jähriger antisemitisch beleidigt. Ein 19-Jähriger, der eine Kippa auf dem Kopf trug, ist am Samstagabend am S-Bahnhof Nikolassee gegen 20 Uhr von einem Mann auf Hebräisch beleidigt worden. Zudem warf der unbekannte Täter einen Stein nach dem 19-jährigen Mann, der nach Angaben der Polizei jüdischen Glaubens ist, verfehlte ihn aber. Vor Eintreffen der Polizei flüchtete der Täter.

14.01.2019

Rechte bedrohen erneut Frankfurter Anwältin Seda Başay-Yıldız

Die prominente Anwältin Seda Başay-Yıldız hat einen neuen Drohbrief bekommen, der mit „NSU 2.0“ unterzeichnet ist. Der Brief stützt sich erneut auf interne Daten der Behörden, nennt die Namen von Familienmitgliedern. Nach einer früheren Drohung gerieten fünf Frankfurter Polizisten unter Verdacht. Sie sind vom Dienst suspendiert. Trotzdem ist nun wieder ein Fax bei Başay-Yıldız angekommen. Und dieser Brief stützt sich wieder auf interne Daten aus dem Polizeicomputer. Er nennt den Namen von Başay-Yıldız‘ Vater, ihrer Mutter, ihres Mannes, ihrer Tochter – aller Menschen, die unter ihrer Adresse gemeldet sind. „So etwas kann man nicht über die sozialen Netzwerke herausfinden“, sagt Başay-Yıldız. „Und mein Vater ist 79, der ist nicht auf Facebook oder sonstwo aktiv.“Alles deutet abermals darauf hin, dass der Täter Zugang zu Polizeidaten hat. Sein Brief bezieht sich klar auf die Suspendierung der Frankfurter Polizisten. „Dir hirntoten Scheißdöner ist offensichtlich nicht bewusst, was du unseren Polizeikollegen angetan hast! Allerdings kommt es jetzt richtig dicke für dich, du Türkensau! Deiner Scheiß (Name der Tochter) reißen wir den Kopf ab … und der Rest eurer Dönercrew wird ebenfalls kompetent betreut werden.“ Wieder steht am Ende: NSU 2.0.

https://www.sueddeutsche.de/politik/seda-baay-yldz-rechte-bedrohen-erneut-frankfurter-anwaeltin-1.4286346?fbclid=IwAR0if19zu5fVobOD6yRPFVPCNVONoiP_GdWj4Q7u0dRuQSEnVL3xrWyLOos

„Vielschreiber“ der „nationalsozialistischen Offensive“ lösen Bombenalarm bei mehreren Gerichten aus

Landgerichte in mehreren Bundesländern sind am Freitag wegen Bombendrohungen geräumt worden. Der Absender „nationalsozialistische Offensive“ ist den Behörden in Bund und Ländern nach Angaben des Bundesinnenministeriums schon öfter untergekommen. Demnach handele es sich um eine oder mehrere Personen, die als „Vielschreiber wiederholt Drohungen gegenüber verschiedenen Institutionen geäußert hat beziehungsweise haben“. Mehrere deutsche Gerichte haben Bombendrohungen von einer angeblichen „nationalsozialistischen Offensive“ bekommen. Die E-Mails waren Teil einer Serie von Drohungen, wegen derer Justizgebäude in mehreren Städten am Freitag vorübergehend geräumt wurden. Die Polizei setzte Sprengstoffhunde ein, fand aber nichts Verdächtiges. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Der Absender „nationalsozialistische Offensive“ ist den Behörden in Bund und Ländern nach Angaben des Bundesinnenministeriums schon öfter untergekommen. Demnach handele es sich um einen oder mehrere „Vielschreiber“, die wiederholt Drohungen gegenüber verschiedenen Institutionen augespochen haben und hatten. Für Kiel, Hamburg, Saarbrücken und Erfurt bestätigten die Behörden, dass die Drohungen mit „nationalsozialistische Offensive“ unterschrieben waren. Eine Einschätzung, wie real ein rechtsextremistischer Hintergrund sein könnte, ist der Kieler Polizei zufolge bisher nicht möglich. Eine Sprecherin des thüringischen Landeskriminalamts sagte, es sei noch unklar, ob die Tat einen politischen Hintergrund habe. „Wir ermitteln in alle Richtungen.“ Bundesjustizministerin Katarina Barley verurteilte die Bombendrohungen als Angriff auf die Justiz und das demokratische Gemeinwesen. „Wer Gerichte bedroht, greift die unabhängige Justiz und unser demokratisches Gemeinwesen an“, sagte Barley der dpa. „Diese Straftaten müssen mit allem Nachdruck aufgeklärt und die Täter zur Verantwortung gezogen werden.“ Betroffen waren Justizgebäude in Kiel, Potsdam, Magdeburg, Erfurt, Saarbrücken, Wiesbaden und Hamburg. Überall gaben die Behörden nach Überprüfungen Entwarnung.

Berlin-Tempelhof: Rassistisch beschimpft

In einem Bus der Linie M46 ist am 9. Januar kurz vor 15 Uhr eine 32-Jährige von einem anderen Fahrgast fremdenfeindlich beleidigt worden. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der Unbekannte auch zugetreten haben. Nachdem die Frau an der Haltestelle Alt-Tempelhof den Bus verlassen hatte, wurde sie von dem Mann verfolgt und geschubst. Dieser verschwand anschließend.

https://www.berliner-woche.de/tempelhof/c-blaulicht/fremdenfeindlich-beschimpft_a196528

Bundesweite Aktion: Rechtsextreme der „Identitären Bewegung“ greifen Medienhäuser und Parteien an

Mitglieder der Identitären Bewegung haben bundesweit Plakate an Medienhäuser und Parteibüros geklebt. In Berlin wurde eine Taz-Mitarbeiterin angegriffen. Die rechtsextremistische Identitäre Bewegung hat am Montagmorgen mehrere Medienhäuser und Parteibüros mit Flugblättern plakatiert, eine Mitarbeiterin der Zeitung taz wurde von den Tätern bedrängt und angegriffen, wie die Polizei Berlin mitteilte. Nach einer Mitteilung der taz sollen am Morgen etwa sechs überwiegend schwarz gekleidete Personen vor dem Verlagsgebäude Plakate aufgehängt haben, als die Mitarbeiterin vor Ort eintraf und versuchte das Material der Identitären zu entfernen. Dabei soll sie ein Mitglied der Rechtsextremen am Hals gepackt haben, ein Video, das die Täter selbst auf Twitter veröffentlichten, belegt den Übergriff, in Folge dessen es zu einer kurzen Rangelei kam.

15.01.2019

Berlin: Kippa-Träger antisemitisch beleidigt

Erneut hat es eine Attacke in Berlin gegen einen Kippa-Träger gegeben. Am S-Bahnhof Nikolassee wurde ein 19-Jähriger antisemitisch beleidigt.

 

Rassistischer Angriff auf Syrer in Stralsund

Ein aus Syrien stammender Mann ist am Sonntagabend in Stralsund überfallen und fremdenfeindlich beschimpft worden. Der Staatsschutz ermittle, da von einem politisch motivierten Hintergrund auszugehen sei, sagte eine Polizeisprecherin am Montag in Neubrandenburg.

 

Göttingen: Runen auf Zwangsarbeiter-Mahnmal gesprüht

Nachdem Unbekannte im Umfeld von Göttinger Universitätsgebäuden Runen und andere Schmierereien angebracht haben, ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigung. Hintergrund sind wahrscheinlich rechtsextreme Motive.

17.01.2019

Düsseldorfer Student erhebt Rassismus-Vorwürfe gegen Rheinbahn

Ein afghanischstämmiger Mann ist am Montagabend in einer U-Bahn in Düsseldorf von einer mutmaßlich psychisch verwirrten Frau rassistisch beleidigt worden. Auch von der Rheinbahn-Fahrerin fühlte er sich ausländerfeindlich behandelt.

 

Hannover: Neonazi bedroht ehemaligen SPD-Landtagsabgeordneten

Der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Michael Höntsch hat über Facebook eine massive Drohbotschaft bekommen. Die Polizei stellt Strafanzeige, Höntsch will zivilrechtlich vorgehen.

18.01.2019

Frankfurt am Main: Betrunkene schreien Nazi-Parolen am Flughafen

Zwei betrunkene Männer haben am Dienstag am Frankfurter Flughafen wiederholt Nazi-Parolen gerufen. Das gab die Bundespolizei am Donnerstagmorgen bekannt.

21.01.2019

Mannheim: Krawall bei Eröffnung von linkem Zentrum

Die Eröffnung eines linken Zentrums in Mannheim ist mit Pfefferspray und Feuerwerk gestört worden. Der Veranstalter vermutet die „Identitäre Bewegung“ dahinter.

22.01.2019

Nazilieder gesungen: Polizei löst Feier in Bad Belzig auf

Die Polizei hat in der Nacht zu Sonntag in der Bad Belziger Innenstadt eine Geburtstagsfeier aufgelöst. Teilnehmer hatten Nazi-Lieder gesungen und Nazi-Sprüche skandiert.

 

„Heiligenschein ausknipsen“: NRW-Tafel-Chef von mutmaßlichem Reichsbürger mit Tod bedroht – Staatsschutz ermittelt

Einschüchtern lasse wolle er sich nicht, sagt Wolfgang Weilerswist. Völlig kalt lasse ihn die Mail aber auch nicht, die ihn kurz nach Weihnachten erreicht habe. Darin sieht sich der Vorsitzende der 173 Tafeln in Nordrhein-Westfalen eindeutig und offen mit dem Tode bedroht. „Ich werde alles versuchen, Sie zu vernichten. Das ist keine Drohung, sondern ein Versprechen“, stand in der Mail.

Steinewerfer greifen Linken-Büro in Grünau an

Unbekannte haben Steine gegen die Scheiben des Linken-Büros in Leipzig-Grünau geschleudert. Nicht zum ersten Mal ist die Partei Opfer solcher Attacken.

 

Attacke auf Haus von Abgeordneter: „Ich bleibe hier wohnen“

Nach einer Attacke mit Buttersäure auf ihre Güstrower Wohnung, gibt sich die Linken-Abgeordnete Karen Larisch hartnäckig. „Ich bleibe hier wohnen“, sagte Larisch am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Unbekannte hatten in der Nacht zu Samstag eine stinkende Flüssigkeit im Haus und auf den Briefkästen verteilt, bei der es sich laut Polizei höchstwahrscheinlich um Buttersäure handele.

23.01.2019

Minden: Hauswand an der Stiftstraße mit Hakenkreuzen beschmiert

In der Stiftstraße wurde eine Hauswand mit zwei Hakenkreuzen beschmiert. Dies bestätigte die Polizei Minden auf MT-Nachfrage. Nähere Informationen wurden nicht bekanntgegeben. Wie die Pressestelle der Polizei Bielefeld bestätigt, ist eine Anzeige deswegen aufgegeben worden. Zudem verwies die Pressestelle darauf, dass solche Vorfälle in der Regel vom Staatsschutz bearbeitet werden. Die Anzeige sei auf dem Weg dorthin. Bei den Hakenkreuzen handelt es sich um verkehrt herum aufgesprühte Symbole.

Geleakte Daten von Politikern und Prominenten: Spuren führen in die rechte Internetszene

Johannes S. soll etwa tausend Politiker und Prominente im Netz bloßgestellt haben. Der Schüler sagt, er habe aus Ärger über die Betreffenden gehandelt. Doch SPIEGEL-Recherchen zeigen, dass hinter dem Daten-Leak mehr stecken könnte.

24.01.2019

Nürnberg: Stele für homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus beschmiert

In Nürnberg ist die Gedenkstele für homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus mit roter Farbe beschmiert worden. Die Tat geschah wahrscheinlich am Wochenende, wie das Bündnis gegen Trans- und Homophobie in Nürnberg mitteilte.

25.01.2019

Charlotte Knobloch wird nach AfD-Eklat bedroht

Charlotte Knobloch hat die AfD in einer Rede im bayerischen Landtag kritisiert und erhält seitdem Beleidigungen und Drohungen, wie sie der Augsburger Allgemeinen sagte. Die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern hatte die Rede bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus gehalten. Die Fraktionschefin der AfD, Katrin Ebner-Steiner, hat nach eigenen Angaben auch Drohnachrichten erhalten.

28.01.2019

Berlin-Neukölln: 31-Jährige von Pöblerin rassistisch beschimpft und attackiert

In Berlin-Neukölln wurde Samstagmittag eine Frau (31) von einer Unbekannten rassistisch beleidigt und mit einem Schirm attackiert. Die Angreiferin konnte entkommen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Demnach kam es gegen 14 Uhr auf dem U-Bahnhof Lipschitzallee in Gropiusstadt zu der Attacke. Laut Aussage der 31-Jährigen sei sie von einer unbekannten Frau unvermittelt angesprochen und rassistisch beschimpft worden. Im weiteren Verlauf soll die Pöblerin versucht haben, der 31-Jährigen mit einem Schirm ins Gesicht zu schlagen, was diese mit der Hand abwehren konnte und dadurch am Daumen verletzt wurde. Die Ermittlungen zu der Unbekannten dauern an.

https://www.bz-berlin.de/berlin/neukoelln/31-jaehrige-von-poeblerin-fremdenfeindlich-beschimpft-und-attackiert

29.01.2019

Düsseldorf: Hakenkreuz-Schmiererei  während der Holocaust-Gedenkstunde

Während im Max-Haus an die Opfer der Nazi-Diktatur erinnert wurde, beschmierten Unbekannte das Schild am Haus des Landesverbandes der Sinti und Roma. Der Staatsschutz ermittelt.

https://www.wz.de/nrw/duesseldorf/hakenkreuz-schmiererei-waehrend-der-holocaust-gedenkstunde_aid-35954095

Konstanz: Hetzparolen im Clubheim-Briefkasten des Türkischen SV Konstanz

Abdullah Karaboga, Präsident des Türkischen SV Konstanz, versteht die Welt nicht mehr. Da bemüht er sich nun schon seit Jahren, Ruhe in seinen Verein zu bringen, und dann das: Am Samstag fand die Clubheim-Wirtin des TSV im Briefkasten die Kopie eines SÜDKURIER-Artikels vom 7. November, der handschriftlich mit allerlei türkenfeindlichen Parolen versehen war.

https://www.suedkurier.de/region/regionalsport/regionalsport-bodensee-west/Hetzparolen-im-Clubheim-Briefkasten-des-Tuerkischen-SV-Konstanz;art2783,10033165

30.01.2019

Neue Drohbriefe – Hessens Polizei gerät stärker in Bedrängnis

Im Fall der von Rechtsextremisten bedrohten Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz mehren sich laut einem Medienbericht die Hinweise darauf, dass der oder die Täter aus Kreisen der Polizei stammen könnten. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Ausgabe vom heutigen Mittwoch berichtet, werden in einem weiteren Drohfax, das Basay-Yildiz im Januar erhalten haben soll, Ausdrücke verwendet, die nach Ansicht der Psychologen des hessischen Landeskriminalamts auf Insiderwissen aus der hessischen Polizei hindeuten.

https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-am-main-ort28687/frankfurt-erneutes-drohfax-anwaeltin-basay-yildiz-11588697.html

https://www.sueddeutsche.de/politik/seda-baay-yldz-lka-hessen-drohbrief-1.4307935

 

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Fundstück Skandal! Im Ethikunterricht wird über Religionen gesprochen!

Diana S. ist augenscheinlich eine ganz besonders besorgte Bürgerin. Auf ihrem Facebookprofil hat sie das Foto eines Arbeitsblattes mit der Überschrift „Islam-Quiz“ geteilt das, so behauptet sie zumindest, ihre Tochter am Vortag aus dem Ethikunterricht in der Schule mit nach Hause gebracht hat. Über ihre Tochter erfahren wir, dass sie die zweite Klasse besucht. Damit das Foto vom Arbeitsblatt nicht missverstanden wird, hat Diana S. vorsichthalber vor dem Fotografieren noch einen unübersehbaren Kommentar darauf hinterlassen, der die Interpretationsrichtung schon einmal vorgibt: „Was bitte ist das? Ich möchte sie bitten meine Tochter vom Islam fernzuhalten!“

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