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Lexikon: Flüchtlingsfeindlichkeit

Als Deutschland ab 2014 eine größere Zahl von Kriegsflüchtlinge aus Syrien aufnahm, stieg parallel die Flüchtlingsfeindlichkeit: Also rassistische Stimmungsmache speziell gegen die Aufnahme, Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten in Deutschland. Rechtsextreme und Rechtspopulist*innen witterten eine Chance, auf diesem Weg Rassismus und Islamfeindlichkeit gesellschaftsfähig zu machen. Dies gelang ihnen so konsequent, dass es bei Angriffen auf Geflüchtete oder Flüchtlingsunterkünfte – neben Rechsextremen – einen neuen Tätertypus gab: zuvor nicht-rechtsextreme Nachbarn und „besorgte Bürger*innen“.

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Das abgebrannte Geflüchtetenlager in Moria: Ursprünglich wurde es für 2.800 Menschen gebaut. Zum Höhepunkt wohnten hier 20.000 Geflüchteten.

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In der Nacht zum 9. September 2020 brach ein Brand im drastisch überfüllten Geflüchtetenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos aus. Das Camp wurde ursprünglich für 2.800 Menschen gebaut, doch zuletzt wohnten über 13.000 Geflüchtete dort unter erbärmlichen Zuständen. Diese müssen jetzt auf der Straße ausharren – teilweise ohne Versorgung und medizinische Behandlung. Vor Ort sind Paul Hanewinkel und Ari Henning vom Berliner Menschenrechts-Verein „Mare Liberum“. Mit einem Schiff dokumentiert die Organisation seit 2018 Menschenrechtsverletzungen in der Ägäis. Momentan dürfen sie nicht ausfahren und beobachten die Situation auf dem Festland – und sind alarmiert. Ein Gespräch über das Schicksal der Geflüchteten, die rechtsextreme Szene auf Lesbos und die Komplizenschaft der örtlichen Polizei.

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Xavier Naidoo Live beim Giessener Kultursommer 2019

Im Fahrwasser rechtsextremer Ideologie Xavier Naidoo beschwört in Videos den Untergang Deutschlands

Der Soul-Sänger Xavier Naidoo postete in einer Telegram-Gruppe einige Videos mit Song-Ausschnitten seines geplanten Albums. Es geht um #Wirsindmehr, Chemnitz 2018, das Fehlen eines starken Mannes und darum, dass Deutschland kurz vor dem Untergang stehe, weil Geflüchtete so viele Deutsche töten würden. Eigentlich waren die Videos nicht für die Öffentlichkeit bestimmt – es kam anders.

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Feroz Khan, ein AfD-Wähler mit deutsch-pakistanischen Wurzeln, hetzt seit 2016 ziemlich erfolgreich auf YouTube gegen Migrant*innen und den Islam. In der rechten Wutbürger*innen-Blase kommt er damit extrem gut an. Auf den ersten Blick mag das paradox wirken, es passt jedoch in die rechtsradikale Logik.  

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Humanitärer Notstand In Griechenland droht ein Pogrom an Geflüchteten 

Ein Syrer soll an der griechischen Grenze von Soldaten erschossen worden sein, ein Kleinkind ertrinkt kurz vor der Insel Lesbos, Polizei die Wasserwerfer und Tränengas gegen Geflüchtete einsetzt, auch gegen Kinder. Die Ereignisse in Griechenland überschlagen sich derzeit und nehmen eine gefährliche Dynamik aus Rassismus und Gewalt an. 

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