Weiter zum Inhalt Skip to table of contents

Deutsches Kolleg

Von|

Das „Deutsche Kolleg“ nimmt Ideen der Reichsbürger-Bewegung auf. Auf der Webseite werden die Abschaffung der parlamentarischen Demokratie und die Erschaffung eines „vierten Reichs“ gefordert. Dies impliziert die Abschaffung der Bundesrepublik Deutschland, die aus der Sicht der Reichsbürger_innen kein souveräner Staat ist, sondern seit der Kapitulation von den Alliierten besetzt ist.

Hierfür findet man auf der Webseite konkrete Handlungsanweisungen und Pläne, die das Wirtschaftssystem und die Reichsordnung des neuen Staates umfassen. In der Rubrik „Kampfschriften“ wird zu „deutschen Volksaufständen“ aufgerufen. Außerdem versuchte man Nachkommen der deutschen Monarchien und Adelsgeschlechter für seinen Kampf einzuspannen, indem an ihre Verpflichtung gegenüber dem Deutschen Reich plädiert wird.

Zwischenzeitlich war es um die Gruppe ruhig geworden, da die Einträge auf der Webseite nicht aktualisiert wurden und auch sonst keine Veranstaltungen nach außen kommuniziert wurden. Im Januar 2017 berichtete das WDR dann aber über regelmäßig stattfindende Treffen des „Deutschen Kollegs“ in Mosbach in Thüringen. Diese sollen seit Jahren stattgefunden haben.

Beim letzten Treffen am 15.07.2016 waren zwei der Gründungsmitglieder des Deutschen Kollegs, Uwe Meenen und Reinhold Oberlercher, anwesend. Hinzu kamen der Verleger Robert Steinert, Imke Barnstedt, ehemaliges Mitglied des mittlerweile verbotenen Bauernhilfe e.V., der Ex-Chef der NPD Lörrach Christoph Bauer und Markus Stangenberg-Haverkamp, Gesellschafter des Pharmakonzerns Merck. Die Teilnehmer beweisen, dass das „Deutsche Kolleg“ immer noch Verbindungen in weite Teile der rechtsextremen Szene pflegt und diese vernetzt.

 

 

Mehr:

| Neue Rechte

| Wo Ideen verbreitet werden: Vernetzungsstellen der „Neuen Rechten“

Weiterlesen

Was wollen eigentlich Reichsbürger/innen?

Gestern berichtete der Berliner Kurier über „Reichsbürger“, die im Internet einen „Gerichtshof“ imaginieren, an dem sie Beamt*innen des deutschen Staates wegen Verletzung…

Von|

Mecklenburg-Vorpommern 2018 „Die wilde Jagd und die deutsche Jagd ― auf … Blut und Tyrannen.“

Jahresrückblick 2018: Mecklenburg-Vorpommern bleibt für rechtsextreme und rechtspopulistische Akteur*innen sowie Antidemokrat*innen weiterhin ein attraktives Experimentierfeld. Hier arbeiten Identitäre und völkische Siedler Hand in Hand, die AfD steht offen mit rechtsextremen Kräften in Kontakt, und Prepper sorgen für Waffenlager für den „Tag X“.

Von|
Unsere Partnerportale
Eine Plattform der