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Land unter? Neue Handlungsempfehlungen zum Umgang mit völkischen Siedler*innen

(Quelle: Unsplash)

Ein Mangel an Arbeitsplätzen, fehlende Infrastruktur, eine schlechte Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr und ein geringes kulturelles Angebot können dafür sorgen, dass vor allem junge Leute wegziehen.Wenn nun junge Familien hinzuziehen, die sich ins Dorfleben einbringen und mit anpacken, indem sie beispielsweise neue Handwerksbetriebe aufbauen, wirkt es wie ein Glücksfall. In der ersten Freude über den Zuzug wird jedoch häufig übersehen, dass der ländliche Raum auch für Rechtsextreme attraktiv ist. Deren Strategie der völkischen Landnahme zielt darauf ab, im ländlichen Raum rechtsextreme Strukturen aufzubauen, um so Einfluss im Dorfleben zu erlangen, ihre Ideologie zu verbreiten und zu normalisieren.Wenn Nachbar*innen, Vereinsmitglieder, Arbeitskolleg*innen und Lehrer*innen oder Erzieher*innen auf die rechtsextreme Ideologie der Zugezogenen aufmerksam werden, schrecken viele vor einer direkten Konfrontation zurück.

Bleiben jedoch Widerstand und Gegenrede aus, fühlen sich völkische Akteur*innen in ihrem Vorgehen bestätigt.Unsere neue Handreichung „Land Unter? Handlungsempfehlungen zum Umgang mit völkischen Siedler*innen“ möchte alle, die in ihrem Alltag mit völkischen Siedler*innen konfrontiert sind, dabei unterstützen, einen eigenen Umgang mit dem Problem der rechtsextremen Landübernahme zu entwickeln. Dafür haben wir die wichtigsten Informationen gebündelt und Empfehlungen dafür zusammengetragen, wie ihr euch in der Nachbarschaft, in Ihrer Kommune, in Bildungseinrichtungen, der Vereinsarbeit sowie am Arbeitsplatz verhalten können.

Die Handlungsempfehlungen können hier bestellt und heruntergeladen werden.

Wie ein beispielhafter Umgang mit rechtsextremen Unterwanderungsversuchen aussehen kann zeigt eine aktuelle Initative des Netzwerks für Solidarische Landwirtschaft, dass sich mit einer neugegründeten Arbeitsgemeinschaft mit Rechte Tendenzen in der Landwirtschaft auseinandersetzt.


Diese Publikation der Amadeu Antonio Stiftung im Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention wurde durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und durch die Freudenberg Stiftung gefördert.

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