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Kriminalstatistik 2015 belegt massiven Anstieg rassistischer Straftaten

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(Quelle: BMI)

vgl. Die ZEITtaz 

Zahlen 2016

Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte 2016 verdreifacht

Im ersten Quartal 2016 gab es 347 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte bundesweit – dreimal so viel wie von Januar bis März 2015; das Zehnfache der Angriffe im gleichen Zeitraum 2014.Die meisten Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte, insgesamt 92, wurden im ersten Quartal in Nordrhein-Westfalen verübt. Es folgen Bayern mit 45 Delikten, Niedersachsen (40), Sachsen (39), Baden-Württemberg (33), Brandenburg und Sachsen-Anhalt (je 19), Mecklenburg-Vorpommern (14), Hessen (12), Berlin (8), Thüringen und Rheinland-Pfalz (je 7), Schleswig-Holstein (6), das Saarland (4) sowie Hamburg und Bremen mit je einer Straftat. Im Osten ist das sächsische Freital mit zehn Angriffen besonders belastet, im Westen ist es Köln mit sechs.Davon sind 130 Straftaten Sachbeschädigungen, 38 Brandstiftungen, 23 Körperverletzungen, 2 Mordversuche, 1 versuchter Totschlag, 1 Sprengstoffexplosion, 82 x Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (Hitlergruß, Hakenkreuzschmiererei etc.), 22 Volksverhetzungen, außerdem Propaganda-Delikte.

Quelle: Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine kleine Anfrage von Ulla Jelpke.

vgl. Tagesspiegel

 

Der Spiegel berichtet von 45 Brandanschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte unter Berufung auf den Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch.Laut Münch steige auch „die Qualität der Gewalt“.Die Täter seien überwiegend männlich.Fast 80 Prozent kämen aus dem Ort, an dem auch die Straftat verübt wurde.Aktuell gebe es keine Erkenntnisse zu überregionalen rechtsextremistischen Strukturen, die gezielt Anschläge auf Flüchtlinge organisieren.Besorgt ist er über die steigende verbale Gewalt im Internet: „Die Zahl der Delikte, die wir hier im Jahr 2015 registriert haben, hat sich innerhalb eines Jahres verdreifacht und liegt bei etwa 3000 Fällen“, sagte er. „Wir gehen davon aus, dass verbale Gewalt eine Vorstufe für Übergriffe auf Flüchtlinge sein kann – die Sprache kommt häufig vor der Tat.“

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