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Erkennungszeichen Symbole mit Bezug zum Nationalsozialismus

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Beim Konzert "Rock gegen Überfremdung III" 2018 in Apolda überkleben Nazis strafbare Tattoos - zu sehen sind noch Hakenkreuz und SS-Runen. (Quelle: Zamira Alshater)

 

Das Hakenkreuz


Das bekannteste Symbol der Nationalsozialisten – das Hakenkreuz.
Quelle: Aktion Zivilcourage

Bevor das Hakenkreuz zum bekanntesten Symbol und Inbegriff des Nationalsozialismus wurde, fand es schon seit frühgeschichtlichen Zeiten eine Verwendung als Schmuckelement in China, Japan, Indien, Griechenland und bei den Germanen und Kelten. Der bisher älteste Nachweis wurde in der Ukraine gefunden und wird auf ca. 10.000 v. Chr. datiert. Als positiv konnotiertes Heilssymbol und Sinnbild des Ewigen Kreislaufes ist es etwa als Gestaltungselement der Tempelräume des Dalai Lamas zu finden.

Unter Adolf Hitler wurde das Hakenkreuz 1920 zum Zeichen der NSDAP. 1933 wurde es zum offiziellen Zeichen des Nationalsozialismus, 1935 sogar zum Staatssymbol.

Hitler hat das Hakenkreuz vermutlich auf Grund der Deutungen des rassistischen „Runenkundlers“ Guido von List ausgewählt, der ihm eine völkische und antisemitische Symbolik andichtete.

Die Farben der Hakenkreuzfahne sind denen der Reichskriegsflagge nachempfunden. Das Kreuz stellt hierbei die „Mission des Kampfes für den Sieg des arischen Menschen“ dar. Es ist eingebettet in einen weißen Kreis, der den Nationalsozialismus symbolisieren sollte. Die signalrote Hintergrundfläche stand für den „sozialen Gedanken der Bewegung“.

Heute ist die Verwendung des Hakenkreuzes auf Grund der Untrennbarkeit vom Nationalsozialismus in jedweder Form in Deutschland verboten. Ausnahmen sind hierbei Abbildungen, die das Hakenkreuz eindeutig in Zusammenhang mit Gegenkampagnen bringen. So zum Beispiel rot durchgestrichen auf einem Verbotsschild, über einem Mülleimer oder von einer Faust zerschlagen. Und die Neonazis haben auch eine Variante gefunden, es wieder zu tragen: Als Akronym „HKN KRZ“. Das ist nicht strafbar.

 

Das Eiserne Kreuz


Das Eiserne Kreuz ist auch heute noch ein beliebtes Symbol.
Quelle: Aktion Zivilcourage

Dieses Symbol wurde von den Nazis okkupiert und ist keineswegs selbst erfunden. Als dieses Abzeichen 1939 zum bekanntesten Kriegsorden des „Dritten Reichs“ wurde, hatte es bereits eine lange Tradition im Preußischen Militär. Schon 1813 wurde das „Eiserne Kreuz“ in den Napoleonischen Kriegen als Verdienstabzeichen verliehen – und selbst dieses war von Orden inspiriert, die Deutschritter schon seit dem 14. Jahrhundert trugen. Die Ursprünge gehen sogar auf das Alte Ägypten zurück.

Es ist auch heute noch ein gern und allumfassend genutztes Symbol der rechten Szene, muss an allerdings nicht zwingend als solches gelten. Doch die Assoziation zum Militär und der Ausdruck eines Männlichkeitskultes sind immer gegeben. Das Eiserne Kreuz wird auch in der Heavy-Metal- und (eher selten) auch in der Hardcore-Szene verwendet.

Die Bundeswehr nutzt das Symbol seit 1956 als Emblem für ihre Luft- und Kampffahrzeuge, auch auf dem „Ehrenzeichen der Bundeswehr“ ist es zu finden. Es gehört fest zu ihrem „Corporate Design“.

Seit Juli 2009 wird das Kreuz erstmalig wieder seit dem 2. Weltkrieg als Tapferkeitsorden verliehen, was auf die den Vorschlag des Verteidigungsministers Franz Josef Jung (CDU) zurückgeht.

 

Der Reichsadler


Flagge mit Reichsadler auf einer Neonazi-Demonstration in Dresden im Februar 2009

Die Geschichte des Adlers als Metapher für Stärke, Macht, Erhabenheit, Göttlichkeit und kaiserliche Macht geht bis zur Zeit der Römer zurück. Seit dem Mittelalter ziert das Tier zahlreiche Wappen im gesamten europäischen Raum.

Die Nationalsozialisten folgten dieser Tradition, abstrahierten die verspielte romanisch-gotische Version des Kaiserreiches allerdings, um Modernität zu suggerieren. Oft war der Reichsadler im Zusammenhang mit einem eingekränzten Hakenkreuz zu sehen.

Nach Kriegsende 1945 wurde der Adler als „Bundesadler“ zum offiziellen Wappentier Deutschlands. Dieser wird zu verschiedenen Anlässen unterschiedlich gestaltet, allerdings meist ebenfalls in einer abstrahiert-modernen Formgebung.

In der rechten Szene kann man die Version des NS-Regimes beispielsweise auf T-Shirts, Aufnähern oder Fahnen finden.

 

Hammer und Schwert

Button mit „Hammer und Schwert“-Symbolik aus dem „Materialversand“ der rechtsextremen Partei „Der III. Weg“

Werkzeug und Waffe – dieses Symbol stand für die Volksgemeinschaft aus Arbeitern und Soldaten. Seit 1929 war es das Gaufeldzeichen der Hitlerjugend (HJ). „Gau“ bezeichnete die Bezirke, die ebenfalls wieder und wieder unterteilt waren. Gauleiter waren in Zusammenarbeit mit der Wehrmacht verantwortlich für die zivile Verteidigung ihres Gebietes.

Genutzt wurden „Hammer und Schwert“ u.a. vom „nationalrevolutionären“ Flügel der NSDAP, auch „Schwarze Front“ genannt. Diese Abspaltung der Partei wurde 1933 verboten.

Beliebt wurden „Hammer und Schwert“ als „Symbol der nationalen Front“ wieder in den 1990er Jahren, als viele der neu gegründeten „Freien Kameradschaften“ das Symbol für ihre Darstellungen aufgriffen.

Außerdem verwenden es die die Jungen Nationaldemokraten (JN), Jugendorganisation der NPD.

 

SA-Abzeichen

Das heute weniger populäre Symbol war seit Mitte der 1920er Jahre das Abzeichen der „Sturmabteilung“ (paramilitärische Kampforganisation der NSDAP). Es ist zusammengesetzt aus der Sig-Rune, die in einem Blitz ausläuft und einem gotischen „A“.

Die Verwendung des Original-Symboles ist strafbar.

Das Bekleidungslabel „Alpha Industries“ wurde unter anderem in den frühen 2000er Jahren von Neonazis gern getragen, da dessen Logo dem (verbotenen) SA-Abzeichen ähnelt. Dieser Bezug ist allerdings 2016 nicht mehr so stark vorhanden, da die Marke inzwischen in diversen anderen Szenen mit Kampfsport-Bezug beliebt ist.

 

Die Schwarze Sonne


Die Schwarze Sonne.
Quelle: Aktion Zivilcourage

Es ist historisch nicht belegt, dass das Symbol aus dem Germanentum stammt, sondern es handelt sich um ein Kunstprodukt der „SS“, auch wenn dies in der rechtsextremen Szene meist geleugnet wird. Das Sonnenrad erscheint erstmals als Bodenornament im Obergruppenführersaal der „SS-Schule Haus Wewelsburg“. Erst nach 1945 wurde es als „Schwarze Sonne“ bezeichnet und findet in der Neonazi-Szene Verwendung.

Man kann die „Schwarze Sonne“ als eine Zusammensetzung von zwölf Sig-Runen oder als zwölfarmiges Hakenkreuz verstehen. Ausgedrückt werden soll die „Verbundenheit mit der eigenen Art und mit den arteigenen Wertvorstellungen“.

Die „Schwarze Sonne“ erhält einen immer höheren Stellenwert für Lifestyle-Produkten der neonazistischen Szene aller Art. Beobachter der Szene sehen das Symbol durch die häufige Verwendung als Ersatz für das verbotene Hakenkreuz.

 

Der SS-Totenkopf


Emblem mit SS-Totenkopf.
Quelle: Aktion Zivilcourage

Im Nationalsozialismus war der Totenkopf das Symbol für den Tod des Feindes und den bedingungslosen Einsatz für die Ideen Adolf Hitlers. Deshalb wurde er auch das Emblem der SS-Totenkopfverbände. Dieser Teil der nationalsozialistischen Schutzstaffel (SS) war vor allem verantwortlich für die Bewachung und Verwaltung der Konzentrationslager.

Noch heute ist der Totenkopf in der Neonazi-Szene häufig zu finden. „Combat 18“, die militante Strömung der Blood-and-Honour-Bewegung, hat ihn als Emblem gewählt. „Combat heißt Kampfeinheit, „18“ steht als Zahlencode für Adolf Hitler. Die Strömung ist international, mit Schwerpunkten in England und Skandinavien und für zahlreiche Gewalttaten verantwortlich.

Das Verwenden des SS-Totenkopfes ist in Deutschland strafbar, vor allem in Kombination mit der SS-Losung „Meine Ehre heißt Treue“ (siehe Bild). Leicht abgeänderte Formen gelten in der Neonazi-Szene als ein beliebtes Tattoomotiv.

Das Tragen einer Totenkopf-Abbildung ist nicht grundsätzlich ein Anzeichen für eine rechtsextreme Gesinnung – nur das eines Totenkopfes, der dem Vorbild aus dem Nationalsozialismus nachempfunden ist. Besonders in den letzten Jahren sind Totenköpfe als Styling-Motive inflationär im Mainstream zu finden gewesen, in Bezug auf Punk und Piraten.

 

Das Zahnrad


Aus einschlägigem Versand: T-Shirt mit dem Aufdruck „Arbeiterklasse“ und Zahnrad

Als Symbol der Arbeiterschaft war das Zahnrad in Verbindung mit dem Hakenkreuz das Emblem der größten NS-Massenorganisation, der Deutschen Arbeitsfront (DAF).

Die rechtsextreme Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei (FAP), die 1995 verboten wurde, nutze es als Teil ihres Abzeichens. Die Hammerskins-Bewegung und freie Kameradschaften verwenden es für ihre Erkennungssymbole, und auch die NPD greift bisweilen auf Transparenten auf die Zahnrad-Symbolik zurück.

Es sei aber auch immer darauf hingewiesen, dass es auch nicht-rechte Verwendungen des Zahnrad-Symboles gibt, etwa in der Electric Body Music (EBM)-Szene oder im Logo des Technischen Hilfswerks.

 

Gaudreieck / Gauwinkel


Gauwinkel.
Quelle: Aktion Zivilcourage

Dieser Ärmelaufnäher wurde in der NS-Zeit genutzt, um die Herkunft eines Gaus der NSDAP, der Hitlerjugend (HJ), des Bundes Deutscher Mädel (BDM) oder einer der Unterorganisationen genau zu kennzeichnen. „Gau“ bezeichnete die Bezirke, die ebenfalls wieder und wieder unterteilt waren. Gauleiter waren in Zusammenarbeit mit der Wehrmacht verantwortlich für die zivile Verteidigung ihres Gebietes.

Auch heute wird der Gauwinkel mit der aufgestickten Ortszugehörigkeit in der Neonazi-Szene verwendet.
Das Tragen dieser Abzeichen, auch in anderen Farben als schwarz, ist seit 2002 strafbar, da sie eindeutig zur NS-Symbolik gehören.

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Das Eiserne Kreuz

Auch dieses Symbol wurde von den Nazis okkupiert, keineswegs selbst erfunden. Als dieses Abzeichen 1939 zum bekanntesten Kriegsorden des „Dritten Reichs“ wurde, hatte es bereits eine lange Tradition im Preußischen Militär. Schon 1813 wurde das „Eiserne Kreuz“ in den Napoleonischen Kriegen als Verdienstabzeichen verliehen – und selbst dieses war von Orden inspiriert, die Deutschritter schon seit dem 14. Jahrhundert trugen. Die Ursprünge gehen sogar auf das Alte Ägypten zurück.

Es ist auch heute noch ein gern und allumfassend genutztes Symbol der rechten Szene, muss an allerdings nicht zwingend als solches gelten. Doch die Assoziation zum Militär und der Ausdruck eines Männlichkeitskultes sind immer gegeben. Das Eiserne Kreuz wird auch in der Heavy-Metal- und (eher selten) auch in der Hardcore-Szene verwendet.

Die Bundeswehr nutzt das Symbol seit 1956 als Emblem für ihre Luft- und Kampffahrzeuge, auch auf dem „Ehrenzeichen der Bundeswehr“ ist es zu finden. Es gehört fest zu ihrem „Corporate Design“.

Seit Juli 2009 wird das Kreuz erstmalig wieder seit dem 2. Weltkrieg als Tapferkeitsorden verliehen, was auf die den Vorschlag des Verteidigungsministers Franz Josef Jung (CDU) zurückgeht.

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