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Wissen, was gespielt wird… Die Rechtfertigung einer Pandemie ist menschenfeindlich

Was Sie erwidern können, wenn Menschen behaupten, COVID-19 sei „die Rache der Natur“ oder „die Rache Gottes“.  Antworten aus der Broschüre „Wissen, was wirklich gespielt wird…: Vernunft in der Krise“ des Projektes „No World Order“.

 
Symbolbild Religion. (Quelle: Pixabay / Pexels)

Ein Virus ist ein ansteckender Krankheitserreger. Wenn dieser Erreger sich so stark ausbreitet, dass weltweit Menschen erkranken, wird dies als Pandemie bezeichnet. Die Corona-Pandemie kostet Hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt ihr Leben, zwingt noch mehr in die häusliche Isolation, befördert psychische Erkrankungen, bedroht materielle Existenzen und verstärkt zahlreiche soziale Probleme. Wer die COVID-19 Pandemie als „Abwehrkampf der Natur“ oder gar als „Rache Gottes“ missdeutet, die*der zeigt sich menschlichem Leid gegenüber ignorant.

Seite 21Die Vorstellung von der Natur als einem „Wesen“, das sich von den Menschen, wie von einem Virus, befreien muss, ist eine mystische Vorstellung. Diese Ideologie macht eine problematische Unterscheidung zwischen der reinen, vollkommenen, guten Natur und den bösen, lasterhaften Menschen. Die Natur wird dabei nicht als ein ökologisches Zusammenspiel unterschiedlicher Zellstrukturen begriffen, sondern als ein „Wesen“. Für dieses „Wesen“ wird wiederum mehr Mitgefühl aufgebracht, als für Menschen, die Gefühle wie Angst oder Einsamkeit empfinden können. Einige religiöse Fanatiker*innen gehen sogar so weit, die Corona-Pandemie als Rache Gottes für Homosexualität und Feminismus zu deuten. Sie instrumentalisieren millionenfaches Leid zugunsten ihrer menschenfeindlichen Propaganda. Eine Pandemie ist eine schreckliche Katastro-phe, die durch nichts gerechtfertigt werden kann und deren Opfer Empathie und Solidarität verdienen.


Der Text ist ein Auszug aus der Broschüre:

Titelbild der Broschüre „Wissen, was wirklich gespielt wird: Krise, Corona und Verschwörungserzählungen“

Amadeu Antonio Stiftung (Hrsg.): Wissen, was wirklich gespielt wird: Krise, Corona und Verschwörungserzählungen (2020)

In Zeiten globaler Krisen und den damit verbundenen Unsicherheiten werden Verschwörungsideologien besonders häufig geteilt. Vermeintlich wird Kritik geübt, doch in Wirklichkeit werden komplexe Zusammenhänge auf das Wirken einzelner Personen oder Gruppen reduziert. Verschwörungsideologien entwerfen ein apokalyptisches Bild, aus dem es nur einen Ausweg zu geben scheint: den Kampf der Guten gegen die „Verschwörung“. Diese Handreichung des Projekts No World Order soll dabei helfen, Verschwörungserzählungen um die COVID-19 Krise zu widerlegen und ihre Verbreitung einzudämmen. Dazu wurden sieben aktuell populäre Verschwörungserzählungen zusammengestellt, die in ihnen enthaltenen Missverständnisse, Lügen und Desinformationen aufgedeckt und ihnen mit Fakten begegnet.

PDF zum Download: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/wp-content/uploads/2020/05/AAS_wissen_was_wirklich_WEB.pdf

Weitere Themen aus der Broschüre auf Belltower.News:

 

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Erstmal vor den Füßen kehren üben, als direkt den Dreck der ganzen Stadt nehmen

Zu den wohl ansteckendsten Übeln dieser Welt gehört die schlechte Laune. Sie braucht eigentlich keine Anlässe, weil es immer Dinge gibt, die einen grummeln lassen oder schlimmeres. Schauen wir uns um: Unsere Welt ist voller Ereignisse, die schlechte Laune provozieren. Terror, Feindseligkeiten, himmelschreiende Ignoranz, Rassismus und allenthalben Leid und Unglück. Wenn es mir schlecht geht und ich in eine Stimmung gerate, in der mir angesichts all dessen die Welt hoffnungslos erscheint, dann schaue ich auf einen Brief, den ich mir selbst geschrieben habe. Darin steht an erster Stelle: "Bitte, mach keine Haufen aus ungelösten Problemen. Schichte sie nicht so hoch auf, dass sie wie ein unerklimmbares Gebirge erscheinen." Nun ist es das Wesen der schlechten Laune, dass sie unbeeindruckt bleibt von solchen Tricks. Also kommt der zweite Punkt: "Schau näher hin. Viel näher. Wenn man sich schwach fühlt und die Straße kehren will, dann ist es besser vor den Füßen zu fegen, als an den Dreck der ganzen Stadt zu denken. Das kannst du machen, wenn du ungefähr weißt, wie es geht."
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