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Argumente gegen Verschwörungstheorien Staaten müssen Freiheitsrechte und Sicherheitsbedürfnisse ihrer Bevölkerung ausbalancieren

Das Projekt „No World Order  – Handeln gegen Verschwörungstheorien“ widerlegt gängige Verschwörungserzählungen. Hier: Staaten müssen Freiheitsrechte und Sicherheitsbedürfnisse ihrer Bevölkerung ausbalancieren / „unter falscher Flagge / false flag“.

 
Ausschnitt aus dem Titelbild der Broschüre „Wissen, was wirklich gespielt wird … Widerlegungen für gängige Verschwörungstheorien“ (Quelle: Amadeu Antonio Stiftung)

Am 11. September 2001 entführten islamistische Terroristen mehrere Flugzeuge in den USA und steuerten sie in die Türme des World Trade Centers in New York und in den äußeren Ring des Pentagons in Washington. Videos zeigen die Attentäter beim Betreten der Flugzeuge, ihre Terrororganisation Al Qaida bekannte sich anschließend zu den Anschlägen. Als Konsequenz wurden die Freiheitsrechte der amerikanischen Bevölkerung eingeschränkt, um Terroranschläge zukünftig besser verhüten zu können.Die Ereignisse um die 9/11-Anschläge zeigen, dass selbst mächtige Staaten wie die USA nicht jeden Terrorangriff verhindern können. Verschwörungstheoretiker*innen behaupten jedoch nach jedem Anschlag, dass er nicht von den Terrorist*innen durchgeführt worden wäre.

Statt den Bekennervideos oder der Beweislage zu glauben, wird unterstellt, die Staaten, in denen die Terroranschläge stattfanden, hätten diese selbst „unter falscher Flagge“ (Englisch: false flag) inszeniert, um danach die Freiheitsrechte der Bevölkerung einschränken, innen- oder außenpolitische Entscheidungen legitimieren und eine – aus Sicht der Verschwörungstheoretiker*innen – Diktatur errichten zu können.

Liberale Demokratien befinden sich in einem widersprüchlichen Verhältnis, wenn es um die Freiheit und Sicherheit ihrer Bevölkerungen geht. Einerseits soll der Staat die Privatsphäre seiner Bürger*innen so wenig wie möglich überwachen, andererseits soll er so gut wie möglich für ihre Sicherheit sorgen. Die Einschränkung der Freiheitsrechte ist eine häufige Reaktion auf Terrorangriffe, um mehr Sicherheit zu gewährleisten. Dabei können Freiheitsrechte dauerhaft beeinträchtigt werden, was kritisiert werden sollte (siehe Kritik oder Verschwörungstheorie?). Es ist jedoch eine zynische Verschwörungstheorie zu behaupten, dass Staatschef *innen ihre Bevölkerung durch inszenierte oder selbst durchgeführte Terroranschläge in Angst und Schrecken versetzen oder kaltblütig ermorden würden, um insgeheim eine Diktatur zu errichten. Dabei handelt es sich um verschwörungstheoretische Lügen über eine blutrünstige Elite, die seit Jahrhunderten verbreitet werden.

Hier geht es zu den Widerlegungen gängiger Verschwörungstheorien (wird fortlaufend veröffentlicht):

Die Broschüre

„Wissen, was wirklich gespielt wird … Widerlegungen für gängige Verschwörungstheorien“.

Herausgegeben von der Amadeu Antonio Stiftung und von der „Gemeinnützige Respekt! Kein Platz für Rassismus GmbH“, Berlin 2019

Zu beziehen über: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/publikationen/wissen-was-wirklich-gespielt-wird/

Als PDF zum Download: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/wp-content/uploads/2019/10/Verschw%C3%B6rungstheorien_widerlegen.pdf

No World Order – Handeln gegen Verschwörungsideologien

Das Projekt „No World Order. Handeln gegen Verschwörungsideologien“ wurde im Jahr 2015 ins Leben gerufen, um die Zivilgesellschaft über die Gefahren aufzuklären, die von Verschwörungsideologien ausgehen und Gegenstrategien aufzuzeigen. Das Besondere an „No World Order“ ist seine Expertise zum Verhältnis von Verschwörungsideologien und Antisemitismus. Das Projekt richtet sich an Multiplikator*innen aus der Politik, dem Bereich schulischer und außerschulischer Bildung, Mitarbeitende von Beratungsstellen und NGOs sowie Fachpersonen des Forschungsfeldes Conspiracy Theory Studies. Als eines der ersten Projekte hat No World Order das Themenfeld „Verschwörungstheorien“ konstant bearbeitet und führt diese Arbeit bis heute fort.

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