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Argumente gegen Verschwörungstheorien Alle können glauben, was sie wollen – müssen aber nicht

Mädchen sitzt, ihre gefalteten Hände auf einem Buch abgelegt. Ob sie betet oder nicht, bleibt der Vorstellung überlassen.
Symbolbild (Quelle: Pixabay)

Die deutsche Bevölkerung ist traditionell christlich geprägt. Im Jahr 2018 waren über die Hälfte (53,2 %) aller Deutschen Mitglied einer der beiden großen christlichen Glaubensgemeinschaften. Darüber hinaus leben in Deutschland 5,1 % konfessionsgebundene Muslime und nur 0,1 % Jüdinnen und Juden. Dagegen wächst seit Jahren die Gruppe der Konfessionsfreien und Religions-losen. 2018 betrug sie 37,8 %.

Es lässt sich also feststellen, dass ein Säkularisierungsprozess in Deutschland stattfindet, der die christlichen Religionsgemeinschaften am meisten, aber nicht ausschließlich trifft. Rechtsextreme, Rechtspopulist*innen und Konservative verbreiten hingegen die unbelegte Behauptung, die langsam wachsende Anzahl von Muslim*innen (2016: 4,9 %, 2018: 5,1 %) sei ein Zeichen der „Islamisierung“ der deutschen Gesellschaft. Zur Verschwörungstheorie wird diese Behauptung, indem sie als Teil des Plans geheimer Verschwörer*innen zum „Großen Austausch“/„Volkstod“ der deutschen, weißen und christlichen Bevölkerung dargestellt wird. Hier liegt außerdem die rassistische Vorstellung zugrunde, Bevölkerungen und Kulturen würden bestimmte unveränderbare Eigenschaften besitzen und dürften deshalb nicht vermischt werden. Alles, was eine Veränderung bewirkt, wird als Bedrohung und in der Verschwörungstheorie als Teil des vermeintlichen Plans zur Vernichtung der Deutschen gewertet.

Hier geht es zu den Widerlegungen gängiger Verschwörungstheorien (wird fortlaufend veröffentlicht):

Die Broschüre

„Wissen, was wirklich gespielt wird … Widerlegungen für gängige Verschwörungstheorien“.

Herausgegeben von der Amadeu Antonio Stiftung und von der „Gemeinnützige Respekt! Kein Platz für Rassismus GmbH“, Berlin 2019

Zu beziehen über: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/publikationen/wissen-was-wirklich-gespielt-wird/

Als PDF zum Download: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/wp-content/uploads/2019/10/Verschw%C3%B6rungstheorien_widerlegen.pdf

No World Order – Handeln gegen Verschwörungsideologien

Das Projekt „No World Order. Handeln gegen Verschwörungsideologien“ wurde im Jahr 2015 ins Leben gerufen, um die Zivilgesellschaft über die Gefahren aufzuklären, die von Verschwörungsideologien ausgehen und Gegenstrategien aufzuzeigen. Das Besondere an „No World Order“ ist seine Expertise zum Verhältnis von Verschwörungsideologien und Antisemitismus. Das Projekt richtet sich an Multiplikator*innen aus der Politik, dem Bereich schulischer und außerschulischer Bildung, Mitarbeitende von Beratungsstellen und NGOs sowie Fachpersonen des Forschungsfeldes Conspiracy Theory Studies. Als eines der ersten Projekte hat No World Order das Themenfeld „Verschwörungstheorien“ konstant bearbeitet und führt diese Arbeit bis heute fort.

Kontakt:

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Apolda gegen Neonazis Rechtsrock-Festival in Thüringen wird für Neonazis zum absoluten Reinfall

Eigentlich wollten Neonazis am vergangenen Wochenende ausgelassen auf einem Rechtsrock-Event in Thüringen feiern – daraus wurde nichts. Nach einer Art Schnitzeljagd um den Veranstaltungsort, fanden sich am Samstag knapp 1.000 Rechtsextreme in Apolda ein. Als das Konzert begann, griffen Neonazis mit einem Mal Polizisten an. Das improvisierte Event wurde aufgelöst. Auch in finanzieller Hinsicht ein Fiasko für die Szene.

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