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Argumente gegen Verschwörungstheorien Verschwörungstheorien – Was tun?

Symbolbild: Grenzen zeigen.

 

Suchen Sie sich Unterstützung

Finden Sie Verbündete und lassen Sie sich beraten, z.B. von der Amadeu Antonio Stiftung oder den Mobilen Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus. Nehmen Sie politische Bildungsangebote wahr.

Leisten Sie Widerspruch

Wenn Ihr Gegenüber bereits ein geschlossenes Weltbild vertritt, werden Argumente kaum etwas bewirken. Sollte jedoch die Bereitschaft erkennbar sein, sich Zweifel anzuhören, säen Sie diese. Recherchieren sie gemeinsam und überprüfen Sie die Seriosität der Quellen. Weisen Sie in der Öffentlichkeit auf menschenfeindliche (rassistische, antisemitische, sexistische etc.) Inhalte hin und skandalisieren diese. Solidarisieren Sie sich mit Betroffenen und fordern Sie ggf. Sanktionen. Wenn nötig, schließen Sie Personen, die Verschwörungstheorien verbreiten, aus dem jeweiligen Kontext aus. Erstatten Sie ggf. Anzeige.

Werden Sie dort aktiv, wo ihnen Verschwörungstheorien begegnen:

In der Familie/im Freundeskreis

Menschen, die Ihnen nahestehen, sind in der Regel eher geneigt, Ihnen zuzuhören und Ihren Widerspruch ernst zu nehmen. Würdigen Sie Ihr Gegenüber in der Auseinandersetzung nicht herab und versuchen Sie herauszufinden, warum für sie*ihn die Verschwörungstheorie in diesem Moment ihres*seines Lebens so wichtig ist. Machen Sie deutlich, warum Sie mit der Verschwö-rungstheorie nicht einverstanden sind (z.B. weil sie ein antisemitisches, sexistisches oder rassistisches Weltbild vertritt). Weisen Sie auf Widersprüche in den Erzählungen hin, z.B.: Wenn so vieles im Geheimen passiert, warum gibt es dann so viele YouTube-Videos, die die vermeintliche „Verschwörung“ aufdecken? Wenn die „Verschwörer*innen“ so mächtig sind, warum werden dann die ganzen Blogs und Videos nicht einfach gelöscht? Kontrollieren sie etwa die größte Videoplattform nicht?

Im Verein

Gestalten Sie einen Leitfaden für die Vereinssatzung, der verschwörungstheoretische und menschenfeindliche Äußerungen unterbindet. So haben Sie die Möglichkeit, Zuwiderhandlungen zu sanktionieren und entsprechende Personen notfalls auszuschließen. Sie schützen dadurch nicht nur diejenigen, die diskriminiert werden, sondern auch Personen, die potenziell für Verschwörungstheorien empfänglich sind.

Auf der Arbeit

Sie und Ihre Kolleg*innen haben ein Recht darauf, während ihrer Arbeitszeit nicht mit verschwörungstheoretischer Propaganda belästigt zu werden. Ihr*e Arbeitgeber*in ist verpflichtet, Sie zu schützen. Wenden Sie sich ggf. an Ihren Betriebsrat.

Im Internet

Auch in der digitalen Welt gilt es, menschen- und demokratiefeindlichen Äußerungen zu widersprechen. Beziehen Sie Stellung und informieren Sie Mitlesende über Ihren Widerspruch. Häufig werden Sie die*den Verschwörungstheoretiker*in nicht überzeugen, aber Sie leisten einen Beitrag dazu, verschwörungstheoretischen Inhalten nicht den digitalen Raum zu überlassen. Melden Sie menschenfeindliche Beiträge dem Sozialen Netzwerk und zeigen Sie strafrechtlich Relevantes bei der Polizei oder einer Online-Wache an. Blockieren sie ggf. Nutzer*innen, von denen Sie belästigt werden, oder schließen Sie sie aus Gruppen aus.

Informationen, Beratung und Unterstützung finden Sie hier:

Die Amadeu Antonio Stiftung berät und stellt kostenlose Bildungsmaterialien zur Verfügung, u.a. über die Projekte:

Ein Hilfsmittel zur Beurteilung von Quellen im Internet finden Sie in der:

  • Checkliste: Einschätzung der Quelle aus dem Unterrichtsmaterial Meinungen im Netz gestalten der Amadeu Antonio Stiftung: http://bit.ly/ChecklisteQuellen

Online-Informationen für das Widerlegen anderer Verschwörungstheorien bieten:

Bücher und weitere Publikationen:

Unterstützung, Beratung und Beistand finden Sie außerdem bei den Mobilen Beratungsteams: http://bit.ly/BeratungGegenRechts

Hier geht es zu den Widerlegungen gängiger Verschwörungstheorien (wird fortlaufend veröffentlicht):

Die Broschüre

„Wissen, was wirklich gespielt wird … Widerlegungen für gängige Verschwörungstheorien“.

Herausgegeben von der Amadeu Antonio Stiftung und von der „Gemeinnützige Respekt! Kein Platz für Rassismus GmbH“, Berlin 2019

Zu beziehen über: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/publikationen/wissen-was-wirklich-gespielt-wird/

Als PDF zum Download: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/wp-content/uploads/2019/10/Verschw%C3%B6rungstheorien_widerlegen.pdf

No World Order – Handeln gegen Verschwörungsideologien

Das Projekt „No World Order. Handeln gegen Verschwörungsideologien“ wurde im Jahr 2015 ins Leben gerufen, um die Zivilgesellschaft über die Gefahren aufzuklären, die von Verschwörungsideologien ausgehen und Gegenstrategien aufzuzeigen. Das Besondere an „No World Order“ ist seine Expertise zum Verhältnis von Verschwörungsideologien und Antisemitismus. Das Projekt richtet sich an Multiplikator*innen aus der Politik, dem Bereich schulischer und außerschulischer Bildung, Mitarbeitende von Beratungsstellen und NGOs sowie Fachpersonen des Forschungsfeldes Conspiracy Theory Studies. Als eines der ersten Projekte hat No World Order das Themenfeld „Verschwörungstheorien“ konstant bearbeitet und führt diese Arbeit bis heute fort.

Kontakt:

Weiterlesen

Neonazis im Web 2.0 Erscheinungsformen und Gegenstrategien (Download)

Die Broschüre fußt auf den Erfahrungen von netz-gegen-nazis.de seit 2009 in unseren eigenen Diskussionsforen, im Projekt „Generation 50plus aktiv im Netz gegen Nazis“ und der Kampagne „Soziale Netzwerke gegen Nazis“.

In der Broschüre werden die folgenden Themen behandelt:

| Grußwort von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Von|

Onlineberatung gegen Rechtsextremismus „Für Menschen, die in Bedrängnis geraten sind“

Rechtsextremismus ist ein politisches Problem. Für Familien oder Freunde von Neonazis ist es aber oft genauso ein psychosoziales. Diese Erfahrung machte im ersten Jahr ihres Bestehens die „Onlineberatung gegen Rechtsextremismus“, die per Email oder im Chat hilft. Oft fällt es Betroffenen ohne sichtbares Gegenüber sogar leichter, sich unangenehme Sorgen von der Seele zu schreiben.

Von|

Hassrede Was tun, wenn mir „Fake News“ oder Desinformationen begegnen?

Wir leben in einer eng vernetzten und digitalen Welt. Nachrichten werden in Echtzeit verbreitet und konsumiert, der Informationsaustausch wird immer unübersichtlicher und die Hierarchien der Verteilung flacher. Wie können Sie erkennen, welche Informationen verlässlich sind und welche nicht?

Von|
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