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Lexikon: Eurasismus

Eurasismus ist eine in den 1920er Jahren von russischen Emigranten formulierte geopolitische Ideologie: Zwischen Europa und Asien gäbe es den dritten Kontinent „Eurasien“ (der sich weitgehend mit dem ehemaligen Gebiet des Russischen Zarenreichs deckte).  „Eurasien“ stehe in unüberwindlichem kulturellen Gegensatz zur „romano-germanischen“ Zivilisation Westeuropas. Im Neo-Eurasismus, wie ihn Alexander Dugin vertritt, wird „Eurasien“ als Europa und Asien verstanden, das eurasisches Imperium soll von Dublin bis Wladiwostok unter der Führung Russlands gehen. Feind sind dann die „Seemächte“ unter der Führung Amerikas. Der „Neuen Rechten“ in Deutschland gefällt das.

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Alexander Dugin soll am 25. und 26. Januar in Wien auftreten. In seinen Büchern und Vorträgen vertritt er eine autoritäre und radikal antiliberale Ideologie. Westliche Medien bezeichneten den bärtigen Russen zeitweise als „Einflüsterer“ oder gar „Chefideologen“ Putins. Das mag übertrieben sein, doch Dugin gehört ohne Zweifel zu den Vordenkern der weltweiten Neuen Rechten.

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