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Lexikon: Widerstand Brandenburg

Widerstandsbewegung in Südbrandenburg, meist nur Widerstand Südbrandenburg genannt, war eine Neonazi-Organisation in Brandenburg. Sie wurde im Juni 2012 vom brandenburgischen Innenminister Dietmar Woidke unter anderem wegen „Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus“ und „aktiv-kämpferischen Vorgehens gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung“ verboten. Die Organisation hatte unter anderem sogenannte Nationale Kampfsportturniere veranstaltet. Unter dem Dach der Organisation agierte auch eine Gruppierung namens „Spreelichter“, die unter dem Namen „Die Unsterblichen“ flashmobartig kurze nächtliche Fackelmärsche mit weißen Masken und mit teilweise mehreren hundert Teilnehmern durchgeführt hatte. Der Gruppe wurde auch der Betrieb mehrerer Internetportale zugeordnet, auf denen unter anderem rechtsextreme rassentheoretische Texte („Volkstod“-Kampagne) und professionell produzierte Videos der Fackelmärsche unter dem Label „Die Unsterblichen“ veröffentlicht worden waren. Sie wird außerdem mit Anschlägen gegen ein Redaktionsgebäude der Lausitzer Rundschau in Spremberg in Verbindung gebracht.

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Spremberg Prozesse gegen „Widerstand Brandenburg“

Auch zwei Jahre nach dem Verbot der neonazistischen Gruppierung „Widerstand Südbrandenburg“, auch „Spreelichter“ genannt, kommt es in Spremberg regelmäßig zu Gewalttaten von Neonazis, vor allem gegen alternative Jugendliche. In ihrem Überlegenheitsgefühl wird die örtliche rechte Szene durch das Vorgehen von Staatsanwaltschaft und Gerichten bestärkt: Oft dauert es Jahre, bis es zu Gerichtsverhandlungen gegen neonazistische Intensivtäter kommt. Für die Betroffenen rechter Gewalt ein untragbarer Zustand.

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