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Presseschau … 15.04.2021

Hakenkreuze an Gedenktafeln: Antisemitischer Akt am Taro-Platz +++ Berlin: Radfahrerinnen homofeindlich beleidigt +++ Berliner Polizei sucht homofeindlichen Messerstecher +++ Nordrhein-Westfalen: Rechte Gewalt bleibt trotz Pandemie auf hohem Niveau +++ Rassismus in der Polizei: Das denken Polizeischüler +++ Terrorprozess gegen »Gruppe S.«: Wie sich Anwälte aus der rechten Szene in Stellung bringen +++ Wie Neonazis die Querdenken-Bewegung vereinnahmen +++ „Querdenken“ geht gegen Demo-Verbot vor +++ „Querdenken“-Demos: Gewalt gegen Journalist*innen +++ Berliner Verfassungsschutz stuft Teile der Querdenker als Verdachtsfall ein +++ Wiesbaden will Verstöße bei „Querdenken“-Demo früher ahnden +++ Interview mit Matthias Meisner über „Querdenken“: „Für mich ist das erbärmlicher Antisemitismus“ +++ Gegner der Corona-Maßnahmen: Ist das nicht … Pegida? +++ Historiker Longerich: »Der Antisemitismus ist weit in unsere Gesellschaft vorgedrungen« +++ Was macht eigentlich ein Antisemitismusbeauftragter? +++ 20 Jahre Anti-Rassismus-Projekte gewürdigt +++ Telegram-Experte mit Mission: Dieser Mann vernetzt alle Umsturzideen

Angriffe und Übergriffe

Hakenkreuze an Gedenktafeln: Antisemitischer Akt am Taro-Platz

Der Staatsschutz ermittelt wegen einer Hakenkreuz-Schmiererei, der Landesbeauftragte gegen Antisemitismus und die jüdische Gemeinde verurteilen die Tat am Gerda-Taro-Platz. Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle will mit einer Gedenkveranstaltung reagieren.

Berlin: Radfahrerinnen homofeindlich beleidigt

In Berlin-Kreuzberg wurden zwei Frauen, die gemeinsam mit dem Rad unterwegs waren, am Mittwochvormittag von einem Renault-Fahrer ohne ersichtlichen Grund beleidigt.

Berliner Polizei sucht homofeindlichen Messerstecher

Mit Fotos wird nach einem Gast der „Paolo Pinkel“-Bar gesucht, der im Oktober einen 28-Jährigen mit einem Messer angriff und einer anderen Person aus Queerfeindlichkeit ins Gesicht spuckte.

Nordrhein-Westfalen: Rechte Gewalt bleibt trotz Pandemie auf hohem Niveau

Knapp 200 rechte Gewalttaten haben Opferberatungsstellen in NRW im vergangenen Jahr gezählt. Trotz Pandemie bewegt sich die Gefahr von rechts damit fast auf Vorjahresniveau. Experten warnen: Rassistische Gewalt bleibt ein schwerwiegendes Problem.

Behörden

Rassismus in der Polizei: Das denken Polizeischüler

Es gibt sie immer wieder: Fälle von Rassismus innerhalb der Polizei. Das BR-Politikmagazin Kontrovers begleitet seit zweieinhalb Jahren eine bayerische Polizeiklasse. Was wird gegen Rassismus getan in der Polizeiausbildung?

Prozesse

Terrorprozess gegen »Gruppe S.«: Wie sich Anwälte aus der rechten Szene in Stellung bringen

Wegen Terrorverdachts stehen zwölf mutmaßliche Rechtsextremisten in Stammheim vor Gericht. Sie werden zum Teil von Anwälten verteidigt, die für die Gesinnung ihrer Mandanten offenbar Verständnis haben.

„Querdenken“

Wie Neonazis die Querdenken-Bewegung vereinnahmen

Die Demonstrationen der Initiative Querdenken begannen als Protest gegen die Corona-Maßnahmen. Mittlerweile mischen sich aber immer mehr Neonazis unter die Demonstrationen.

„Querdenken“ geht gegen Demo-Verbot vor

Dresden hat wegen eskalierten Demos in Stuttgart und Kassel „Querdenken“ für Samstag verboten. Dagegen wehrt sich der Anmelder nun.

„Querdenken“-Demos: Gewalt gegen Journalist*innen

Seit einem Jahr gibt es die „Querdenken“-Bewegung gegen Corona-Maßnahmen. Auf den Demonstrationen herrscht eine zunehmend aggressive Stimmung gegen Medienschaffende: Immer wieder werden Journalist*innen angegriffen. Anfang April mussten der ARD-Reporter Thomas Denzel und sein Team ihre Live-Schalte auf einer „Querdenken“-Demo in Stuttgart abbrechen, nachdem sie mit einem Gegenstand beworfen wurden. Der Sozialwissenschaftler Sebastian Koos hat Demonstrierende für eine Studie befragt und stellt eine Radikalisierung fest: Auch eher bürgerliche Teilnehmende sehen in Journalist*innen zunehmend ein Feindbild.

Berliner Verfassungsschutz stuft Teile der Querdenker als Verdachtsfall ein

Innensenator Andreas Geisel hatte es schon angedeutet, nun ist es klar: Der Verfassungsschutz sieht bei den Corona-Protesten extremistische Tendenzen.

Wiesbaden will Verstöße bei „Querdenken“-Demo früher ahnden

Für kommenden Samstag wird bundesweit zu Demonstrationen aufgerufen. In der Landeshauptstadt ist ein Zug zum Landtag untersagt worden. Initiativen organisieren Gegenprotest.

Interview mit Matthias Meisner über „Querdenken“: „Für mich ist das erbärmlicher Antisemitismus“

Matthias Meisner spricht über die Gefährdung der Demokratie durch Coronaleugner und »Querdenker«

Gegner der Corona-Maßnahmen: Ist das nicht … Pegida?

Einige, die heute gegen die Corona-Maßnahmen mobilmachen, hat man schon mal gesehen: Wie aus den Anti-Islam-Protesten von einst eine Keimzelle der Pandemie-Leugnung wurde

Antisemitismus und Rassismus

Historiker Longerich: »Der Antisemitismus ist weit in unsere Gesellschaft vorgedrungen«

Woher kommt die Judenfeindlichkeit in Deutschland? Und warum tun wir so wenig dagegen? Der Historiker Peter Longerich sieht eine klare Linie.

Was macht eigentlich ein Antisemitismusbeauftragter?

Judenhass gehört zum deutschen Alltag. Ein paar Staatsdiener sollen daran etwas ändern. Dmitrij Kapitelman über den verstörendsten Job im ganzen Land

20 Jahre Anti-Rassismus-Projekte gewürdigt

ReachOut, MBR und MBT bieten Prävention gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus

Social Media

Telegram-Experte mit Mission: Dieser Mann vernetzt alle Umsturzideen

Auf Telegram gärt der Protest gegen Corona-Maßnahmen und „das System“. t-online und das ARD-Magazin „Kontraste“ haben eine Schlüsselfigur gefunden: den Mann, der hinter Tausenden Kanälen und Gruppen steckt.

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Anetta Kahane: Die Kolumne

Interview Ist die Erinnerungskultur gescheitert?

Anetta Kahane über das Ritual Erinnerung, Gefahren der Universalisierung und die Verleugnung von Antisemitismus.

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Die AfD und der Antisemitismus – Teil 2

Teile der AfD, wie auch Teile anderer europäischer Rechtspopulist_innen, vertreten einen proisraelischen Kurs, der eindeutig taktisch bedingt ist: Israel wird als Bollwerk gegen „den Islam“ angesehen und formulierte Israel-Solidarität soll Ausdruck sein, dass man nicht antisemitisch ist und es somit verunmöglichen als rechtsextrem tituliert zu werden.

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