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Lexikon: Deutschenfeindlichkeit

auch „Rassismus gegen Weiße“, ist ein Lieblingsthema von Rechtspopulist*innen und Rechtsextremen, wenn sie einen Menschen mit Migrationshintergrund getroffen haben, der nicht nett zu ihnen war. Rassismus ist allerdings etwas Strukturelleres als ein unfreudliches Erlebnis, und hat mit Macht zu tun: Ich kann nur diskrimineren und unterdrücken, wenn ich die Mittel dazu habe, weil ich in der gesellschaftlichen Mehrheit bin. Wenn Migrant*innen pauschal abwertend gegen vermeintlich „Deutsche“ sprechen und handeln, ist das auch nicht differenzierend und hilfreich, verbleibt aber im Bereich der polemischen Kritik. Wobei der hier verwendete Begriff des „Deutschen“, der die Existenz von nicht-weißen Deutsche offenbar ausschließt, bereits eine falsche Zuschreibung ist.

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Rechtsextreme und Rechtspopulisten redeten jetzt so lange von „Deutschenfeindlichkeit“, dass der Begriff es sogar bis in seriöse Medienberichte geschafft hat. Doch welches Phänomen soll damit eigentlich beschrieben werden?

Von Lorenz Korgel

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