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Lexikon: Fahrenheit 451

Fahrenheit 451 ist ein dystopischer Roman von Ray Bradbury aus dem Jahr 1953. Der Titel des Romans bezieht sich auf die Selbstentzündungstemperatur von Papier bei 451 °F, welche 233 °C entspricht.  Fahrenheit 451 spielt in einem Staat, in dem es als schweres Verbrechen gilt, Bücher zu besitzen oder zu lesen, weil sie zu selbständigem Denken führen, dass dem politischen System widerspricht, welches die Gesellschaft  abhängig, anonym und unmündig halten will. Ein junger Feuerwehrmann, der Bücher verbrennen soll, wehrt sich schließlich dagegen. Mit diesem identifzieren sich junge Rechtsextreme aus dem IB-Umfeld, die sich in Deutschland in einem ähnlichen System wähnen und „Fahrenheit 451“ als Chiffre verwenden.

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Das traditionelle Bild des Rechtsextremismus hat sich gründlich gewandelt. Vor allem im Internet findet braunes Gedankengut einen neuen und popmodernen Deckmantel. Autonome Nationalisten, Identitäre Bewegung, Reconquista, Fahrenheit 451, German Defense League und andere Gruppen arbeiten hier mit jugendlicher Bildersprache an top aktuellen Themen. Die rechten Inhalte sind dadurch oft erst auf den zweiten Blick erkennbar. Ein Problem, da vor allem junge Menschen erreicht werden sollen.

Von Pauline Schmidt

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