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Lexikon: Vorurteile

Alle Menschen nutzen Stereotype und Vorurteile, um die Welt um sie herum zu vereinfachen und die unzähligen Informationen, die sie wahrnehmen, zu filtern. Also stereotypisieren Menschen andere und ordnen sie in Schubladen oder Kategorien, denen sie Merkmale zuschreiben. Wenn die Zuschreibung, die Menschen mit einer Gruppe verbinden, negativ ist, generalisierend und abwertend ist, ist sie für den sozialen Frieden einer Gesellschaft problematisch – besonders, wenn die Vorurteile verhaltensrelevant werden, also zu Taten führen, etwa zu Diskriminierung.

Artikel zum Thema

Jeder Mensch hat Vorurteile – ist das problematisch?

Alle Menschen ordnen andere Menschen in Gruppen ein, um sich die Welt zu organisieren. Aber wann werden Vorurteile gefährlich? Und kann man die wirkungsvoll bearbeiten? Vorurteilsforscher Andreas Zick beantwortet die wichtigsten Fragen.

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Deutsche Zustände 2009 Mehr Demokratiemüdigkeit und Vorurteile durch die Krise

Seit 2002 erforscht ein Team um Professor Wilhelm Heitmeyer von der Universität Bielefeld die Entwicklungen von menschenfeindlichen Vorurteilen in Deutschland, die „Deutschen Zustände“. 2009 lag ein Hauptaugenmerk auf der aktuellen Finanzkrise und ihren Folgen für die Vorurteile gegenüber schwachen Gruppen.

Von Simone Rafael

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Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Europa „Europäische Mentalität: Wir machen die Schotten dicht“

Internationale Professoren erforschten unter Projektleitung von Andreas Zick und Beate Küpper von der Universität Bielefeld die Verbreitung von Vorurteilen und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in acht europäischen Ländern. Gerade Islamfeindlichkeit traf auf hohe Zustimmung. Aber was heißt das für unser Leben? Andreas Zick kommentiert die Ergebnisse im Interview.

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Gegen Homophobie im Fußball – DFB engagiert sich

Seit Theo Zwanziger Präsident ist, tut sich im Deutschen Fußballbund viel, was die Arbeit gegen Diskriminierung angeht. In Hamburg verabschiedeten jetzt DFB- und Fanclub-Vertreter eine Erklärung “Gegen Diskriminierung im Fußball” und diskutierten zum Thema Homophobie – auch mit betroffenen Spielerinnen und Spielern.

Von Jörn Menge, lautgegennazis.de

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Erst diskriminiert, dann kriminalisiert – doch jetzt muss das „AGG-Archiv“ schließen

Perfider geht es kaum: Die Anwaltskanzlei Gleiss Lutz stellt seit 2006 die Daten von Menschen ins Internet, die das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Anspruch nahmen, um gegen Diskriminierung vorzugehen – um ihnen kriminelle Absichten zu unterstellen. Jetzt wird die Internetpräsenz wegen Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz geschlossen.

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Be Berlin, don’t be Rom Neunzig Roma „überfordern Berlin“

Die Odyssee der rumänischen Roma-Familien in Berlin hat ein Ende – wochenlang wurden sie von einem Ort zum nächsten getrieben, die Behörden verweigerten humanitäre Unterstützung, die Berichterstattung in den Medien nahm Ausmaße einer rassistischen Hetzkampagne an. Schließlich wurde ihnen für 250 Euro ihr Aufenthaltsrecht in Deutschland abgekauft.

Von Regina Rahe

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