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Lexikon: Weil, Ekkehard

Der 21-jährige Hilfskrankenpfleger Ekkehard Weil greift am 7. November 1970 das Ehrenmal der sowjetischen Armee an der Straße des 17. Juni in West-Berlin an. Um ein Uhr nachts schießt er den Wachsoldaten Iwan Schtscherbak nieder, zuvor hatte er im Tiergarten Handzettel mit der Unterschrift „Europäische Befreiungsfront“ deponiert. Nach eigenen Angaben wollte er „einen in naher Zukunft zu ratifizierenden Vertrag zwischen der Bundesrepublik und der Sowjet-Union verhindern“. Ein britisches Militärgericht verurteilt Weil zu sechs Jahren Haft, nach vier Jahren aber wird er begnadigt. In den frühen achtziger Jahren verübt Weil in Österreich Anschläge auf jüdische Häuser, unter anderem auf die Wohnung von Simon Wiesenthal.

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