+++ So wehrt sich Thüringen gegen Neonazis +++ Brandanschlag von einem AfD-Mitarbeiter beauftragt? +++ Verfassungsschützer nutzten für AfD-Gutachten auch Antifa-Recherchen +++ Fußball, Flüchtlinge, Feminismus: Diese Themen schüren Hass im Netz +++ „Es ist nicht die Aufgabe von diskriminierten Menschen, Rassisten aufzuklären“ +++
Minden: Hauswand an der Stiftstraße mit Hakenkreuzen beschmiert
In der Stiftstraße wurde eine Hauswand mit zwei Hakenkreuzen beschmiert. Dies bestätigte die Polizei Minden auf MT-Nachfrage. Nähere Informationen wurden nicht bekanntgegeben. Wie die Pressestelle der Polizei Bielefeld bestätigt, ist eine Anzeige deswegen aufgegeben worden. Zudem verwies die Pressestelle darauf, dass solche Vorfälle in der Regel vom Staatsschutz bearbeitet werden. Die Anzeige sei auf dem Weg dorthin. Bei den Hakenkreuzen handelt es sich um verkehrt herum aufgesprühte Symbole.
So wehrt sich Thüringen gegen Neonazis
Thüringen hat Rechtsextremen den Kampf erklärt. Mit Auflagen und juristischen Kniffen versucht der Freistaat, Großveranstaltungen zu verhindern. Die Politik der Nadelstiche wirkt – hat aber Schwächen.
Geleakte Daten von Politikern und ProminentenSpuren führen in die rechte Internetszene
Johannes S. soll etwa tausend Politiker und Prominente im Netz bloßgestellt haben. Der Schüler sagt, er habe aus Ärger über die Betreffenden gehandelt. Doch SPIEGEL-Recherchen zeigen, dass hinter dem Daten-Leak mehr stecken könnte.
Leipzig: Bewährungsstrafe für Angeklagte im Connewitz-Prozess
Am 11. Januar 2016 zogen rund 250 Hooligans und Neonazis durch das Leipziger Stadtviertel Connewitz und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Seit 2018 wird 100 von ihnen der Prozess gemacht. Am Dienstag gab es nun ein weiteres Urteil vor dem Leipziger Amtsgericht.
Bündnis wehrt sich gegen Pro-Chemnitz-Bürgerbüro
Die rechte Bewegung Pro-Chemnitz will ein Bürgerzentrum in der Innenstadt eröffnen. Das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ hat dagegen Widerstand angekündigt und will darüber diskutieren – aber nicht mit jedem.
Brandanschlag von einem AfD-Mitarbeiter beauftragt?
Im Februar vergangenen Jahres wurde das Gebäude der Ungarischen Kulturvereinigung in Transkarpatien (KMKSZ) in Uschhorod, der Hauptstadt der ukrainischen Oblast Transkarpatien, in Brand gesetzt. Verdächtigt wurden drei rechtsradikale Polen. Sie stehen aktuell im polnischen Krakau vor Gericht. Der Hauptangeklagte Michal Prokopowicz soll Mitglied der polnischen Faschisten-Gruppierung „Falanga“ sein, die pro-russische Rebellen in der Ostukraine unterstützt. Vor Gericht sagte er am Montag vergangener Woche aus, dass Manuel Ochsenreiter den Anschlag in Auftrag gegeben habe, dies berichteten „t-online.de“ und das ARD-Magazin „Kontraste“, die mit eigenen Reportern im Gerichtssaal waren. Pikant: Manuel Ochsenreiter war seit September vergangenen Jahres Fachreferent für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier.
„Der Verfassungsschutz ist viel zu spät dran “
Der Extremismusforscher Steffen Kailitz hält die AfD-Entscheidung des Verfassungsschutzes für längst überfällig – und für nicht ausreichend.
Neubrandenburg: AfD-Kreissprecher tritt aus – „Partei ist mir zu weit rechts“
Mit der Entwicklung der „Alternative für Deutschland“ war Sven Günther immer weniger einverstanden. Jetzt hat er die Konsequenz gezogen.
Verfassungsschützer nutzten für AfD-Gutachten auch Antifa-Recherchen
In ihrem Gutachten zur AfD enthüllen die Spezialisten des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) keine neuen Fakten. Das war auch nicht zu erwarten. Die Beamten haben nur „offene“ Quellen über die AfD auswerten dürfen, etwa Internetseiten, Facebook-Auftritte, Presseartikel. Interessant ist aber, welche Quellen sie für wie verlässlich halten.
Streit um Seniorprofessur: Wie sich Patzelt als Opfer inszeniert
Der Dresdner Politikprofessor Werner Patzelt tat so, als sei nun er das Opfer. Die Technische Universität Dresden hat sich gegen eine Seniorprofessur für den 65 Jahre alten Wissenschaftler entschieden, der im März planmäßig in den Ruhestand geht. Der erzählte das am Wochenende, kaum hatte er in der Nacht zum Samstag die Absage des Prodekans der Philosophischen Fakultät, Lutz Hagen, bekommen, brühwarm der Presse. Hatte die Entscheidung der Hochschule etwas damit zu tun, dass Patzelt seit 2015 mehrfach als Berater der AfD aufgetreten war? Oder dass ihn Sachsens Ministerpräsident und CDU-Landeschef Michael Kretschmer Anfang Januar zum Ko-Autor des Programms für die Landtagswahl am 1. September berufen hatte?
Die Reaktionen auf den Gillette-Spot zeigen, dass die Debatte nötig ist
Es gibt lustige Werbeslogans, ärgerliche, kreative. Und dann gab es den Spruch von Gillette: „Für das Beste im Mann“. Der provozierte die nie beantwortete Frage: Was bitte ist das Beste im Mann? Seine Bartstoppeln? Nun hat die Firma einen Spot produzieren lassen, der anders ist, auch anders als frühere Gillette-Klischees: Der US-Konzern wendet sich darin gegen Grabscher, säftelnde Witzereißer, Schläger und liefert als Gegenentwurf den fairen Helfer mit klarer Haltung (das Video auf Youtube). Viele Männer fühlen sich davon angegriffen. Das zeigt: Es braucht genau diese Provokationen.
„Es ist nicht die Aufgabe von diskriminierten Menschen, Rassisten aufzuklären“
Alltagsrassismus ist ein viel größeres Problem, als wir uns gerne eingestehen möchten. Das erfährt auch Anna aus Berlin immer wieder. Als sie eine solche Situation auf Twitter teilt, entbrennt eine hitzige Diskussion. Mit NEON spricht sie über Ignoranz und Lösungsansätze.
Wegen Rassenhass: Alain Soral wird weggesperrt
Der schweizerisch-französische rechtsextreme Essayist Alain Soral ist in Frankreich zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.
Rechtsaußen-Rapper plant Konzert in Linzer Villa
Aufregung um ein Konzert in Linz. Der deutscher Rapper „Komplott“ tritt Anfang Februar auf. Er gehört zur rechten Szene, Kritiker schlagen Alarm.
Fußball, Flüchtlinge, Feminismus: Diese Themen schüren Hass im Netz
Hassrede beschränkt sich im Netz keinesfalls auf politische Themen, den Islam oder Migration. Auch Menschen, die sich feministisch äußern oder sich für ihren Fußballverein einsetzen, sehen sich dem Hass anderer Nutzer gegenüber. Das Forschungsprojekt ‚NOHATE‘ will sich dem entgegenstellen und entwickelt eine Software, die Moderatoren den Umgang mit den Störenfrieden erleichtern soll.
Autor Schulze-Marmeling: Fußball ist heute hochpolitisch
Osnabrück. Der nächste Spieltag der ersten drei Fußball-Profiligen steht im Zeichen des Gedenkens an die Opfer der Nationalsozialisten. Autor Dietrich Schulze-Marmeling spricht über die Erinnerungskultur im deutschen Fußball – und die Schwierigkeiten, eine solche zu etablieren.
Whatsapp reagiert auf Fakenews
Im Vorgehen gegen die Verbreitung von Falschnachrichten schränkt der Messengerdienst Whatsapp das Weiterleiten von Botschaften ein. Mit den neuesten Whatsapp-Versionen könne eine Nachricht fortan nur noch an fünf Empfänger weitergeleitet werden, teilte die Facebook-Tochter am Montag mit. Damit konzentriere sich Whatsapp auf den privaten Austausch von Botschaften mit «engen Kontakten». Bislang konnte eine Nachricht bis zu 20 Mal weitergeleitet werden.


