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07.07.2010 … Nach den Rechten sehen

Polizeipräsident versetzt rechten Kollegen +++ Rechte Regionalzeitungen immer verbreiteter +++ Mannheim erolgreiches Antifa-Bündnis aktiv +++ NPD-Organisator zu 1200 Euro verurteilt

 

Die tägliche Presseschau von netz-gegen-nazis.de

Aachen: Polizeipräsident versetzt rechten Beamten in einen Behördenbereich mit „weniger Publikumskontakt“, da dieser dem Kreisverband der rechten „Bürgerbewegung Pro NRW“ vorsteht (Aachener Nachrichten online, AZ-web, Der Westen).

Rechte Regionalzeitungen: Vor allem im Osten gehen immer mehr Rechtsextreme unter die Zeitungsverleger (taz).

In Mannheim ist seit Jahren ein breites Antifa-Bündnis mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Zivilgesellschaft aktiv und betreibt eine erfolgreiche Anti-Nazi-Politik (Mut gegen rechte Gewalt).

Bürgermeisterwahl in Ludwigslust wird geprüft. Insgesamt 42 Einsprüche wurden gegen die Gültigkeit der Wahl erhoben. Alle richten sich gegen die Nichtzulassung des NPD-Kandidaten Torgai Klingebiel. (Endstation Rechts).

Das Landgericht Offenburg verurteilte den Organisator einer NPD-Veranstaltung am Panzergraben-Ehrenmal in Rheinau-Memprechtshofen wegen Anstiftung zur Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von 1200 Euro (Badische Zeitung).

Wie bereits am Montag in Oranienburg, wurde eine „Mahnwache“ in Hennigsdorf abgesagt. Dafür kamen rund 100 Gegendemonstranten. Der Hennigsdorfer Bürgermeister wertet dies als Sieg (Märkische Allgemeine).

In Braunschweig haben zwei Neonazis versucht in das Jugendzentrum der Sozialistischen Jugend ? Die Falken einzudringen. Die Polizei stellte die Täter wenig später (taz, indymedia, newsclick).

Festival „Kyrburg rockt gegen Rechts“ ist für den 28. August 2010 in Kirn geplant. Auftreten sollen fünf Metal-, Punk- und Hardrockbands (Allgemeine Zeitung).

NPD will in der Hansestadt Stralsund in den kommenden Tagen ein neues Bürgerbüro errichten. Es handelt sich dabei um das Büro des NPD-Landtagsabgeordneten Raimund Borrmann (Endstation Rechts).

Nachdem Christopher R. im Juni 2009 den 29jährigen Claudiu C. brutal zusammengeschlagen hat, wurde der mutmaßliche Neonazi nun zu 32 Monaten verurteilt (NDR, Hamburger Abendblatt, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Welt online, Endstation Rechts).

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