Weiter zum Inhalt

09. Juni 2009 … Nach den Rechten sehen

Spekulationen über rechtsextreme Fraktion im Europaparlament. Wer lang genug rechnet, findet sogar am Wahlausgang in M-V Positives. Derweil hetzen rechtsextreme „Zilletaler“ wieder musikalisch gegen Andersdenkende.

 

Die tägliche Presseschau von netz-gegen-nazis.de

Innenminister Wolfgang Schäuble fordert eine „nationale Strategie gegen Gewalt“ und will Rechtsextremen nicht die „emotionale Komponente“ überlassen (Bild.de)

Europawahl

Gute Spezialteile zur Europawahl mit Einzel-Analysen zu den Ergebnissen in den europäischen Ländern bieten die Süddeutsche und Die Presse.

Bilden die Rechtsextremen im EU-Parlament eine Fraktion? Einschätzung aus der taz: Teilweise, etwa FPÖ und Lega Nord. Hollands PVV war gegen den EU-Beitritt von Rumänien und Bulgarien.

Parteienforscher Oskar Niemeyer wiederum findet alles relativ: Die Rechtsextremen seien so unterschiedlich und von europäischen Trends (etwa zum Konservativen) mag er auch nicht sprechen (Süddeutsche).

Kommunalwahl

Hohe Zustimmung in Mecklenburg-Vorpommern: NPD hat solides Stammwählerpotenzial (Greenpeace Magazin).

Da freut man sich doch über eine gute Nachricht aus Mecklenburg-Vorpommern, auch wenn es Zahlenspiel ist: Wie der Landeswahlleiter mitteilt, wählten 2006 bei der Kommunalwahl 48.000 Wähler die NPD, diesmal „nur“ 20.000 (Ostsee-Zeitung).

Und in Wirklichkeit hat dort auch wie immer niemand NPD gewählt, wie eine schöne Reportage aus Wilhelmsburg (NPD 20,8 Prozent) zeigt (Schweriner Volkszeitung).

NPD erhält einen Sitz im Stadtrat von Trier (SWR).

NPD zieht, im Land verankert, nun in die Städte ein – Analyse zu den Kommunalwahlen(Spiegel online).

Was sagen Rechtextremismus-Experten aus Sachsen-Anhalt und Thüringen zu den Wahlergebnissen? (mut-gegen-rechte-gewalt.de)

Rechtsextreme Musik: Sie heißen jetzt „Die lustigen Zillertaler“ und nicht mehr „Zillertaler Türkenjäger“, dichten aber immer noch Songs von u.a. den Prinzen, den Ärzten oder Herbert Grönemeyer rechtsextrem um (taz).

In Zossen liegen „Stolpersteine“ vor einem Nazi-Café. Das gibt Ärger (taz).

Belltower.News macht gemeinnützigen Journalismus, denn wir klären auf und machen das Wissen von Expert*innen zu Antisemitismus, Rassismus und
Rechtsextremismus und allen anderen Themen der Amadeu Antonio Stiftung für alle zugänglich.
Unsere Reportagen, Recherchen und Hintergründe sind immer frei verfügbar und verschwinden nie hinter einer Paywall. Dafür brauchen wir aber auch deine Hilfe.
Bitte unterstütze unseren Journalismus, du hilfst damit der digitalen Zivilgesellschaft!

Weiterlesen

chris-slupski-LeHpD4Jq_cU-unsplash

Kommentar Kampf gegen Rechts heißt Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus

Die Demos gegen Rechts machen Mut, aber oft bleibt es zu ruhig in Deutschland. Ein Kommentar. 

Von
jetzt_erst_recht_600x350

Wehrhafte Demokratie MUT macht Mut 2015

Die gemeinsame Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle der Amadeu Antonio Stiftung und PRO ASYL dokumentierte im Jahr 2015 557 Angriffe auf Unterkünfte…

Von
Mauerpark in Berlin, 2022

Dr. Patrice Poutrus „Schwarze Geschichte ist kein exotisches Randthema“

Für Dr. Patrice Poutrus war der Black History Month in den 1990er Jahren ein „Erholungsraum“ – ein Safe Space inmitten eines oft feindlichen Alltags. Zum 100-jährigen Bestehen sprechen wir über die Anfänge in Deutschland, prägende Momente mit Spike Lee und Audre Lorde und darüber, warum Erinnerung allein nicht reicht.

Von

Schlagen Sie Wissenswertes in unserem Lexikon nach.