Weiter zum Inhalt

23.04.2010 … Nach den Rechten sehen

Körting bestätigt rechte Demo in Pankow, Rechtsradikale wollen beim Elbe Day marschieren, NPD und DVU laufen die Mitglieder davon, Neonazi-Propaganda in ostwestfälischen Fußballstadien

 

Die tägliche Presseschau von netz-gegen-nazis.de

Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat bestätigt, dass eine rechte Demonstration am 1. Mai um elf Uhr im Bezirk Pankow organisiert wird. Eine genauere Route wollte er am Donnerstag im Abgeordnetenhaus nicht nennen. Er schloss nicht aus, dass die Polizei vor Ort die Route ändert, um Gewalt zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten zu verhindern.(Welt Online)

NPD und DVU haben im Jahr 2009 weiter Mitglieder verloren. Wie aus Verfassungsschutzberichten der Länder hervorgeht, schrumpfte die Mitgliederkartei der NPD auf 6800 Personen – 2008 waren es noch rund 7000, davor etwa 7200. Damit verlor die NPD innerhalb von zwei Jahren etwa 400 Mitglieder. Bei der DVU sieht die Lage noch weit düsterer aus.(tagesschau.de)

Das Verwaltungsgericht Leipzig entscheidet am Freitag über einen Antrag der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN), die beim Elbe Day in Torgau aufmarschieren wollen. Für die Veranstaltung hatte die vom Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Vereinigung einen Aufzug mit 200 Teilnehmern angepeilt. Der Aufmarsch wurde vom Landratsamt jedoch verboten. Die JN haben ihren Sitz in Bernburg (Sachsen-Anhalt) und bekennen sich zur rechtsextremen Ideologie.(LVZ)

Die Generalsuperintendentin der Evangelischen Kirche, Heilgard Asmus, ist erneut zur Vorsitzenden des Aktionsbündnisses gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit gewählt worden.(Welt Online)

Die Neonazi-Propaganda beim letzten Arminia-Heimspiel und auch beim letzten Heimspielen des SC Paderborn sorgten für großes Aufsehen. Nach Erkenntnissen der Polizei handelt es sich um Mitglieder der sogenannten „Freien Kameradschaften“. Der Staatsschutz sieht dennoch keinen Anlass zur Besorgnis. Nach seinen Erkenntnissen haben die Rechten keinen Fuß in der Tür zur Fan-Szene und ihren Strukturen, hieß es am Mittwoch auf Anfrage.(nw-news)

Rostock: „1. Mai nazifrei – Vielfalt statt NPD“ fordern die beteiligten Organisationen und laden zum politischen 1.Mai-Fest ins Fischerdorf, an der Schnittstelle zwischen Evershagen und Lütten Klein, ein. Zwischen 10 und 17 Uhr sind alle Rostocker dazu eingeladen, Stellung gegen rechtes Gedankengut zu beziehen, sich auf die eigentliche Bedeutung des „Tages der Arbeit“ zu besinnen und mit Vertretern aus der Politik ins Gespräch zu kommen.(NNN)

Belltower.News macht gemeinnützigen Journalismus, denn wir klären auf und machen das Wissen von Expert*innen zu Antisemitismus, Rassismus und
Rechtsextremismus und allen anderen Themen der Amadeu Antonio Stiftung für alle zugänglich.
Unsere Reportagen, Recherchen und Hintergründe sind immer frei verfügbar und verschwinden nie hinter einer Paywall. Dafür brauchen wir aber auch deine Hilfe.
Bitte unterstütze unseren Journalismus, du hilfst damit der digitalen Zivilgesellschaft!

Weiterlesen

_DSC5266

Sächsischer Förderpreis Roter Baum Zwickau: „if the kids are united against racism“

Der Jugendverein Roter Baum Zwickau setzt sich seit langer Zeit für die Aufarbeitung der Verbrechen des NSU-Komplexes ein und arbeitet…

Von
20121113_fes_a

Nach dem Schreck Was folgt aus der FES-Studie zum Anstieg des Rechtsextremismus?

Rechtsextreme Ansichten bekommen immer mehr Zustimmung, jeder Sechste Ostdeutsche hat ein rechtsextremes Weltbild, jeder Zehnte Deutsche vertritt antisemitische Positionen. Es…

Von
2014-01-27-mehmet-daimaguel

NSU-Prozess aus Sicht der Nebenklage „So viel Wahrheit wie möglich“

Seit Mai 2013 sitzt Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler als Vertreter der Nebenklage für zwei Opfer-Familien im Prozess am Oberlandesgericht München gegen die Mitglieder und Unterstützer der rechtsterroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Simone Rafael bat ihn um eine Einschätzung des bisherigen Prozess-Verlaufs.

Von

Schlagen Sie Wissenswertes in unserem Lexikon nach.