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29.05.2009 … Nach den Rechten sehen

„Mecklenburgische Aktionsfront“ verboten, aber mehr Neonazis und Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern. NPD und DSU in Sachsen wegen polenfeindlicher Plakate angezeigt.

 

Die tägliche Presseschau von netz-gegen-nazis.de

Die Kameradschaft „Mecklenburgische Aktionsfront“ (M.A.F.) (Raum Neustrelitz/Neubrandenburg) ist vom Mecklenburger Innenminister verboten worden (netzeitung, bnr, Ostsee-Zeitung).

Verfassungsschutzbericht Mecklenburg-Vorpommern 2008: Rechtsextreme haben weiter Zulauf (1.400 statt 1.300 in 2007), mehr Gewalttaten gab es auch (Ostsee-Zeitung, Endstation rechts).

NPD Sachsen und DSU wegen polenfeindlichen Plakaten angezeigt (Bild.de, ZEIT Online). Aussicht auf Erfolg hat die Anzeige aber wohl nicht (Ad hoc News).

NPD Thüringen gibt sich siegessicher, bleibt aber so zerstritten, dass Nazis gegeneinander hetzten (Endstation rechts).

Die rechtsextreme Szene in Ungarn tritt immer aggressiver ns-verherrlichend und antisemitisch auf. Verboten ist das nicht (tachles.ch).

Kiel: Neonazis bedrohen mehrfach alternatives Wohnprojekt (shz.de, taz).

Sauber: Neonazi Jürgen Rieger verprügelt eine alkoholkranke Prostituierte und wird freigesprochen, weil die sich an den Abend nicht erinnern kann (Hamburger Morgenpost).

Brandenburg: Auch in zweiter Instanz wurde ein Afrodeutscher freigesprochen, den zwei Neonazis als Gewalttäter angezeigt hatten. Die Nazis hatten den Überfall erfunden (Short News).

Gegenstrategien

Aufkleberaktion in Weimarer Bussen: „Rassismus – Bei Gefahr wenden Sie sich an das Fahrpersonal“. Busfahrer werden auch geschult (tlz.de).

Im Brandenburger Landtag ist ab sofort Kleidung verboten, die ein Bekenntnis zum Rechtsextremismus abgibt. Für das Verbot gibt es Bedarf (Märkische Allgemeine).

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2014-12-08-Rückblick_Brandenburg

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Auch 2014 standen Flüchtlinge im Focus der Mobilisierung von Neonazis und rechtsaußen Aktiven. Das Thema Asyl wurde auf zahlreichen Kundgebungen und in Facebook-Initiativen verknüpft mit einem Kriminalitätsängste mobilisierenden Sicherheitsdiskurs. Auch die Alternative für Deutschland (AfD), die bei den Brandenburger Landtagswahlen ihr bisher höchstes Ergebnis von 12,2 Prozent erzielte, agierte in diesem Feld. Die Zahl der Protestaktionen gegen Flüchtlingsunterkünfte sowie Angriffe auf diese und auf Flüchtlinge nahm zu. Es wuchs aber auch die Unterstützungsbereitschaft und die Zahl der Willkommensinitiativen. Nach wie vor stehen auch politische Gegner im Fokus rechter Gewalt.

Von: Opferperspektive e.V. Brandenburg

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Hungerstreik Hoyerswerda „Ich bin nicht hergekommen, um herumzusitzen.“

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Spendenaufruf Spendenaufruf für die Hinterbliebenen und Überlebenden des rassistischen Attentats am 19. Februar in Hanau

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