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Lexikon: Jahresrückblick 2014

Jedes Jahr im Dezember ziehen wir mit Expert*innen Bilanz: Was passierte im Bereich Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in allen Bundesländern? Hier unsere Übersicht zum Jahreswechsel für 2014.

Artikel zum Thema

Hessen 2014 Mögliche rechtsextreme Morde im Wohnungslosenmilieu und durch Burschenschaftler

Hessen wurde im vergangenen Jahr gleichermaßen geprägt von zahlreichen neonazistischen Aktivitäten innerhalb des Parteienlagers, wie auch von rechtsextremen Gruppierungen aus der freien Kameradschaftsszene. Die Anzahl von Übergriffen und Schmierereien, versuchter Agitation gegen Flüchtlingsunterkünfte und rassistischen Flyeraktionen ist augenfällig. Der Höhepunkt rassistischer Gewalt war der Mord an einem ruandischen Wohnungslosen in Limburg Ende Oktober diesen Jahres. In einem weiteren Fall in Marburg, bei dem ein 20-jähriger Studienanfänger von einem Burschenschaftler erstochen wurde, ist ein rechter Tathintergrund ebenfalls möglich.

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Bayern 2014 Rassismus der Mitte

Rassistische, antisemitische und chauvinistische Einstellungen sind in Bayern regelmäßig in einem höheren Ausmaß verbreitet als im sonstigen Bundesgebiet. Die NPD,…

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Der Jahresrückblick 2014 aus Schleswig-Holstein Flüchtlingsthematik, Montagsdemos und Rockergangs als neue Organisationsform der Rechtsextremen

Schleswig-Holsteins Rechte hetzten dieses Jahr verstärkt gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte. Es kam nicht nur zu Aktionen wie Flyerverteilen, sondern auch zu mehreren, gewalttätigen Angriffen auf Geflüchtete und Flüchtlingsunterkünfte. Außerdem werden die Montagsmahnwachen für den Frieden, bei denen sich Antisemit_innen, Reichsbürger_innen, Rechtsoffene sind nun auch im nördlichsten Bundesland praktiziert. Antisemitismus zeigte sich in israelbezogener Form aber vorallem auch auf Demonstrationen anlässlich des Gaza-Israel-Konflikts. Neonazis versuchen sich zudem in Rocker-ähnlichen Vereinigungen zu organisieren und veranstalten Exkursionen, um die erlebnisorientierten Kameradschaften zu stärken.

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Rocker, Hools und Neonazis In Bremen verschwimmen 2014 die Grenzen

Bremens Rechte fokussieren sich 2014 wie überall in Deutschland auf die Flüchtlingsthematik, um ihre rassistische Hetze im Deckmantel der „besorgten Anwohner_innen“ in die Öffentlichkeit zu tragen. Bremens Rechte besitzen außerdem ein zweites „Steckenpferd“: Sie vermischen sich zusehends mit dem Rocker- und dem Hooligan-Milieu. Für die Koordination der HoGeSa ist Bremen immerhin ein wichtiger Knotenpunkt. Auch Rechtsrock spielt dieses Jahr für die extreme Rechte in Bremen wieder eine große Rolle.

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Zwischen Krisenbewältigung und Aufbruchsstimmung Die extreme Rechte in Nordrhein-Westfalen 2014

Zwar hat das traditionelle rechte Parteienlager in NRW 2014 mit seiner Konzentration auf die Flüchtlingsthematik keine größeren Erfolge zu verbuchen, die AfD ist jedoch bei den Wähler_innen zunehmend beliebt. Die Nachfolgeorganisation einiger verbotener Kameradschaften, „Die Rechte“, zeigte sich im Wahlkampf offen rassistisch und besonders aggressiv, als Siegfried Borchardt und 25 seiner Anhänger_innen den Versuch starteten, das Dortmunder Rathaus am Tag der Wahlparty zu stürmen.Das unzulängliche Verhalten der Polizei wurde in Öffentlichkeit massiv kritisiert, es stehen immer noch Dutzende Ermittlungsverfahren in Verbindung mit dieser gewalttätigen Aktion aus. Auch die HoGeSa-Demonstration in Köln erhielt große mediale Aufmerksamkeit, versammelten sich doch rund 3000-5000 rechte, randalierende Hooligans zu ihrer Demonstration „gegen Salafisten“. Außerdem gibt es in NRW Ableger der Pegida-Proteste und immer wieder „Montagsdemonstrationen“ in Düsseldorf.

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